Handball-Landesliga

Bloß nicht verkrampfen

Es geht für die HSG Phoenix gegen die HG Bremerhaven um die Chance, den Klassenerhalt ohne den Umweg Relegation schaffen zu können. Der Druck ist groß, doch die HSG will sich die Leichtigkeit bewahren.
29.03.2019, 15:43
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Von Thorin Mentrup
Bloß nicht verkrampfen

Lale Kuhangel (mit Ball) und die HSG brauchen unbedingt einen Sieg.

Jonas Kako

Twistringen. Es könnte ein bisschen härter werden, ein bisschen dreckig sogar, glaubt Christoph Schweitzer, der Trainer der HSG Phoenix. Auf seine Mannschaft warten bis zum Saisonende in der Handball-Landesliga der Frauen nur noch Endspiele. Das erste, das Heimspiel gegen die HG Bremerhaven am Sonnabend ab 18 Uhr in Twistringen, wird bereits darüber entscheiden, ob die Gastgeberinnen die Chance wahren, sich direkt zu retten oder bestenfalls über den Umweg Relegation den Klassenerhalt anstreben müssen.

Drei Punkte Rückstand weist die HSG, die den ersten der beiden Abstiegsränge belegt, auf die Gäste auf. Bei nur noch drei Spielen bis zum Saisonende bedeutet das für die Gastgeberinnen, dass sie die Seestädterinnen bei einer Niederlage nicht mehr einholen können. Dann wäre die Relegation der letzte Rettungsanker. „Zur Not müssen wir in diesen Apfel beißen“, weiß Schweitzer, der sich damit aber (noch) nicht auseinandersetzen will. „Wir werden alles dafür tun, um uns direkt zu retten“, gibt er das Ziel vor. Zwei Punkte sind Pflicht für seine junge Mannschaft, die der Coach gut vorbereitet sieht. „Wir wissen, was uns erwartet“, sagt er. Vor allem von den beiden Halbpositionen und vom Kreis drohe Gefahr.

Doch es ist nicht nur die Qualität des Gegners, die die HSG vor eine Herausforderung stellen wird, sondern auch der Druck im Abstiegskampf. „Das ist natürlich ein Faktor“, weiß Schweitzer, der darauf hofft, „dass alle die richtige Einstellung finden“. Jede Spielerin müsse bereit sein, den Kampf anzunehmen. „Auch Bremerhaven weiß, worum es geht. Sie werden alles versuchen, um sich für die Hinspielniederlage zu revanchieren“, glaubt der HSG-Coach. Das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison gewann seine Mannschaft mit 28:26, eine Wiederholung dieses Erfolgs wäre im Abstiegskampf immens wichtig. Dafür dürfe sein Team allerdings nicht die Leichtigkeit verlieren und verkrampfen. „Das Spiel muss uns trotz der schwierigen Tabellensituation Spaß machen, sonst wird es ganz schwierig“, weiß Schweitzer, dass das Duell im Keller auch im Kopf entschieden wird.

Immerhin stimmen die personellen Vorzeichen: Lediglich Madita Bekefeld (Abitur-Vorbereitungen) wird wohl nicht dabei sein.

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