Werkhalle 51

Die Zukunft liegt vor ihnen

Zum zweiten Mal konnten sich Schüler der Haupt- und Realschule sowie des Gymnasiums Twistringen über handwerkliche Berufe informieren. In der Werkhalle 51 präsentierten sich zahlreiche Unternehmen.
24.01.2020, 17:44
Lesedauer: 2 Min
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Von Peter Cordes
Die Zukunft liegt vor ihnen

Vor allem ausprobieren konnten sich die Jugendlichen der Twistringer Schulen beim zweiten Talenttag in der Werkhalle 51.

Michael Galian

Twistringen. Einmal selbst anpacken: Bereits zum zweiten Mal konnten sich Schüler, Berufsstarter und auch junge ausgelernte Menschen unter dem Motto „Handwerk zum Anfassen“ über Ausbildungsberufe und Karrieremöglichkeiten informieren. Der „Talenttag für Berufsstarter“ in der Werkhalle 51 bot am Freitag an der Bremer Straße in Twistringen die Gelegenheit, einmal im handwerklichen Bereich zu informieren.

So konnte, wer wollte, kleine Kuchen mit Sahnecreme und Streuseln verzieren oder auch Klinkersteine in einem vorgegebenen Fachwerk vermauern. Tischler, Möbelmanufakturen, Dachdecker und Bauunternehmen zeigten ihre Ausbildungsmöglichkeiten auf. Weiter waren auch Sanitär-, Malerei- Elektrik–, Engergietechnik- sowie Garten- und Landschaftsbaubetriebe vertreten. Das Bäckerhandwerk rundete die große Darstellungspalette in den Räumen der Werkhalle auf interessante Weise ab.

Die Idee zur Gestaltung eines handwerklichen Informationspools hatte Christian Wiese, Geschäftsführer der Firma Wiese-Keramik zusammen mit seiner Frau Marta, zuständig für Marketing in der Firma, schon vor Jahren. In Kooperation mit der Twistringer Haupt- und Realschule sowie des Gymnasiums brachte Marta Wiese den „Talenttag für Berufsstarter“ auf den Weg. Wichtig war ihr die räumliche Nähe. „Wenn ich hier leben möchte, muss ich hier auch Arbeit finden“, war einer ihrer Grundgedanken. Mit ihren Ideen rannte sie offene Türen bei hiesigen Handwerksbetrieben ein. Acht Unternehmen waren sofort mit von der Partie und boten die Chance, Ausbildungsberufe und Firmen in der näheren Umgebung kennenzulernen.

Die Schulleiterin der Haupt- und Realschule, Andrea Formella, gehörte mit dem Koordinator des Twistringer Gymnasiums, Marcus Marten-Bexten, zu den ersten Besuchern des Veranstaltungstages. Mit ihren Fahrrädern folgten die 26 Schülern der Klasse 8b der Realschule mit ihrer Klassenlehrerin Ines Ozegowski. Das Interesse war natürlich sofort sehr groß. Hatte man in den Ausstellungsräumen doch die Möglichkeit, sich zu informieren und den einen oder anderen Handgriff in der Praxis zu erproben.

Das machte den mehr als 200 Schülern sichtlich Spaß. Der sicherlich ernste Hintergrund der Ausbildung wurde durch lustige Handreichungen geschickt aufgelockert. Ein Großteil versuchte sich beispielsweise daran, die vorgefertigten Muffins der Bäckerei Weymann mit Sahnecreme und Streuseln künstlerisch zu verzieren. Das Ergebnis war nicht so entscheidend, denn zum Ende durften nicht nur Gianluca Pagliuch und Nick Meyer von der Realschule ihre Werke verzehren.

Großer Andrang herrschte auch im Außenbereich des Geländes. Alexander Fischer von der Firma Turner hatte einen Parcours für einen kleinen Radlader aufgebaut. Wer wollte, konnte mit dem Fahrzeug Paletten von der einen zur anderen Ecke bewegen. Natürlich wollte das jeder einmal testen und so waren Wartezeiten nicht zu vermeiden. Ein Firmen-Quiz rundete den Durchgang an den jeweiligen Ständen ab. So sollten die Schüler firmenspezifische Fragen beantworten. Gemeinsam wurden die Ergebnisse ausgewertet und als Belohnung gab es einen Firmenstempel auf einem Urkundenvordruck, der wiederum als zusätzlicher Erfolgsnachweis an eine Bewerbung angehängt werden kann.

Finja Konsorr, Celina Meyer und Fiona Jürgens aus der Realschule erklärten, dass sie sich bereits Gedanken über ihre beruflichen Wege gemacht hätten. „Unsere Interessen gehen da in etwas andere Richtungen. Es ist aber sehr interessant den handwerklichen Bereich kennenzulernen“, lobten alle die Ausstellungen. Andrea Formella, Marcus Marten-Bexten und Ines Ozegowski fanden die Firmenpräsentationen einfach total klasse. Auch der Zeitpunkt sei richtig gewählt, da die Schulpraktika anstehen.

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