Fußball Die wiedererstarkte Flügelzange des SV Mörsen-Scharrendorf

Niels Heuermann und Lukas Feldmann vom SV Mörsen-Scharrendorf sind nach ihren Verletzungen wieder in Topform.
22.02.2021, 16:38
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Die wiedererstarkte Flügelzange des SV Mörsen-Scharrendorf
Von Jannis Klimburg

Nach einer längeren Verletzung an die alte Form anzuknüpfen, ist nicht ganz so einfach. Daran sind schon viele Fußballspieler gescheitert. Nicht so Niels Heuermann und Lukas Feldmann. Die beiden Flügelspieler des SV Mörsen-Scharrendorf bestritten in der vergangenen Spielzeit nur wenige Partien, kämpften sich aber in der Vorbereitung zurück. Dieser Fleiß hat sich ausgezahlt. Die Flügelzange des SV Mörsen-Scharrendorf ist so stark wie lange nicht mehr und hatte großen Anteil daran, dass die Grün-Weißen die letzten vier Begegnungen vor der Corona-Pause für sich entscheiden konnten.

Für die beiden Senkrechtstarter der Saison war es ein langer und steiniger Weg, um die prächtige Form kurz vor der Corona-Pause wieder zu erreichen. Denn Feldmann und Heuermann hatten in der vergangenen Spielzeit nur wenige Begegnungen absolviert. Der Grund: Verletzungspech. Lukas Feldmann hatte schon in der finalen Jugendsaison bei der JSG Twistringen-Mörsen mit seinem Knie zu kämpfen. Er zog sich einen Innenmeniskusanriss zu und musste daraufhin operiert werden. Als er schließlich in den Herrenbereich aufstieg, folgte eine Operation am anderen Knie. Doch das sollte noch nicht alles gewesen sein. Im Jahr 2019 musste er das dritte Mal unters Messer. Diesmal war ein Kreuzbandriss am rechten Knie der Grund dafür. Ende August 2020 fing er mit leichtem Aufbautraining an, kämpfte sich mühsam zurück. Fleiß und Ehrgeiz sollten sich auszahlen. „Ich kann momentan alles machen mit den Knien. Ich fühle mich topfit, mache mir selber am meisten Druck“, erzählt der 21-Jährige, der vorwiegend auf dem rechten Flügel zum Einsatz kommt.

Lange Leidenszeit

Gleiches gilt für Niels Heuermann, der bereits seit der Grundschule mit Lukas Feldmann befreundet ist. „Wir sind gute Kumpel, verstehen uns auf und außerhalb des Platzes sehr gut“, beschreibt Heuermann die Freundschaft. Auch der 22-Jährige musste in der jüngeren Vergangenheit viel leiden. Der gelernte Industriekaufmann fiel aufgrund einer beidseitigen Entzündung der Quadrizepssehne lange aus. „Die Verletzung ist immer noch da, aber irgendwie kriegst du das in den Griff und kannst trotzdem spielen“, erzählt er. „Immerhin konnte ich einige Zeit regenerieren und fühle mich jetzt ganz gut.“ Mit seiner Leistung sei er in den ersten acht Saisonspielen aber nicht ganz zufrieden gewesen. „Das war für den Anfang und vor allem nach der langen Pause zwar nicht schlecht, aber ich kann noch viel besser spielen,“ ist sich Heuermann sicher. „Zum Beispiel habe ich noch kein Tor erzielt. Das nervt mich schon etwas.“

Ein wenig anders sieht es diesbezüglich bei Lukas Feldmann aus, der in der laufenden Spielzeit schon getroffen hat. „Das eine oder andere Tor kann gerne noch hinzukommen“, sagt er voller Selbstvertrauen. „Ich brauche ein bisschen Zeit, um noch besser reinzukommen.“

Pause zur Unzeit

Momentan rangiert der SV Mörsen-Scharrendorf auf einem guten vierten Platz und hat sich in der Tabelle in den zurückliegenden Partien langsam noch vorne gearbeitet. „Wir waren gerade richtig im Flow. Doch dann kam leider die Pause“, bedauert Heuermann. „Famu (Friedhelm Famulla, Anm. d. Red.) hat frischen Wind in die Mannschaft gebracht, bringt sehr viel Wissen über die anderen Gegner mit und kennt die Truppe ganz genau.“ Auch Feldmann lobt den Trainer über den grünen Klee: „Er lässt immer wieder ein anderes System spielen, was wir vorher gar nicht so kannten. Aber es hat sich meistens ausgezahlt. Vor allem in den letzten Begegnungen.“

Langfristig möchte der SV Mörsen-Scharrendorf wieder zurück in die Bezirksliga, deswegen wurde der Kader vor dieser Spielzeit mit vielen neuen Spieler verstärkt. „Das ist auf alle Fälle möglich mit dem Kader“, ist Heuermann von der Zielsetzung überzeugt.Doch an erster Stelle steht für die beiden Flügelspieler erst einmal die Gesundheit. Denn eine weitere derart lange Verletzungspause würden sie wohl nicht verkraften. „Wenn noch mal etwas passieren sollte, müsste ich mir überlegen, ob ich mir nicht eine andere Sportart suche“, sagt Feldmann. Es wäre ein Szenario, das man beim SV Mörsen-Scharrendorf unbedingt vermeiden will.

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