Fußball

SV Mörsen-Scharrendorf in Schlagdistanz zum Primus

Nicht mit Ruhm bekleckert, aber gewonnen. Der SV Mörsen-Scharrendorf schlägt in der Fußball-Kreisliga den Aufsteiger TSV Barrien mit 2:0.
11.10.2020, 20:03
Lesedauer: 2 Min
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SV Mörsen-Scharrendorf in Schlagdistanz zum Primus
Von Jannis Klimburg

Mörsen. „Wir haben uns definitiv nicht von unserer Schokoladenseite präsentiert“, musste Andreas Siegmann, Fußball-Chef und Vorsitzender des SV Mörsen-Scharrendorf, eingestehen. Dennoch reichte es zu drei weiteren Punkten in der Kreisliga. Die Mannen von Trainer Friedhelm Famulla besiegten den Aufsteiger TSV Barrien mit etwas Mühe 2:0 (1:0).

Das lag auch daran, dass die Gäste „unermüdlichen Einsatz zeigten, bissig und griffig in den Zweikämpfen waren“, wie Siegmann den Kontrahenten lobte. Trotzdem erarbeiteten sich die Hausherren gleich ein Chancenplus, die erste Möglichkeit vergab Andre Nienaber. Sein Schuss aus zwölf Metern fand nicht den Weg ins Tor, flog knapp drüber (7.). Doch die zweite Chance saß dann direkt. Kay-Simon Sommerfeld tankte sich auf dem linken Flügel bis zur Grundlinie durch und bediente dann Nienaber mustergültig. Dieser musste aus kürzester Distanz nur noch seinen Fuß hinhalten (22.). Ohnehin machte Nienaber immer wieder auf sich aufmerksam. So auch in 29. Spielminute, als er sich auf der rechten Seite durchsetzen konnte. Doch die Hereingabe konnte Lukas Feldmann aus sechs Metern nicht verwerten. „Das muss das 2:0 sein“, ärgerte sich Siegmann über die mangelnde Chancenverwertung. Und das hätte sich auch beinahe gerächt. Denn nur wenig später tauchte auch der TSV Barrien offensiv mal auf. Allerdings konnte Sommerfeld in letzter Sekunde vor Nils Petersen klären und den Ausgleich verhindern. Auf der anderen Seite zeigte der Referee nach einem Handspiel folgerichtig auf den Punkt: Doch Nienaber zeigte Nerven, er scheiterte am gegnerschen Hintermann Florian Bries (40.). „Bei manchen Spielern hat die Lust gefehlt. Außerdem sind wir sehr ängstlich in die Zweikämpfe gegangen“, befand Barriens Coach Daniele Guerra.

Mbiyeya mit der Entscheidung

Direkt nach dem Wiederanpfiff musste der Gastgeber zittern. „Das war kurios“, beschrieb Siegmann die Situation. Und zwar führten die Gäste einen Freistoß von der Mittellinie aus. Dieser wurde immer länger und länger, titschte einmal auf und strich nur knapp am Pfosten vorbei. „Wenn da noch jemand herangekommen wäre, wäre der wohl drin gewesen“, meinte Siegmann, der an der Seitenlinie weiter zittern musste. Denn der SVMS verpasste es auch weiterhin, den Deckel draufzumachen. Wie zum Beispiel Jonas Wilkens, der aus spitzem Winkel das Spielgerät knapp über den Querbalken hämmerte (59.). Entweder präsentierten sich die Hausherren im Abschluss zu ungenau oder der TSV Barrien blockte die Versuche ab. „Immer war ein Bein im Weg“, sagte Siegmann. Trotzdem drückte der SV Mörsen-Scharrendorf weiter auf das 2:0, doch auch der TSV Barrien zeigte sich mal wieder in der gegnerischen Hälfte. Allerdings war der Schuss von Marc Behrens aus 18 Metern dann doch zu ungefährlich (67.). Präziser machte es der SVMS auf der anderen Seite. Nienaber setzte den eingewechselten Ervi Mbiyeya in Szene, der dann für die Entscheidung sorgte (81.).

Teilweise zu fahrlässig

Damit hatte der SV Mörsen-Scharrendorf die Zähler zehn, elf und zwölf eingetütet und rangiert damit auf Rang vier in der Tabelle. Und ist somit nur drei Zähler vom neuen Tabellenführer TSV Weyhe-Lahausen entfernt. „Der Sieg geht total in Ordnung, weil wir mehr vom Spiel hatten. Auch wenn der TSV Barrien es teilweise gut gemacht hat“, berichtete Siegmann.

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