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SC Twistringen unterliegt Nienburg

Dem SC Twistringen gelingt gegen den SV Inter Komata Nienburg sehr wenig. Deshalb reicht den Gästen ein Treffer zum Sieg.
27.08.2019, 22:16
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup
SC Twistringen unterliegt Nienburg

Christoph Harms war dieses Mal kein großer Faktor im Twistringer Spiel.

Thorin Mentrup

Twistringen. Beim Remis in Mühlenfeld hatte der SC Twistringen wie wild geackert, um einen Punkt einzufahren. An diese Leistung konnte die Elf von Trainer Friedhelm Famulla zwei Tage später nicht anknüpfen und kassierte gegen den SV Inter Komata Nienburg eine 0:1 (0:1)-Heimniederlage.

Famulla nutzte nur ein Wort, um das Niveau der Partie zusammenzufassen: „Grützenfußball.“ In der Tat war es eine schwache Begegnung mit ganz wenigen Höhepunkten. Der entscheidende Treffer fiel bereits in der Anfangsphase, als Nienburgs Kevin Dalmann nach einem Zuspiel in die Spitze antrat und abgeklärt vollstreckte (8.). Der Nienburger Angreifer startete aus abseitsverdächtiger Position, das Gespann ließ jedoch weiterlaufen. Die Twistringer Proteste verstummten ungehört. Allerdings war nicht das das Problem der Gastgeber. Sie hatten schließlich noch lange genug Zeit, um die Partie zu drehen. Aber die richtige Einstellung zum Spiel fehlte dem SCT im ersten Durchgang. „Wir haben null Biss, null Entschlossenheit gezeigt. Wir haben viele taktische Fehler gemacht“, sparte Famulla nicht mit Kritik. Diese war berechtigt, hatten die Gastgeber ihren ersten halbwegs guten Angriff doch nach 37 Minuten. Christoph Harms' Abschluss war eine Halbchance, mehr nicht. Nienburg, meist mit elf Mann in der eigenen Hälfte, musste nicht viel mehr tun als gut zu verschieben, um die Führung zu halten.

Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Twistringer. „Da haben wir besser dagegen gehalten“, erkannte Famulla, dass seine Elf nun entschlossener auftrat. Allerdings agierte sie im Ballbesitz allzu häufig zu behäbig und bekam nur selten Tempo ins Spiel. Als René Brinkmann den Ball im Nienburger Strafraum eroberte, wollte er Lennart Bors und nicht den besser postierten Jonas Wilkens bedienen, die Chance verpuffte (47.). Diese Szene passte zum Twistringer Auftritt. Oft trafen sie die falsche Entscheidung. Die Delmestädter machten nicht den Eindruck, ein Tor erzielen zu können. Nicht einmal nach der Gelb-Roten Karte gegen Metin Boran wegen einer Schwalbe (72.). Spielerische Lösungen hatten die Gastgeber auch in Überzahl nicht. Am Ende segelte Ball um Ball in Richtung Nienburger Strafraum, doch trotz Größenvorteilen konnten sich die Twistringer nicht richtig behaupten. Bors' Kopfball lenkte Linus Kramer über die Latte (85.). Es war der erste Versuch, bei dem der Schlussmann wirklich ernsthaft eingreifen musste. Auch die mehr als zehnminütige Nachspielzeit, weil es etliche Verletzungsunterbrechungen gab und die Gäste einige Male am Boden lagen, half dem SCT nicht mehr dabei, den Zähler von Mühlenfeld zu vergolden. „Einen Punkt hätten wir holen müssen“, ärgerte sich Famulla.

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