Schwimmpark Twistringen

Voll zufrieden mit dem ersten Tag

Eigentlich hätte der Twistringer Schwimmpark am 1. Mai öffnen sollen, coronabedingt wurde es nun der 27. Juni. Die Besucher waren zufrieden mit dem Start.
28.06.2020, 17:45
Lesedauer: 3 Min
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Von Peter Cordes
Voll zufrieden mit dem ersten Tag

Jederzeit einsatzbereit: Marc Blümel von der DLRG stürzt sich in die Fluten. Er erhielt positives Feedback zur Eröffnung des Twistringer Schwimmparks.

Vasil Dinev

Twistringen. Nach vielen Wochen Arbeit öffnete am Sonnabend der Twistringer Schwimmpark an der Jahnstraße wieder. Die Verantwortlichen hatten dabei der Pandemie mit Ideenreichtum die Stirn gezeigt. In zwei Vier-Stunden-Abschnitten öffnete das Schwimmparkteam die Eingangspforten und gab damit die Möglichkeit, sich bei Lufttemperaturen von mehr als 22 Grad und satten 25 Grad im Wasser ein wenig abzukühlen und die während der Winterpause hier und da ermüdeten Körper wieder in Form zu bringen.

Annähernd zwei Monate später als normal eröffnete der Twistringer Schwimmpark – Grund waren die Auswirkungen der Corona-Krise. Die Stadt hatte tief in den Geldbeutel gegriffen und für mehr als 340 000 Euro Sanierungsarbeiten im Bereich des Pumpenhauses und der Schwimmbadtechnik auf den Weg gebracht. Vor Ort hatten sich die Badleiterin Monika Höfler sowie die Fachangestellten für Bäderbetriebe Manfred Lauterbach und Frank Schnitger mit der Auszubildenden Anna Mesch immer wieder eingebracht und mit angefasst, wo Arbeit zu erkennen war. Auch die Fördervereinsmitglieder des Schwimmparks und der TV Heiligenloh hatten zum Start der Freibadsaison ihr Bestes gegeben. Sie sorgten unermüdlich für saubere Becken.

Manfred Stöver hatte das Kassenareal am Sonnabend voll im Blick. Für ihn galt es nicht nur, Eintrittskarten zu verkaufen, sondern auch zu kontrollieren, dass die zugelassene maximale Gästezahl nicht über die Marke von 110 stieg. Eine Größenordnung, die sich weit weg von den Vorjahren bewegt. „Ohne Corona besuchten uns in den Vorjahren täglich zwischen 800 und 1000 Schwimmgäste“, so Stöver. Innerhalb eines Einbahnstraßensystems sollten Begegnungs- und Kreuzungssituationen anlässlich der Abstandsregelung von 1,50 Metern unbedingt vermieden werden. Alles Vorgaben des Gesundheitsamtes, um eine Freigabe für den Badebetrieb zu erhalten.

Der Weg führte die Badegäste von den Garderoben über Duschbecken zum eigentlichen Schwimmbecken. Dieses hatten die Mitarbeiter in zwei gleiche Hälften eingeteilt: Die eine Hälfte für die etwas schneller schwimmenden Gäste, die zweite Hälfte für die langsameren. In jedem dieser Bereiche konnten die Badegäste ihre Runden schwimmen. Wer einmal herum schwamm, hatte etwa 120 Meter zurückgelegt. So konnte jeder seine Zielsetzung selbst bestimmen. Wer genug vom kühlen Nass hatte, verließ den Beckenbereich auf einer gekennzeichneten Ausgangsspur über die Einzelduschen hin zu den Garderoben und später zum gesonderten Ausgang.

Ein Ablauf, über den sich die Leiterin des Bades, Monika Höfler, schon viele Tage zuvor Gedanken gemacht hatte. „Ich bin nachts aufgewacht und habe überlegt, ob ich an alle Möglichkeiten gedacht und alles richtig eingeteilt habe“, so die Leiterin. Alles richtig gemacht, bestätigte Marc Blümel, der das Schwimmparkteam als Mitglied der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) auch am Sonnabend unterstützte. „Viele der Gäste bestätigten mir beim Verlassen des Bades ihre Zufriedenheit über Einteilung und Verfahrensprozedur“, so Blümel.

Die Einteilung mit dem Wegfall aller Besonderheiten auf dem Gelände – Rutsche, Liegen, Sammelumkleide, Verpflegungsecke – ließen den Freizeitspaß für Familien mit Kindern etwas in den Hintergrund rutschen. Es kamen als Stammgäste die Frühschwimmer – Kinder und Jugendliche waren da in der Unterzahl. Eine Ausnahme bildeten da schon Greta und Max Wessels. Sie waren als erste Jugendliche am Sonnabendmorgen mit ihrer Mutter in den Schwimmpark gekommen, um einfach ein paar Runden im erfrischenden Wasser zu drehen. Die ersten Schwimmer des Nachmittags waren Katrin Dünzelmann und Freund Kay Hohen. „Als ehemalige Twistringerin war es für mich und meinen Freund heute schon eine Pflicht, aus Oldenburg hierher zu fahren. Auch die langsam aufziehende Gewitterfront konnte uns da nicht aufhalten“, erklärte Dünzelmann.

Gedränge an Kasse oder Schwimmbecken baute sich zu keiner Zeit auf. „Die Badegäste kamen nach und nach, als hätten sie sich abgesprochen. Der Einlass erfolgte in Reihenfolge, es gab keine vorfahrtsberechtigten Eintrittskarten. Die Maximalzahl von 110 wurde während des gesamten Sonnabends nicht erreicht“, freute sich Manfred Stöver. Auch die zwei gesetzten Zeitfenster von 7.30 bis 11 und von 15.30 bis 19 Uhr wurden eingehalten. „Ich bin mit dem Ablauf an unserem ersten Tag voll zufrieden. Die Badegäste waren nett und zufrieden, und auch zeitliche Ausweitungen wurden nicht gewünscht. Das wäre auch gar nicht möglich, denn zum Ende der gesteckten Zeitgrenzen kommt eine Reinigungsfirma, um sauber zu machen und zu desinfizieren“, erzählte Monika Höfler.

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