Fußball

Behrens’ Gefühl: Es geht noch mehr

Der TSV Melchiorshausen will in der Bremer Fußball-Landesliga besser abschneiden als im Vorjahr. Die Blau-Weißen orientieren sich in Richtung der Top fünf.
15.08.2019, 19:04
Lesedauer: 3 Min
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Von Thorin Mentrup

Melchiorshausen. Es war eine andere, eine laut Trainer Lars Behrens angenehmere Situation in der doch langen Vorbereitung des TSV Melchiorshausen. Denn nach Jahren des Umbruchs hat sich beim Fußball-Landesligisten in diesem Sommer doch verhältnismäßig wenig getan. Es ist also alles andere als ein Start bei null, den der TSV hinlegt, wenn er am Sonnabend um 13.30 Uhr den SV Lemwerder zum ersten Punktspiel der neuen Saison erwartet.

In dieser Spielzeit, das steht für die Melchiorshauser fest, soll es noch weiter nach vorn gehen. Der TSV will also besser abschneiden als Platz sieben. Schon dieser Rang war eine deutliche Steigerung im Vergleich zum ersten Jahr nach dem Abstieg aus der Bremen-Liga, das die Blau-Weißen auf Rang 13 abgeschlossen hatten. Der Schritt nach vorn soll zum Trend werden für die Behrens-Elf. Der Coach sieht seine Mannschaft jedenfalls dafür gerüstet, um die Top fünf ins Visier zu nehmen. „Wir sind so weit, dass wir sagen können, dass wir einen besseren Platz in der Tabelle anvisieren sollten. Wir hätten schon im letzten Jahr dorthin kommen können, dafür hat uns dann aber etwas die Konsequenz im Abschluss gefehlt“, verdeutlicht der ehemalige Stürmer, der nun darauf hofft, dass sich sein Personal noch treffsicherer zeigt.

Ausdrücklich betont Behrens, dass er die gesamte Mannschaft meint: „Wir wollen uns als gesamtes Team verbessern.“ Klar ist aber auch, dass er auf mehr Tore seiner Angreifer Kevin Nienstermann und Lucas Kracke hofft. „Das Gute ist, dass die beiden unterschiedliche Stärken haben. Sie haben auch in der Vorbereitung gezeigt, dass wir voll auf sie bauen können“, sieht Behrens beide ordentlich in Form. Dahinter hat er unter anderem mit Abdessamad Sabbar ja auch noch torgefährliche Akteure. Dennoch: Einen dritten Stürmer hätte Behrens schon gerne noch gehabt. Dieser hat sich mit Jan-Phillip Brünings jedoch nach kurzer Zeit bereits wieder verabschiedet. Der Offensivmann stürmt nun für den Kreisligisten TuS Varrel.

Defensiv haben die Melchiorshauser bereits im vergangenen Jahr eine Schippe draufgelegt. „Das Umschaltspiel von der Offensive zurück in die Defensive haben wir wirklich gut gemacht. Da hatten die Mannschaften es schwer, gegen uns zu treffen“, erklärt Behrens, der von allen nur „Latte“ genannt wird. Nun soll auch auf der anderen Seite des Platzes eine Entwicklung eintreten. Gerade Nienstermann hat mit seinen 20 Toren in seinem ersten Jahr gezeigt, was er leisten kann. Und auch die elf Treffer der Vorsaison waren wahrlich keine Enttäuschung. Doch Behrens hat bei seinem Angreifer wie beim gesamten Team ein Gefühl: Es geht noch mehr.

Der zweite Abgang auf Melchiorshauser Seite war Julian Michel, den es zur TSG Seckenhausen-Fahrenhorst zurückgezogen hat. Demgegenüber stehen Torwartrückkehrer Jens Ruscher und Jan Schmötzer, der es mit 38 Jahren noch einmal wissen will in der Landesliga. Auf „Jense“ und „Schmötzi“ hält Behrens große Stücke. „Sie sind großartige Sportsmänner und toll im Team integriert“, sagt der Coach. Gerade Schmötzer kann als Stratege auf der Sechs helfen, noch mehr Ruhe und Struktur ins Melchiorshauser Spiel zu bringen und auch die eine oder andere Ansage zu machen. „Das fehlt manchmal in unserem Spiel noch“, weiß Behrens. Aber er sieht eine Entwicklung. „Jungs wie Marcel Drygalla machen das immer besser.“

Die Landesliga erwartet Behrens „auf einem vernünftigen Niveau ausgeglichen“. Sprich: Eine Übermannschaft wie im vergangenen Jahr die SV Hemelingen sieht er nicht. „TuRa Bremen wird sehr stark sein, auch Arsten wird sicherlich wieder versuchen, vorne mitzumischen“, vermutet er. Generell sieht er viele Mannschaften auf einem ähnlichen Level. Wo sich die Melchiorshauser in diesem voraussichtlich dichten Gedränge wiederfinden werden, dürfte sich bereits innerhalb der ersten Wochen abzeichnen. Das Auftaktprogramm hat es durchaus in sich, warten doch bereits früh Duelle beim VfL 07, gegen Aufsteiger Türkspor und bei Absteiger OSC Bremerhaven. „Aber erst einmal ist Lemwerder wichtig“, nimmt Behrens das Duell gegen den Vorjahres-Elften nicht auf die leichte Schulter. „Lemwerder ist immer sehr kampfstark. Wir müssen definitiv unser Bestes auf den Platz bringen, um zu gewinnen.“

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