Mitmach-Zirkus zu Gast in Sudweyhe Teil der Zirkus-Familie

Zusammen mit den Künstlern und Tiren des Lilienthaler Mitmach-Zirkus Eldorado studierten die Schüler der Paul-Maar-Grundschule in Sudweyhe Kunststücke ein.
21.01.2022, 16:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Ina Ulbricht

Weyhe-Sudweyhe. Lamas, Pferde, Hunde, Ziegen und dazwischen Akrobaten und Clowns in einem großen Zirkuszelt mitten auf dem Schulhof. Diese Woche war eine ganz besondere für die Schüler der Paul-Maar-Grundschule in Sudweyhe. Der Mitmach-Zirkus Eldorado aus Lilienthal war zu Gast und die Schüler haben gemeinsam mit dem Zirkus-Team und dessen Tieren ein Programm auf die Beine gestellt, das sie am Freitag ihren Mitschülern präsentierten. Mehr Publikum war coronabedingt nicht möglich. Das tat der guten Stimmung allerdings keinen Abbruch. Jedes Kunststück wurde mit lautem Applaus belohnt.

Bereits zum fünften Mal gastierte der Mitmach-Zirkus in der Schule, berichtete Schulleiterin Angela Schumacher. "2006 waren sie zum ersten Mal bei uns", sagte sie. Die Besuche seien so getaktet, dass jedes Kind einmal am Mitmach-Zirkus teilnehmen könne. "Dieses Mal haben wir gebangt wegen Corona", so Schumacher. Letztendlich sei es jedoch möglich gewesen, da man auf das Publikum verzichtet habe. Die Kinder präsentierten die Kunststücke ihrer jeweiligen Kohorte, die sich aus der zweiten und dritten sowie der ersten und vierten Klassen zusammensetzten. Von den insgesamt 200 Schülern konnten 180 teilnehmen.

"In dieser Woche sind die Kinder Teil der Zirkus-Familie geworden", freute sich Schumacher. Sie seien über sich hinausgewachsen. So habe etwa eines der Kinder seine Angst vor Pferden überwunden und sogar Kunststücke auf dem Rücken der Tiere eingeübt. Das Programm haben Zirkus-Team und Schüler innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt, berichtete die Schulleiterin stolz. "Am Montag haben sie die einzelnen Aufführungen kennengelernt, am Dienstag hat sich jeder eine Aufführung ausgesucht, am Mittwoch und Donnerstag wurde jeweils eine Doppelstunde lang einstudiert und am Freitag war die Aufführung", zählte sie auf.

Dabei gestaltete sich das Programm sehr abwechslungsreich. Drei Hunde sprangen für die Kinder durch Reifen, auf ihren Arm oder gaben Pfötchen. Die beiden Lamas mit den passenden Namen Rotzi und Spucki sprangen über hohe Stangen, Ziegen balancierten auf Stegen. Vorher wurden die Tiere allerdings gefüttert und gestriegelt. "Den Zirkusleuten war es wichtig, dass die Tiere eine gute Beziehung zu den Kindern aufbauen, bevor sie die Nummern einstudieren", betonte Schumacher.

Aber es ging auch ohne Tiere: Cowboys schwangen ihre Lassos, Cheerleader mit Kostümen, viel Glitzer im Gesicht und Pompoms in den Händen tanzten zu aktueller Musik und Akrobaten präsentierten eine Menschenpyramide, Hebefiguren oder balancierten sich drehende Teller. Die Clowns durften natürlich auch nicht fehlen. Gerade bei den Akrobatiknummern hätten die Kinder dann gelernt, dass jeder in der Gruppe wichtig sei, erläuterte Schumacher. "Die Schüler bringen ihr eigenes Können ein, lernen aber auch zurückzustecken", sagte sie.

Der Besuch vom Zirkus sei eine wichtige Erfahrung, fand die Schulleiterin. "Eine Grundschule lebt nicht nur von den Fächern, sondern auch vom Drumherum", erläuterte sie. Der Mitmach-Zirkus sei ein klassenübergreifendes Gemeinschaftsprojekt. "Die Schüler können dabei voneinander profitieren und lernen", so Schumacher. Außerdem konnten sich Kinder aus verschiedenen Klassen besser kennenlernen. Es gehe um das soziale Miteinander.

Vor allem in Zeiten von Corona sei es für die Schüler wichtig, einfach Kind sein zu dürfen. "Sie müssen auf so vieles verzichten", sagte Angela Schumacher. "Jetzt können sie Corona einfach mal beiseite schieben."

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