Basketball

Der SC Weyhe stoppt den Negativlauf

Weyhe feiert gegen Neustadts Reserve einen Erfolg der Teamarbeit. Beim 87:69 ragt kein Akteur besonders heraus, stattdessen punkten alle neun Spieler, die zum Einsatz kommen.
11.02.2020, 15:32
Lesedauer: 3 Min
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Von Thorin Mentrup

Es geht doch noch: Nach zuvor vier Niederlagen in Serie haben die Bezirksoberliga-Basketballer des SC Weyhe wieder einen Sieg eingefahren. Die BTS Neustadt II bezwang er in heimischer Halle souverän mit 87:69 (43:27) und zog in der Tabelle an den Gästen vorbei.

„So ein Erfolgserlebnis tut natürlich gut. Wir waren sofort gut drin im Spiel. Das hat uns geholfen“, analysierte Jonas Klucken nach der Begegnung. Er kam nach seiner Rückkehr aufs Feld immer besser in Fahrt, sammelte noch einmal mehr Minuten als noch bei der Niederlage in Walsrode. „Es wird immer besser“, sagte der Coach, der bis zum Saisonende als Spieler fungiert, während der verletzte Maik Lindemann an der Seitenlinie das Kommando inne hat. Letztlich traf die Aussage Kluckens nicht nur auf ihn selbst zu, sondern auch auf das gesamte Team. „Wir spielen gut zusammen, die Abläufe werden besser“, sah Klucken einen Schritt nach vorn.

Weyhes Auftritt ließ sich mit einem einzigen Wort beschreiben: homogen. Kein Spieler stach wirklich heraus. Dass Jonathan Kaiser immer noch der Mann für die besonderen Momente ist, steht außer Frage. Wenn es ganz eng wurde, dann riss er auch gegen Neustadt das Spiel an sich, doch er löste die Situationen nicht allein, sondern als Teil des Ganzen. Als er das Wurfglück insbesondere im ersten Durchgang nicht hatte, erzwang er es nicht, sondern setzte seine Mitspieler in Szene. Jonathan Schmedemann, Dennis Kruslin oder auch Thore Boyce punkteten stattdessen. Dass alle neun Akteure, die der SC einsetzte, trafen, passte ins Bild eines runden Auftritts.

Bis auf für Boyce und Kruslin war es fast ein Generationenduell für die Weyher. In diesem setzten die Gäste auf ein naheliegendes Mittel: Tempo. Damit machten sie es sich allerdings zu leicht. Weyhe war schnell. Nicht nur im Kopf, sondern auch in den Beinen. „Dass wir auch im dritten und vierten Viertel noch Fastbreaks laufen, hat Neustadt überrascht, glaube ich“, sagte Klucken. Auch er zeigte, dass er noch ordentlich Fahrt aufnehmen kann. Die Einsatzzeiten waren nicht lang, aber während dieser wenigen Minuten pro Viertel verausgabte er sich. Jeder Weyher – vom Dauerbrenner Jonathan Schmedemann bis zu den Kurzzeitarbeitern wie Semso Kovac – erfüllte seine Rolle.

Schnell mussten die Neustädter erkennen, dass es mehr als läuferischer Intensität bedurfte, um den SC zu bezwingen. Die Gastgeber dagegen legten einen Blitzstart hin und führten mit 7:0. Sie fanden zudem die richtigen Antworten auf die Neustädter Angriffsbemühungen. Auch unter dem Korb war Weyhe stärker, insgesamt etwas cleverer. „Wir hatten manchmal bei den Entscheidungen der Schiedsrichter auch mehr Glück“, fand Klucken außerdem, dass selbst das, was er und seine Mitspieler wenig beeinflussen konnten, für sie lief. Der SC agierte konsequent und hatte viele Waffen. Über ein 23:11 nach dem ersten Viertel erspielte er sich bis zur Pause eine 43:27-Führung.

Etwas zäh startete Weyhe in den zweiten Durchgang. Kaiser traf zwar nun auch aus dem Feld, doch Neustadt bäumte sich noch einmal auf. Bis auf sieben Zähler kam die BTS-Reserve heran. Allerdings zeigten die Gastgeber stets eine schnelle Reaktion. Auch das machte Klucken an den personellen Möglichkeiten fest. „In Walsrode ist uns noch die Kraft ausgegangen. Das ist uns heute nicht passiert, weil wir immer wieder wechseln konnten.“ Nur deshalb seien Aktionen wie das Drei-Punkte-Spiel André Guders zum 53:43 oder auch der Dreier Kaisers zum 62:48 möglich gewesen. Weyhe verhinderte, dass es noch einmal richtig eng wurde. Der hohe Sieg war früh besiegelt. „Darauf lässt sich aufbauen“, fand Klucken. Dem SC steht nun allerdings eine ganz schwierige Aufgabe bei der BSG Bremerhaven III bevor. Die Seestädter spielen nämlich nahezu mit ihrer kompletten Oberliga-Truppe, die vom Spielbetrieb zurückgezogen wurde.

SC Weyhe: Anacker (2 Punkte), Boyce (12/1 Dreier), Guder (13), Kaiser (21/2), J. Klucken (5/1), S. Klucken (4), Kovac (6), Kruslin (11/1), Schmedemann (13).

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