Salsa-Tanzkurs in Weyhe Feurige Sohlen auf kirchlichem Parkett

Salsa ist eine Lebenseinstellung auf Kuba, sagt Pastor Gerald Meier. Von dort hat er die Passion für den Tanz mitgebracht – und will sie nun an andere bei einem Salsa-Workshop weitergeben.
16.02.2020, 15:06
Lesedauer: 2 Min
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Von Gerald Weßel

Weyhe-Lahausen. Wer an lateinamerikanische Musik, flotte Rhythmen und buntes Treiben feiernder Menschen denkt, dem erscheint aller Wahrscheinlichkeit nach wohl kaum das Bild einer Kirchengemeinde vor Augen. Doch demnächst könnte sich dieser Widerspruch bei einigen Weyhern auflösen. Denn die evangelische Felicianusgemeinde veranstaltet auf Bestreben von Pastor Gerald Meier einen Salsatanzkurs. Dieser wird vorerst an drei Sonnabenden bis Mitte des Jahres stattfinden. Primär richtet er sich an Anfänger, aber auch Fortgeschrittene dürfen gerne teilnehmen. Der erste Termin ist der Sonnabend, 29. Februar, mit Start um 14.30 Uhr. Der Workshopkurs im Gemeindehaus Lahausen, Kleiberweg 31, endet gegen 17 Uhr. Die weiteren Termine lauten 21. März und 6. Juni. Pro Termin kostet eine Teilnahme zehn Euro pro Person. Anmeldungen können gerne paarweise erfolgen, bei Einzelanmeldungen werde sich die Gemeinde bemühen, einen Tanzpartner zu organisieren, heißt es.

Pastor Gerald Meier persönlich wird den männlichen Part im Tanzlehrerduo übernehmen. Hinzu stößt die professionelle Tanzlehrerin Corinna Rolf, die in Melchiorshausen lebt und in Bremen arbeitet. Sie wird ihre Fachkenntnisse ehrenamtlich beisteuern. Und sie gab einst den Impuls für das Angebot. Denn Gerald Meier nahm zusammen mit seiner Frau nach seinem Umzug nach Weyhe an einem Salsakurs in Bremen teil und erfuhr vom Wohnort der Tanzlehrerin. Die Idee war geboren: Ein Salsakurs in Weyhe. Die Unterstützung von Rolf war ihm schnell sicher und mit der Kirchengemeinde fand sich auch rasch ein Austragungsort und organisatorischer Unterstützer. „Der Kirchenvorstand meinte nur: ja, mach mal“, berichtet Meier vom „Ja“ der Kirchengemeindemitglieder.

Gerald Meiers Verbindung zum Salsatanz reicht weit zurück. Lange Zeit machte er als Trommler einer Band lateinamerikanische Musik. Eines Tages war er sogar auf Kuba und dort „sog ich den Geist des Salsas auf“, sagt er. Dort sei Salsa eine Lebenseinstellung. „Es gibt keinen Anlass, wo nicht gefeiert, getanzt und gesungen wird“, beschreibt Meier die kubanische Lebensart. Ursprünglich kommt Salsa nämlich aus Kuba und Kolumbien, doch wirklich verbreitet hat er sich erst durch seine rasche Beliebtheit in den USA. Von hieraus gelangte der Kulttanz bis nach Europa und fand auch in Deutschland Verbreitung. Auch der Pastor fand rasch Gefallen am Salsa und bewahrte sich seitdem seine Begeisterung.

„Kirche und Salsa gehören ja nicht für jeden zusammen“, sieht er ein. „Aber wir müssen uns als Kirche für die lebensfrohen Dinge öffnen und so vielleicht auch Leute ansprechen, die ansonsten wenig bis gar nichts mit der Kirche zu tun haben“, ist er überzeugt und freut sich auf die Kurspremiere am Sonnabend, 29. Februar, ab 14.30 Uhr in Lahausen.

Bisher gebe es sechs angemeldete Paare, aber der Saal in der Kirchengemeinde böte locker Platz für 20. Die Anmeldung läuft entweder über Gerald Meier oder über Corinna Rolf. Meier ist per Telefon unter 0 42 03 / 7 85 47 65 oder per E-Mail an gerald.meier@evlka.de zu erreichen. Kontakt zu Corinna Rolf ist entweder unter der Rufnummer 04 21 / 89 46 56 oder per E-Mail an corinnatanzen@gmx.de möglich.

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