Fußball-Bezirkspokal Der TuS Sudweyhe feiert Jan-Ove Bäker

Durch ein Traumtor von Jan-Ove Bäker in der 93. Minute hat sich der TuS Sudweyhe im Fußball-Bezirkspokal Hannover mit 2:1 (1:0) gegen den TuS St. Hülfe-Heede durchgesetzt.
07.08.2022, 19:36
Lesedauer: 3 Min
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Von Niklas Johannson

Der Sportliche Leiter Sven Helms hätte sich keinen besseren Auftakt in die Pflichtspielsaison für seinen TuS Sudweyhe vorstellen können. Mit einem knappen, aber hochverdienten 2:1 (1:0)-Erfolg gegen den Klassenkonkurrenten TuS St. Hülfe-Heede zogen die Mannen von Benjamin Jacobeit und Philipp Meinke in die zweite Pokalrunde ein. "Wir sind wirklich sehr zufrieden, weil wir vieles richtig gemacht haben. Wir waren voll da, das merkte man schon in der Kabine", betonte Helms.

Der Spieler des Nachmittags war zweifelsfrei Innenverteidiger Jan-Over Bäker, der seine bärenstarke Leistung mit einem perfekt getroffenen Sonntagsschuss in der 93. Minute krönte und seine Farben doch noch zum späten Heimsieg führte. "Das war natürlich die Kirsche auf der Torte", freute sich Helms. Aber der Reihe nach. Zunächst liefen die beiden Mannschaften in Begleitung von AC/DC und Hells Bells auf den Rasenplatz an der Altenauer Straße, keine zwei Minuten später zappelte das Leder dann auch schon im Netz. Die Hausherren gingen von Beginn an motiviert zu Werke und führten durch ein Abstaubertor von Neuzugang Joshua Brandhoff frühzeitig (1.). Zuvor hatte sich Flügelspieler Mehmet Yesildag auf der linken Außenbahn durchgesetzt und den Torschützen so in Szene gesetzt.

Die Gastgeber brauchten keine Anlaufzeit, um in der neuen Saison anzukommen. Sie bestimmten das Spiel nach Belieben und hätten in der Folge durch Maximilian Wirth (8.) und Marvin Zwiebler (11.) erhöhen können. Danach entwickelte sich eine Phase des Abtastens. Während Sudweyhe auf einen geduldigen Spielaufbau setzte, war von den Gästen offensiv überhaupt nichts zu sehen. In der 36. Minute vergab Zwiebler erneut aus spitzem Winkel. "Wir hätten in der ersten Halbzeit zwei, drei Dinger mehr machen müssen, dann wären wir schon durchgewesen", behauptet Helms.

Vermeidbares Gegentor

Kurz vor der Pause erspielten sich dann die Gäste ihre erste Chance des Spiels, die hatte es allerdings in sich: Nach einer starken Ballmitnahme brachte Joshua Winter einen scharfen Abschluss auf das Sudweyher Gehäuse. TuS-Keeper Lukas Wickbrand stand jedoch auf seinem Posten und lenkte das Leder mit den Fingerspitzen sensationell an die Latte (43.). Direkt im Gegenzug scheiterte Brandhoff an Marvin Ekuase (44.). Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer das gleiche Bild. Sudweyhe bestimmte die Partie und St. Hülfe-Heede lauerte auf Konter. In der 50. Minute konnte Kapitän Jonas Lüdeke eine sehenswerte TuS-Kombination in aussichtsreicher Position nicht vollenden. Nur 120 Sekunden später rettete Ekuase gegen Bäker (52.).

Während die Gastgeber aufs zweite Tor spielten, war von St. Hülfe-Heede offensiv weiterhin überhaupt nichts zu sehen – bis zur 64. Minute. Ein grober Fehler im Spielaufbau brachte den eingewechselten Saad Faidi ins Spiel. Dieser setzte sich auf der linken Seite durch, umkurvte Wickbrand und schob zum schmeichelhaften 1:1-Ausgleich ein. "Das war einfach doof", hatte Helms bis auf das Gegentor nichts zu bemängeln. Sudweyhe spielte in der Schlussphase voll auf Sieg, wollte die Entscheidung vom Punkt unbedingt vermeiden. "Ich habe gebetet, dass wir nicht ins Elfmeterschießen müssen. Dann wären wahrscheinlich die jungen Wilden angetreten", sagte Helms, dessen Mannschaft sich in der Schlussphase gegen einen nun aufopferungsvoll kämpfenden Gegner nicht mehr die großen Möglichkeiten herausspielte.

Vier Minuten vor dem Ende ließen sich die Gastgeber nach einem eigenen Eckball beinahe auskontern. Es hätte sich eine überragende Überzahlsituation für St. Hülfe-Heede entwickeln können, wenn der Linienrichter nicht die Fahne gehoben hätte. Auf der Gäste-Bank, die direkt auf Höhe stand, verstanden Spieler und Trainer die Welt nicht mehr und reklamierten. Als sich anschließend alle Beteiligten auf ein Elfmeterschießen einstellten, fasste sich Jan-Ove Bäker ein Herz und nagelte das Leder aus 20 Metern in den rechten Winkel zum umjubelten 2:1-Siegtreffer (90.+3). Direkt nach Wiederanpfiff hätte Saad Faidi dann sogar beinahe noch für den erneuten Ausgleich sorgen können, doch dessen Abschluss schrammte haarscharf am rechten Pfosten vorbei. Danach war Schluss und der TuS durfte sich über einen Saisonstart nach Maß freuen.

Info

TuS Sudweyhe - TuS St. Hülfe-Heede 2:1 (1:0)

TuS Sudweyhe: Wickbrand – Harjes (71. Engelhardt), Pirngruber (90.+4 Maeße), Bäker, Behrens, J. Lüdeke, Brandhoff, H. Lüdeke (85. Meissner), Yesildag (90.+5 Bahll), Zwiebler (78. Garaf), Wirth

Tore: 1:0 Joshua Brandhoff (1.), 1:1 Saad Faidi (63.), 2:1 Jan-Ove Bäker (90.+3)

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