Fußball

TuS Sudweyhe: Nicht nur in der Breite verstärkt

Benjamin Jacobeit, Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Sudweyhe, ist mit seinen fünf Neuzugängen vollkommen zufrieden.
20.11.2020, 13:43
Lesedauer: 3 Min
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TuS Sudweyhe: Nicht nur in der Breite verstärkt
Von Jannis Klimburg
TuS Sudweyhe: Nicht nur in der Breite verstärkt

Sudweyhes Sturmtank Marvin Zwiebler (am Ball) hat sich für den Rest der Saison noch hohe Ziele gesteckt.

Thorin Mentrup

Vor der Saison hatte sich der Fußball-Bezirksligist TuS Sudweyhe mit drei externen und zwei internen Spielern verstärkt. Die beiden Trainer Benjamin Jacobeit und Sven Helms wollten insbesondere die Breite des Kaders verbessern. Doch die Neuzugänge haben gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Auch in der Startelf.

Eine Art Königstransfer war der Wechsel von Marvin Zwiebler. Der Stürmer kam vom Liga-Konkurrenten TSV Okel zu den Grün-Weißen. Dieser hatte anfangs noch leichte Probleme mit der Spielweise des TuS Sudweyhe. „Das haben wir aber auch erwartet“, gibt Jacobeit zu. „In Okel war alles auf ihn ausgelegt. Er konnte in die freien Räume gehen, mit seinem bulligen Körper die Bälle festmachen und musste nur wenig für die Defensive tun.“ Bei den Grün-Weißen läuft es dagegen etwas anders ab. Hier wird früher attackiert und auch die Offensivspieler müssen viel Laufarbeit erledigen. „Ich brauchte etwas Zeit, um mich daran zu gewöhnen“, gibt Zwiebler zu. „Aber ich denke, das ist beim Vereinswechsel auch ganz normal.“ Dennoch sei Jacobeit mit den Leistungen seines neuen Stürmers, der in manchen Partien auch über den Flügel kam, sehr zufrieden. Die Bilanz: In neun Begegnungen markierte Zwiebler zwei Tore. Er selber ist mit seiner Performance nicht ganz einverstanden. Doch hatte er auch Anfang der Saison mit kleinen Wehwehchen zu kämpfen. „Vor Beginn der Spielzeit hatte ich mir vorgenommen, zweistellig zu treffen. Meine Ziele muss ich jetzt wohl noch mal neu anpassen“, betont Zwiebler, der sich in Sudweyhe aber total wohl fühlt: „Ich kannte vor meinem Wechsel schon einige Spieler. Deswegen habe ich mich auch sehr schnell eingelebt.“

Mit Romario Klausmann kehrte ein Altbekannter an die Altenauer Straße zurück. Dieser war eine Saison lang beim TSV Etelsen aktiv, absolvierte dort verletzungsbedingt nur das allererste Pokalspiel. „Er bringt richtig viel Qualität mit“, lobt Jacobeit. „Er hat auch eine wahnsinnig gute Vorbereitung gespielt.“ Aber auch er schleppte eine Verletzung mit sich mit, absolvierte deswegen zunächst einige Partien in der zweiten Herren in der Kreisliga. „Aber in denen hat er mich vollends überzeugt“, meint Sudweyhes Coach. Die Belohnung: Ein Startelfeinsatz gegen den TV Stuhr. Und Klausmann, der auf dem Flügel sowie in der Zentrale agieren kann, zahlte das Vertrauen gleich mit einem Doppelpack beim 3:2-Erfolg zurück. „Er muss jetzt erst mal fit bleiben. Aber wenn er verletzungsfrei bleibt, ist er immer ein Kandidat für die erste Elf“, ist sich Jacobeit sicher. Der Rückkehrer hat sich sofort wieder eingelebt nach dem kurzen Intermezzo in Etelsen. „Einige meiner engsten Freunde sind auch hier im Kader, daher war es eigentlich wie immer, als ich zurückgekommen bin“, scherzt er. „Ich fühle mich mittlerweile ganz gut, mit dem Fuß komme ich immer besser zurecht.“

Duell um die Nummer eins

Einen spannenden Wettkampf um den Platz der Nummer eins gibt es beim TuS Sudweyhe, weil Lukas Wickbrand vom TSV Bramstedt verpflichtet wurde. „Von ihm waren wir total positiv überrascht“, schwärmt Jacobeit. „Denn er hat auf Anhieb im Training überzeugt.“ Dennoch hat Jannik Theiß die ersten vier Matches der Saison absolviert. Aber danach folgte die Premiere von Wickbrand, der drei Spiele in Folge zwischen den Pfosten stand. „Er hat auch sehr gut gespielt“, so Jacobeit, der trotzdem danach wieder Theiß ins Tor stellte. „Es hatte nichts mit der Leistung von Lukas zu tun. Das Duell um die Nummer eins ist total eng und weiterhin offen.“ Für Wickbrand war der Wechsel schon eine große Umstellung. „Auch als Torhüter musste ich konditionell einiges aufholen“, schmunzelt er. „In Bramstedt hatte ich im Tor quasi keine Konkurrenz und hier muss ich mich neu beweisen.“ Auch er weiß, woran er in Zukunft noch arbeiten muss. „Fußballerisch und auch was die Kommunikation auf dem Platz angeht, muss ich mich noch steigern“, unterstreicht der 22-Jährige. Neben den drei externen Neuzugängen verstärkten noch Jonas und Hannes Lüdeke aus der zweiten Herren den Bezirksliga-Kader. Für Jonas lief der Saisonstart extrem bitter ab. Beim 4:1-Erfolg gegen den TSV Okel zog sich der Mittelfeldspieler einen Muskelfaserriss zu, war daraufhin einige Wochen zum Zuschauen verdammt. Er kommt in den neun Partien, die bisher gespielt worden sind, auf 136 Einsatzminuten und ein Tor. „Er ist ein Unterschiedspieler, der fußballerisch mit zu unseren besten Akteuren gehört“, lobt Jacobeit. „Jonas ist immer für eine überraschende Aktion gut und gibt unserem Spiel eine andere Perspektive.“

Neue Position für Hannes Lüdeke

Hannes Lüdeke ist dagegen sofort eingeschlagen und von Verletzungen verschont geblieben. In allen neun Begegnungen stand der Offensivakteur auf dem Platz, markierte dabei zwei Treffer. „Davon war ich schon etwas überrascht, immerhin stand er von allen Akteuren im Kader mit die meisten Minuten auf dem Rasen“, bekräftigt Jacobeit. „Er hatte in der Vergangenheit minimale Einstellungsprobleme. Aber Hannes ist menschlich ein sehr feiner Kerl und hat uns bislang gezeigt, dass er es auch in der Bezirksliga drauf hat.“ In den ersten Partien wurde Hannes Lüdeke offensiver aufgestellt. Doch daraufhin nahmen Helms und Jacobeit eine Umstellung vor, positionierten ihn vor der Viererkette auf die Sechs. „Er muss das Spiel vor sich haben, dann kann er seine Stärken am besten ausspielen“, unterstreicht Sudweyhes Übungsleiter.

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