Fußball

„Es kribbelt in den Füßen“

Nils Dähne spricht im Interview über seinen neuen Posten als Fußball-Trainer der U19 des TuS Sudweyhe.
29.07.2020, 12:56
Lesedauer: 3 Min
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Von Arne Weger
„Es kribbelt in den Füßen“

Trainer Nils Dähne (Mitte) freut sich auf seine neue Aufgabe beim TuS Sudweyhe.

FOTOS: Michael Braunschädel
Herr Dähne, wie haben Sie die Corona-Pause ohne Fußball überstanden? Trainingseinheiten durften zunächst schließlich nur in Kleingruppen und ohne jegliche Spielformen vollzogen werden.

Nils Dähne: Ich glaube, es war für uns alle eine ganz neue Erfahrung, so lange nicht auf dem Platz stehen zu können. Nach einer gewissen Zeit kribbelt es in den Füßen, selbst als Trainer, da einfach etwas fehlt. Wir haben schließlich Glück gehabt, dass wir zumindest in Teilen schon schnell wieder auf den Platz zurückkehren konnten. Auch wenn nur Passformen möglich waren.

Ihr Vorgänger hat die Mannschaft zehn Jahre lang trainiert und in der Landesliga Hannover etabliert. Freuen Sie sich jetzt auf die Aufgabe, das Team der U19 zu übernehmen und ein neues Kapitel zu starten?

Natürlich freue ich mich darauf. Ich hatte bereits letztes Jahr Gespräche geführt, jedoch zu diesem Zeitpunkt schon in Borgfeld als Co-Trainer zugesagt gehabt. Dort haben wir den Aufstieg in die Regionalliga verpasst, weshalb ich jetzt motiviert bin, zu beweisen, dass ich ein Team auch selbst führen kann. Ich trete in große Fußstapfen und möchte versuchen, mit meinen eigenen Ideen eine erfolgreiche Saison zu spielen. Sehr froh bin ich auch für die Übergabe mit meinem Vorgänger Andreas Weger. Denn alles lief sehr homogen, was in meinen Augen nicht selbstverständlich ist und mir meinen Einstieg vereinfacht hat.

Sie waren jetzt als Trainer beim SV Werder Bremen und beim SC Borgfeld tätig. Bei der U19 des TuS beginnt nun ein neuer Abschnitt Ihrer Trainerkarriere. Wie hat es Sie nach Sudweyhe verschlagen?

Ich war Trainer beim SVW, und von Sudweyhe sind immer wieder Spieler zu uns ins Leistungszentrum gewechselt. Dann hatte ich davon gehört, dass Andreas aufhören möchte. Als ich wegen meiner Tochter auf der Anlage war, habe ich Gespräche geführt, allerdings schon in Borgfeld zugesagt. Jetzt möchte ich aber selbstständig eine Mannschaft trainieren, weshalb ich die Gelegenheit direkt zu nutzen wusste und beim TuS zugesagt habe.

Durch Corona wurde von den Verbänden vieles für die kommende Saison noch offen gelassen. Wie bereiten Sie Ihre Mannschaft auf die Saison vor?

Wir starten ganz normal nach Plan in die Vorbereitung und fangen dann früh mit Testspielen an. Wir werden uns durch viele Testspiele einspielen, um zusätzlich auch jeden Spieler aus dem Kader auf dem Feld sehen zu können. Somit können wir Systeme und Taktiken auf dem Platz einzustudieren, damit wir zum Saisonstart bestens vorbereitet sind und erfolgreich starten können.

Was sind Ihre Erwartungen an die Jungs?

Wir müssen versuchen, zusammen zu funktionieren, damit wir uns fußballerisch verbessern können. Und darauf liegt mein Augenmerk. Ich möchte versuchen, dass jeder Spieler sich individuell weiterentwickelt. Zusätzlich soll natürlich die Chemie zwischen allen im Kader stimmen, denn unsere Mannschaft ist neu zusammengestellt. Doch nach meinen bisherigen Eindrücken bin ich da sehr optimistisch, dass wir sehr gut zusammenarbeiten können und somit Erfolg haben werden.

Und wie sehen Ihre Saisonziele für Ihre Einstiegssaison beim TuS Sudweyhe aus?

Wichtig sind mir zunächst Spaß und Freude auf dem Platz. Jeder soll Bock auf Fußball haben, denn nur so ist die zuvor genannte Weiterentwicklung möglich. Wenn jeder einzelne Spieler mit höchster Motivation Einsatz zeigt, kann er der Mannschaft helfen. Das wird sich dann hoffentlich in den Ergebnissen zeigen. Mein Saisonziel tabellarisch gibt es so nicht, aber ich würde schon sagen, dass die Ansprüche das obere Drittel sein sollten.

Das Gespräch führte Arne Weger.

Info

Zur Person

Nils Dähne

spielte in seiner Jugend beim SV Werder Bremen im Leistungszentrum Fußball. Als A-Jugendlicher spielte er mit dem SC Weyhe in der Oberliga. Im Herrenbereich war er beim FC Huchting aktiv, ehe er zum FC Bremerhaven wechselte und in die Regionalliga aufstieg. Später kehrte er noch einmal zum SC Weyhe zurück, bevor er seine Spielerkarriere beim TSV Grolland als Spielertrainer beendete. Als sein Sohn zu Werder wechselte, schlug es auch Dähne zum SVW zurück. Hier war er acht Jahre als Trainer bei der U9 bis U12 tätig. Vergangene Saison trainierte er als Co-Trainer die U19 des SC Borgfeld und jetzt folgt seine neue Aufgabe beim TuS Sudweyhe.

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