Fußball

Ein neues Abenteuer

Der SC Weyhe spielt in der kommenden Saison in der Landesliga Bremen. Die Grün-Weißen fühlen sich dafür gut aufgestellt und freuen sich auf das neue Abenteuer.
19.08.2020, 13:45
Lesedauer: 3 Min
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Von Florian Kastens
Ein neues Abenteuer

In der Bezirksliga kam der SC Weyhe oftmals zum Jubeln. Ob das in der Landesliga auch der Fall sein wird?

FOTOS: BRaunschädel

Weyhe. Gemäß der Verbandsentscheidung, die Spielzeit 2019/2020 mittels Quotientenregelung zu beenden, schlossen die Fußballer des SC Weyhe ihre Saison in der Bezirksliga Bremen auf Platz drei ab. Weil gleichzeitig auch der FC Oberneuland über diesen Rechenweg in die Regionalliga aufsteigen durfte, profitierte hiervon auch der SC Weyhe und kämpft zukünftig in der Landesliga um Tore und Punkte.

Dennis Lingnau, Teil des SCW-Trainerteams, kann daher mit der vom Verband getroffenen Entscheidung gut leben: „Sicherlich haben wir im Endeffekt davon profitiert, aber zu Beginn der Pandemie hatten wir noch auf eine Fortsetzung der Saison gehofft. Dass sich alles so lange ausdehnt, hat wohl kaum jemand erwartet. Ich glaube, wir hätten auch auf sportlichem Wege unseren dritten Platz gehalten und dann schauen müssen, was Oberneuland in der Qualifikation erreicht hätte.“ Mit der abgebrochenen Saison ist Lingnau grundsätzlich zufrieden, wobei er auch anmerkt, „dass wir einige krasse Aussetzer dabei hatten. Wenn wir verloren haben, dann meist auch richtig. Es fehlte etwas an Konstanz, gerade in den Topspielen. Daher war der Abstand zu den Plätzen eins und zwei auch schon etwas größer. Trotzdem hatten wir uns im Winter vorgenommen, noch mal Druck auf die beiden Teams vor uns zu machen und mal zu schauen, was noch möglich ist.“ Doch die Corona-Pandemie veränderte bekanntlich alles und so wurde es auch um die Fußballer des SC Weyhe ruhiger. „Auch wir haben dann erst mal Pause gemacht, ohne irgendwelche Pläne an die Jungs zu verteilen. Als dann wieder kontaktloses Training zulässig war, haben wir zwei Einheiten pro Woche angeboten, die auch wirklich gut angenommen wurden. So sind wir gut durch die Zeit gekommen. Wir sind alle gesund und hatten rund um die Mannschaft auch keine Corona-Betroffenheit. Das ist ja in diesen Zeiten auch das Wichtigste“, führt Lingnau aus.

Die Vorbereitung auf die neue Saison wurde so geplant, „dass wir möglichst zu Anfang September ein Level erreichen, das wir für die Pflichtspiele brauchen. Wir sind also gerade mittendrin und sehen die Jungs mehrmals in der Woche zum Training oder diversen Testspielen. Das brauchen wir auch, denn man merkt schon, dass die Zeit ohne richtiges Fußballtraining respektive -Spiele extrem lang war und wir noch nicht wieder im Tritt sind“, erklärt der Trainer, der zusammen mit Harald Meyer in seine vierte Saison geht. Mit Blick auf das Trainerteam erkennt man beim SC Weyhe dann auch die größte Veränderung: Simon Peters rückte bereits nach der Winterpause der Vorsaison in den Trainerstab, macht also aus dem Trainerduo ein Trainertrio.

Nun stehen Lingnau, Meyer und Peters erstmals gemeinsam vor einer kompletten Spielzeit. „Wir kennen uns schon lange und haben grundsätzlich die gleichen Ideen, wie wir Fußball spielen möchten. Das wird also gut passen. Simon bringt mit seiner Detailarbeit noch mal neue Ansätze ein. Wir haben untereinander einige Aufgaben umverteilt, um im Training neue Reize setzen zu können und glauben, dass wir dadurch frischen Wind und noch mehr Zug reinbekommen“, freut sich Lingnau über die Verstärkung an seiner Seite. Zugänge gibt es auch im Kader des Landesligisten. So konnte Chris Plate nach vielen Gesprächen zu einer Rückkehr vom TSV Melchiorshausen überzeugt werden. Zudem greift Dennis Denker nach einer Pause neu an und soll dem etatmäßigen Stammtorhüter Finn Luca Wiechmann Druck machen. „Finn hat eine starke Saison gespielt und geht auch als Nummer eins in die neue Spielzeit. Es ist aber auch für ihn gut, wenn er spürt, dass hinter ihm noch jemand lauert. Insgesamt werden wir da auch im Training mehr für die Keeper machen“, sagt Lingnau, der das Torhütertraining zukünftig verstärkt in die Hände von Harald Meyer legt.

Weitere feste Neuzugänge gibt es nach derzeitigem Stand noch nicht, auch wenn noch der ein oder andere Gast am Training teilnimmt und sich mit Wechselgedanken hegt. Auf der Abgangsseite steht lediglich Mohamed Mansour, der aufgrund von beruflichen Verpflichtungen und diversen Verletzungen nicht mehr in der Landesliga angreifen kann. Lingnau sieht den Kader in jedem Fall gut aufgestellt für das Unternehmen Landesliga: „Die Jungs haben frühzeitig signalisiert, dass sie unseren Weg weitergehen wollen. Darüber freuen wir uns Trainer und vertrauen ihnen auch. Als Aufsteiger müssen wir natürlich erst mal kleine Brötchen backen und in der Liga ankommen. Trotzdem wollen wir uns nicht verstecken und möglichst auch viel über eigenen Ballbesitz kommen. Im Vergleich zum Vorjahr müssen wir definitiv an unserer Konstanz arbeiten. Wir dürfen bei einem Gegentor nicht gleich in Panik verfallen. Es gilt die Ruhe zu bewahren und eine bessere Reaktion zu zeigen, als das in der Vergangenheit teilweise der Fall war. Gelingt uns dies, dann können wir trotz der höheren Qualität in der Landesliga auch unser gestecktes Saisonziel, den Klassenerhalt, erreichen“, ist sich Lingnau sicher.

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