Fußball Die Spitzengruppe rückt zusammen

Der SV Heiligenfelde hat durch einen überzeugenden 4:0 (1:0)-Sieg im Topspiel beim TuS Sudweyhe die Führung in der Fußball-Bezirksliga übernommen.
17.10.2021, 19:56
Lesedauer: 2 Min
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Von Niklas Johannson

Der TuS Sudweyhe hat in der Fußball-Bezirksliga Hannover nach zuletzt vier siegreichen Spielen in Folge einen herben Dämpfer im Aufstiegskampf erlitten. Gegen den ehemaligen Verfolger SV Heiligenfelde kassierte die Mannschaft von Benjamin Jacobeit eine klare 0:4 (0:1)-Pleite auf dem heimischen Kunstrasenplatz und verlor damit die Tabellenführung an die eiskalt und clever auftretenden Gäste. „Wir haben in der zweiten Halbzeit schlecht gespielt, nach zehn Minuten einfach aufgehört, Fußball zu spielen und fast jeden Ball lang geschlagen“, ärgerte sich TuS-Trainer Benjamin Jacobeit, während sein Trainerkollege Torben Budelmann vom SV Heiligenfelde selbstredend ein breites Grinsen auf den Lippen hatte und hochzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft war. „Die zweite Halbzeit war einfach top. Wir haben defensiv fast gar nichts mehr zugelassen und die Tore mit eingeübten Diagonalbällen toll herausgespielt.“

Sudweyhe nutzt die Chancen nicht

Die erste strittige Szene des Spiels gab es nach rund einer Viertelstunde: Nach einem Foulspiel von TuS-Torwart Jannik Theiß an den durchstartenden Sören Schütte entschied der Unparteiische Christian Gerdes zunächst auf Freistoß an der Strafraumkante und Rot. Nachdem Theiß schon das Spielfeld verlassen hatte, wedelte der Assistent jedoch heftig mit der Fahne. Nach kurzer Besprechung nahm Gerdes schließlich die Rote Karte zurück, gab dem Sudweyher Schlussmann den gelben Karton und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Tendenziell wäre wohl die erste Entscheidung die richtige gewesen. Ob Sudweyhe bei einem 0:0 und einem Mann weniger ein besseres Ergebnis erzielt hätte, bleibt spekulativ. „Natürlich hätte ich es jetzt im Nachhinein andersherum besser gefunden. Aber bei 0:4 spielt es im Endeffekt auch keine Rolle mehr“, betonte Jacobeit.

Den fälligen Strafstoß verwandelte Tobias Dickmann sicher zur Heiligenfelder Führung (16.). In der Folge dominierten die Hausherren vor rund 100 Zuschauern das Geschehen und hatten gute Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen. Doch SVH-Torwart Jörn Wachtendorf habe „zweimal überragend gehalten“, lobte Budelmann.

Heiligenfelde eiskalt vor der Bude

Diese hundertprozentigen Chancen spielten sich die Hausherren nach dem Seitenwechsel überhaupt nicht mehr heraus – lediglich Halbchancen kamen noch zustande. Zu kompakt standen die Gäste im zweiten Abschnitt in der Defensive. Außerdem nervte Heiligenfelde seinen Gegner immer wieder mit Nadelstichen. Nach einem starken Spielzug war einer dieser Nadelstiche von Erfolg gekrönt, als Malte Garlich per Kopf zum 2:0 ins lange Eck köpfte. „Heiligenfelde hat das auch gut gemacht. Wir haben anschließend wie schon beim 0:5 in Vilsen völlig die Struktur verloren“, monierte Jacobeit, dessen Team sich nun haarsträubende Fehler erlaubte. In der 81. Minute spielte Maximilian Degenhardt im Spielaufbau einen schlechten Pass, den die Gäste sofort auszunutzen wussten und durch den Treffer von Sören Schütte auf 3:0 erhöhten. Der Torschütze zog aus sehr spitzem Winkel mit viel Selbstvertrauen einfach mal ab und jagte das Leder ins kurze Eck unter die Latte. Spätestens da war dieses Spitzenspiel gelaufen.

Sudweyhe brach nun auseinander und kassierte kurz vor Schluss sogar noch das 0:4 durch Joshua Brandhoff. Damit verpasste es der TuS, vier Spieltage vor Schluss mit einem Sieg einen riesengroßen Schritt in Richtung Aufstiegsrunde zu machen. So übernimmt der SV Heiligenfelde jetzt mit 19 Punkten aufgrund des besseren Torverhältnisses die Führung. Dahinter lauert der SV Bruchhausen-Vilsen mit zwei Zählern weniger auf Rang drei. Außenseiterchancen dürfte der TSV Okel, der 15 Punkte auf dem Konto hat, besitzen. „Wir sind trotz dieser Niederlage weiterhin voll im Renen“, sagte Jacobeit.

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