Fußball

Mit großem Respekt

Der TuS Sudweyhe und die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst können mit einem Sieg im Topspiel ein Zeichen an die Konkurrenz setzen, sind aber vor ihrem Gegner gewarnt.
17.09.2020, 17:15
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup

Sudweyhe/Seckenhausen. Für Duelle wie diese wurde der Begriff Topspiel wohl erfunden: Als Tabellenzweiter erwartet der TuS Sudweyhe in der Fußball-Bezirksliga den Spitzenreiter TSG Seckenhausen-Fahrenhorst. Es geht um viel in der Partie am Sonntag (16 Uhr) – aber längst noch nicht um alles, wie die Trainer beider Teams betonen.

Den Versuch, das Duell kleinzureden, unternimmt weder TSG-Coach Iman Bi-Ria noch sein Gegenüber Benjamin Jacobeit, der den TuS gemeinsam mit Sven Helms trainiert. „Das ist schon ein Sechs-Punkte-Spiel“, erklärt der Seckenhauser Übungsleiter. Weist sein Team auch nach vier Spielen die Maximalausbeute auf, wäre das ein großer Schritt. Aber auch nur einer von vielen. „Bei der Stärke der Liga kann man dann nicht sagen, dass man in der Meisterrunde dabei ist“, weiß er um die Unplanbarkeit des Erfolgs. Wobei die Seckenhauser sehr viel dafür tun, ihre Chancen zu erhöhen. „Wir haben auch für das Sudweyhe-Spiel eine Idee“, kündigt Bi-Ria an, der wieder auf Kapitän Philip Kleingärtner zurückgreifen kann.

Eines guten Planes bedarf es allerdings auch, um die Gastgeber zu knacken, die Bi-Ria in der Breite als besser aufgestellt beschreibt. „Sie spielen jahrelang zusammen und haben hohe Ziele ausgegeben. Sie holen ihre Punkte durch ihre spielerische Klasse. Auf diese Spielstärke sollten wir unser Augenmerk richten“, nennt er die Qualitäten der Sudweyher. Allerdings war sein Team auch auf Heiligenfelde, Stuhr und Okel bestens vorbereitet.

Das ist auch den Sudweyhern nicht verborgen geblieben. Sie haben ausgerechnet vor dem Spitzenspiel zum ersten Mal Federn gelassen mit dem 0:3 in Twistringen. Jacobeit versucht, das Positive zu sehen: „Vielleicht haben wir gegen Seckenhausen jetzt nicht mehr den ganz großen Druck.“ Schließlich habe der Gast das Momentum auf seiner Seite. „Sie sind die Mannschaft, die es zu schlagen gilt. Sie stehen nicht nur wegen ihrer Ergebnisse, sondern auch wegen der Art und Weise, wie sie auftreten, zurecht oben.“ An den Sudweyher Ansprüchen hat der Rückschlag allerdings nichts geändert: Weiterhin bleiben die Plätze eins und zwei das Ziel. In dieser Hinsicht wäre ein Erfolg im Duell zweier sehr kompletter Mannschaften auch ein Zeichen an die Konkurrenz. Die Niederlage gegen Twistringen haben die Sudweyher, die noch um einige Spieler bangen, aufgearbeitet. „So schlecht war es gar nicht“, sagt Jacobeit. Ein paar Prozent mehr Feuer und Einstellung brauche es dennoch. Für die sollte allerdings bereits die Aussicht auf das Topspiel sorgen.

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