Fußball

Tapfer gekämpft, aber doch verloren

Die Fußballfrauen des SC Weyhe haben sich im Halbfinale des Lotto-Pokals wacker geschlagen, aber gegen den Favoriten TuS Schwachhausen dann doch mit 0:3 verloren.
27.06.2021, 18:47
Lesedauer: 2 Min
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Von Lars Lucke
Tapfer gekämpft, aber doch verloren

Weyhes Lisa-Anna Mohren (links) konnte den starken Angriff des TuS Schwachhausen auch nicht aufhalten.

Michael Galian

Weyhe. Im Halbfinale des Bremer Lotto-Pokals haben sich die Frauen des SC Weyhe gegen die Favoritinnen vom TuS Schwachhausen achtbar aus der Affäre gezogen. Am Ende kassierte das von Rolf Schwenke trainierte Team eine 0:3-Niederlage (0:1), zeigte jedoch über weite Strecken eine kämpferisch starke Leistung und stellte die Gäste in der Anfangsphase sogar vor Probleme.

„Ich bin megastolz auf die Truppe“, trug Schwenke die Niederlage mehr als nur gefasst. „Wir hatten große Verletzungssorgen, aber jede Einzelne hat sich heute zerrissen auf dem Platz. Wenn du siehst, wie eine Marie Luhmann trotz ihrer Leistenprobleme 90 Minuten durchackert, das ist herausragend.“ Während Marie Luhmann überraschend spielte, waren nach dem Achtelfinale Sarah-May Evers und Torhüterin Milena Daneke ausgefallen. Dafür pendelte Alia Bormann, die zuletzt im Sturm agierte, wieder zwischen die Pfosten und machte ihre Sache gut. Womöglich hätten die Weyherinnen Schwachhausen noch mehr ärgern können, hätten sie ihre gute Anfangsviertelstunde mit einem Tor gekrönt.

Keine zwei Minuten waren um, da schickte Süeda Caliskan Leoni Pols mit einem Steilpass auf die Reise. Die schnelle Stürmerin ließ zwei Gegnerinnen stehen, eine dritte aber grätschte beim Abschluss dazwischen und verhinderte die Führung. Nach und nach übernahm Schwachhausen die Spielkontrolle und nutzte die erste Gelegenheit zum 1:0. Alicia Kiziltan (20.) nahm einen langen Ball hinter die Abwehr auf, schlug einen Haken und gab Alia Bormann mit einem sehenswerten Schuss ins lange Eck das Nachsehen.

Kurz darauf lag schon das 2:0 in der Luft, doch diesmal parierte die SC-Torhüterin einen Schuss von der Strafraumgrenze glänzend. Auf der Gegenseite versuchte es Pia Domke mit einem Distanzschuss, der knapp am Tor vorbeistrich. Trotz spielerischer Vorteile der Gäste neutralisierten sich beide Teams nach dem 0:1 weitgehend, ganz große Chancen blieben Mangelware. In der Kabinenansprache gab Schwenke vor, weiter aus sicherer Defensive heraus Kontersituationen zu kreieren.

Wenige Minuten nach Wiederanpfiff war der Plan gescheitert, zwei unkonzentrierte Situationen entschieden das Halbfinale. Alicia Kiziltan (50.) profitierte davon, dass die Weyher Abwehr einen durchaus zu klärenden Ball nicht aus der Gefahrenzone brachte. Als das Spielgerät vor ihren Füßen landete, fackelte sie nicht lang und erhöhte auf 2:0. Nur eine Minute später schien die SC-Defensive noch mit der Verarbeitung des Gegentreffers beschäftigt, brachte das Leder erneut nicht kompromisslos aus dem Strafraum, Aileen Osterwold (51.) war zur Stelle und besorgte das 3:0. In der Folge ließen Leoni Pols und Lisa Mohren noch zwei Gelegenheiten zur Ergebniskorrektur aus, doch da war der Traum vom Pokal-Finale bereits ausgeträumt.

Info

SC Weyhe – TuS Schwachhausen 0:3 (0:1)

SC Weyhe: Bormann – Ludes, Mohren, Nonnast, Pols, Caliskan (25. Kettler), E. Domke (37. Schierloh), P. Domke (76. Bäumer), Schlagowsky, Luhmann, Hellmuth

Tore: 0:1 Alicia Kiziltan (20.), 0:2 Alicia Kiziltan (50.), 0:3 Aileen Osterwold (51.) LAL

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