Gemeinde Weyhe Sanierung der Straßenseitenräume An der Brake

Um entgegenkommenden Verkehren Ausweichfläche zu bieten, will die Gemeinde Weyhe in Lahausen An der Brake die Straßenseitenräume sanieren lassen. Dort sollen Rasengittersteine für Abhilfe sorgen.
29.07.2021, 16:52
Lesedauer: 2 Min
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Sanierung der Straßenseitenräume An der Brake
Von Esther Nöggerath

Weyhe. Im Zuge des Straßeninstandsetzungsprogrammes 2021 saniert die Gemeinde Weyhe nicht nur Fahrbahnen in den kommenden Wochen. Auch rund anderthalb Kilometer Seitenräume sollen entlang der Straße An der Brake in Lahausen überarbeitet werden. Weil dort die Fahrbahn zu schmal ist, müssen Autofahrer bei Gegenverkehr derzeit immer in den Seitenraum ausweichen, was zu Schlaglöchern führt. "Die kommen immer wieder", erklärt Dierk Heitmann von der Gemeindeverwaltung. Dem soll jetzt Abhilfe geschaffen werden durch sogenannte Rasengittersteine, wie sie auch schon an anderer Stelle in der Gemeinde gesetzt worden sind.

Zusätzlich sollen dort auch Versickerungsmulden entstehen. "Das Wasser kann dann direkt vor Ort ins Grundwasser versickern", erklärt Heitmann den Vorteil. Weil dadurch keine Niederschlagswasserkanäle benötigt werden, kommt es auch nicht zu schwallartigen Abflüssen in die Gewässer. Zudem wird dadurch das Grundwasser aufgefüllt, was wiederum gut für Bäume und Pflanzen ist. Auslaufende Flüssigkeiten der Fahrzeuge werden über den Oberboden gefiltert.

Für die Erweiterung der Fahrfläche werden die Straßenseitenräume abschnittsweise um 1,2 oder 0,6 Meter mit Rasengittersteinen befestigt. Dabei wird zur Verkehrsberuhigung die Befestigung wechselseitig vorgenommen und teilweise unterbrochen. Zu beiden Seiten der Rasengittersteine sollen dann die Mulden entstehen, die neben bebauten Grundstücken mit Gras und in unbebauten Abschnitten mit einer Wildblumenmischung bepflanzt werden. Für die Anlieger besteht aber die Wahl, ob die neu zu begrünenden Seitenräume mit einer mehrjährigen Blumensaat bepflanzt werden soll, die weiteren Lebensraum für Insekten bietet und somit dem Bienensterben entgegenwirkt.

Rund sechs bis acht Wochen werden die Arbeiten, die von der Firma Schmidt und Tempelmann aus Stuhr vorgenommen werden, dauern. Sie sollen voraussichtlich Mitte/Ende August starten. "Der genaue Startzeitraum ist noch unklar", erklärt Heitmann. Die Straße wird dafür zeitweise halbseitig gesperrt, die Grundstücke der Anlieger sind aber erreichbar. Die Anlieger wurden bereits über das geplante Vorhaben informiert.

Allerdings ist das Parken im Seitenraum dann eine Zeit lang erst mal nicht mehr möglich, so Heitmann. So müsste sich zunächst auf den Muldenflächen erst eine Grasnarbe bilden. Um die Mulden vor der Befahrung durch den Durchgangsverkehr zu schützen und den Verkehr auf der befestigten Fläche zu halten, werden in regelmäßigen Abständen zudem Poller gesetzt.

Das Vorhaben ist Teil der gemeindlichen Straßeninstandsetzung und daher nicht straßenausbaubeitragspflichtig. Die Kosten in Höhe von etwa 100.000 Euro werden von der Gemeinde getragen.

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