VHS im Kultur- und Bildungszentrum Leeste Hohe Summe für neue Volkshochschule

207 Euro weniger als beantragt – da wollte sich in Leeste keiner beklagen. Immerhin gab es am Freitag noch immer 1 524 000 Euro für den Neubau der Kreisvolkshochschule am Henry-Wetjen-Platz.
05.07.2019, 18:11
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Hohe Summe für neue Volkshochschule
Von Sebastian Kelm

Weyhe-Leeste. Ina Pundsack-Bleith ist nicht nur als Erste Gemeinderätin neue Dauervertreterin für den nicht mehr existenten Bürgermeister in Weyhe, sie ist auch weiterhin Kämmerin. In dieser Eigenschaft gestand sie am Freitag im evangelischen Gemeindehaus am Henry-Wetjen-Platz: „Ich freue mich immer besonders, wenn jemand Geld dabei hat.“ Das hatte – wenn auch nur in Form eines Bescheides und nicht als Banknoten – die Landesbeauftragte Heike Fliess mitgebracht nach Leeste. Und nicht zu knapp: gut 1,52 Millionen Euro gibt es über den Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ für den Neubau der Volkshochschule (VHS) des Landkreises Diepholz im geplanten Kultur- und Bildungszentrum. 207 Euro weniger allerdings als beantragt, wie die Frau vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser verriet: „Die Mittel sind insgesamt überzeichnet.“

Dafür fließen für den Bibliotheksteil nebst Mediencafé im Gebäudekomplex bereits rund drei Millionen Euro an Fördermitteln (wir berichteten). Und Heike Fliess stellte bei ihrem Besuch noch eine weitere Tranche in Höhe von 800 000 Euro für den Leester Ortskern in Aussicht, die bald über das entsprechende Bundesprogramm ausgezahlt werden soll: „Der Bescheid kommt dann aber per Post.“ Ina Pundsack-Bleith sprach angesichts dieses Geldregens Stadtplaner Christian Silberhorn ein Lob aus: „Im Rathaus nennen wir ihn Fördergott.“

Heike Fliess wiederum lobte das architektonische Gesamtkonzept und die angedachte Kombination unterschiedlicher Einrichtung, um Synergien zu schaffen. Landrat Cord Bockhop, der sich über das Fehlen des VHS-Leiters Thomas Hermenau bei der Feierstunde wunderte, betonte die Wichtigkeit dezentraler Standorte für die Erwachsenenbildung. Es sei eben nicht sinnvoll, alles in Syke zu konzentrieren – auch wenn das nur einige Kilometer entfernt ist, so Bockhop. Hier in Zentrum Leestes entstehe nun ein „Gebäude, mit dem man sich identifiziert“, das „attraktiv und aktiv“ belebt werden müsse. Das gehe eben nicht in einem Funktionalbau im Gewerbegebiet. Volker Greulich als Vorsitzender des Kirchenvorstandes freute sich nicht nur auf die künftige Nachbarschaft, sondern auch darüber, dass wieder eine Schule dorthin kommt, wo einst die erste Leester Grundschule stand.

Scheint so, als wäre alles prima. Die Erste Gemeinderätin hatte dann aber doch noch etwas zu beanstanden: Kultur- und Bildungszentrum Leeste oder kurz KBL, das klinge nicht besonders toll. „Da sollten wir einen sympathischeren Namen finden“, meinte Ina Pundsack-Bleith.

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