Illegales Treffen in Weyhe

Verdacht auf Reichsbürger

Nach Angaben des Reporter-Netzwerks Recherche Nord hat es sich bei einem gegen die Corona-Regeln verstoßenden Treffen am Sonnabend in Weyhe um eines von Reichsbürgern gehandelt. Die Polizei bestätigt das nicht.
30.03.2021, 14:28
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Von Maike Plaggenborg

Weyhe. Bei dem Treffen von zwölf Menschen aus elf Haushalten am Sonnabendvormittag in Weyhe (wir berichteten) soll es sich um eine Gruppe von sogenannten Reichsbürgern gehandelt haben, wie unter anderem das Reporter-Netzwerk Recherche Nord berichtet. Das konnte vonseiten der Polizei jedoch nicht bestätigt werden: Nach Überprüfung der Personalien sei die Gruppe den Reichsbürgern „nicht eindeutig zuzuordnen“, dafür aber dem Bereich Esoterik, wie Polizeisprecher Thomas Gissing auf Nachfrage angab. In der Wohnung hätten sich unter anderem auch Heilsteine auf dem Tisch befunden, teilte die Polizei bereits nach dem Vorfall mit.

Laut Recherche Nord soll ein Gelehrter zu der privaten Veranstaltung eingeladen worden sein, der dem rechten Spektrum zugeordnet wird. Die Polizei bestätigte zumindest die Einladung eines Professors durch die Gruppe. Ob dieser auch dort gewesen sei, ist Gissing zufolge jedoch nicht bekannt. Weitere Ermittlungen in der Sache gebe es nicht, so der Polizeisprecher weiter.

Die Polizei hatte das Treffen, das gegen die bestehende Corona-Verordnung verstoßen hatte, am Sonnabend gegen 10.30 Uhr aufgelöst. Die zwölf Menschen aus elf Haushalten, die auch mit Autos angereist waren, hatten diese bewusst verteilt und auch abseits des Treffpunktes abgestellt. „Es muss Hinweise gegeben haben“, sagte Gissing weiter über den Einsatz. Das aber sei die Regel bei Treffen.

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