TSV Weyhe-Lahausen

In der Bezirksliga angekommen

Die ersten Spiele? Ein Kulturschock. Doch dann sind die B-Juniorinnen des TSV Weyhe-Lahausen in der Bezirskliga Weser-Ems durchgestartet und belegen mittlerweile einen guten Mittelfeldplatz.
17.10.2018, 14:47
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Thorin Mentrup
In der Bezirksliga angekommen

Lahausens Josie Wallawitsch (am Ball) traf gegen die TSG 07 Burg Gretesch zum 1:1. Sie und ihre Mitspielerinnen spielen eine starke Bezirksliga-Saison.

Thorin Mentrup

Weyhe-Lahausen. Die ersten Spiele waren so etwas wie ein Kulturschock: Die Fußballerinnen des TSV Weyhe-Lahausen mussten in der Bezirksliga Weser-Ems der B-Juniorinnen erst einmal mächtig einstecken. 0:7 gegen den Ahlhorner SV und 0:8 beim 1. FC Ohmstede. „Das war schon heftig“, gibt Trainer Max Hurdalek zu. Der Gedanke, falsch in dieser Liga zu sein, kam ihm und der gesamten Mannschaft jedoch nicht in den Sinn. Etwas mehr als sechs Wochen später fühlen sich die Lahauserinnen bestätigt. Ihre Bilanz in dieser Zeit kann sich sehen lassen: Mit drei Siegen aus vier Spielen kletterten sie bis auf den fünften Rang.

„Wir sind sehr zufrieden“, zieht Hurdalek ein erstes Zwischenfazit nach den ersten sechs Spielen der noch jungen Saison. „Wir sind angekommen“, freut sich der Coach. Die Lahauserinnen haben einen wahrlich seltenen Weg eingeschlagen, um ihrem Hobby nachzugehen: Sie haben noch in der C-Jugend den Fußballkreis Diepholz verlassen und gingen fortan im Kreis Oldenburg/Ammerland/Wesermarsch auf Torejagd. Dort feierten sie unter anderem die Kreisliga-Meisterschaft und den Kreispokalsieg. Jetzt, eine Altersklasse und auch eine Liga höher, sind sie aber nicht in die Heimat zurückgekehrt, sondern im Bezirk Weser-Ems geblieben. „Da können wir fast immer als Elfermannschaft spielen“, freut sich Hurdalek über die besseren Aussichten im Juniorinnenbereich. Einen weiteren Vorteil bringt der Bezirks-Wechsel ebenfalls mit sich. Die Fahrten halten sich im Rahmen. Die Kontrahenten wie Ahlhorn oder Ohmstede sind verhältnismäßig gut zu erreichen, nur knapp 51 beziehungsweise 57 Kilometer entfernt. „Da müssen wir im Bezirk Hannover mehr Strecke zurücklegen“, sagt Hurdalek mit Blick auf Fahrten in Richtung Hannover und Hildesheim, die doch wesentlich mehr ins Kontor schlagen. Einzig die Tour nach Wunstorf zum TSV Luthe bleibt knapp unter der 100-Kilometer-Marke. „Wir sind auf jeden Fall glücklich, dass wir es so entschieden haben“, stimmen für Hurdalek die Rahmenbedingungen im Bezirk Weser-Ems.

Und auch sportlich läuft es mittlerweile richtig gut bei den Lahauserinnen, die sich Stück für Stück nach vorn gespielt haben in den vergangenen Wochen. Dabei haben sie vor allem in ihren Heimspielen überzeugt und nacheinander die SG FriEdA (3:0), die JSG Elisabethfehn/Harkebrügge (3:2) und zuletzt die TSG 07 Burg Gretesch (2:1) bezwungen. „Das waren alles spannende Spiele“, sagt Hurdalek und freut sich darüber, dass die junge Lahauser Mannschaft Woche für Woche richtig gefordert wird und für jeden Punkt an ihre Grenzen gehen muss. So auch zuletzt beim Sieg über Burg Gretesch. Die Gastgeberinnen fanden recht schwerfällig in die Partie und liefen durch den Treffer von Luna Lodter bereits früh einem Rückstand hinterher. Doch die Lahauserinnen bewiesen Nehmerqualitäten und kämpften sich ins Spiel zurück. Sie stellten mehrmals um, ehe sie die richtige Taktik fanden, näherten sich dann aber mehr und mehr dem Ausgleich an, der Josie Wallawitsch kurz vor der Pause gelang. Nach dem Seitenwechsel drehte dann Nina Hurdalek die Partie und belohnte ihre Mannschaft für die starke Vorstellung. Es war der erneute Beweis für Max Hurdalek: „Wir sind in der Bezirksliga genau richtig.“

Der TSV will sich jetzt erst einmal im Mittelfeld der Tabelle etablieren. „Für einen Platz ganz oben wird es nicht reichen“, sagt Hurdalek mit Blick auf das Ausnahmeteam aus Ahlhorn. Auch Ohmstede, Andervenne/Freren und der TuS Büppel sind sehr stark. „Aber dahinter können wir uns einfinden“, glaubt Hurdalek und weiß, dass sein Team damit alles richtig gemacht hätte.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+