Sportlerehrung in Weyhe

Kirchweyhes WM-Helden sind die Sportler des Jahres

Sportlerin und Sportler des Jahres der Gemeinde Weyhe kommen vom selben Verein und auch noch aus derselben Abteilung: Die Rhönradturner Lorena Hieke und Jakob Kremer von der SV Kirchweyhe erhielten die Trophäen
30.11.2018, 17:40
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup
Kirchweyhes WM-Helden sind die Sportler des Jahres

Jakob Kremer (Sportler des Jahres), Lorena Hieke (Sportlerin des Jahres) und Andrea Bothmer (Trainerin des Jahres).

Thorin Mentrup

Weyhe. Das gibt es auch nicht alle Tage: Bei der Sportlerehrung in Weyhe kommen die Sportlerin und der Sportler des Jahres aus demselben Verein und derselben Abteilung. Die beiden Rhönradturner Lorena Hieke und Jakob Kremer von der SV Kirchweyhe räumten bei der Veranstaltung, zu der der Gemeindesportring Weyhe in den Ratssaal eingeladen hatte, regelrecht ab. Beide waren Weltmeisterschaftsteilnehmer, Kremer brachte sogar im Sprung einen Titel mit nach Hause. „Diese Auszeichnung freut uns“, strahlten beide.

Die Mannschaft des Jahres: das L-Voltigierteam des RV Sudweyhe.

Die Mannschaft des Jahres: das L-Voltigierteam des RV Sudweyhe.

Foto: Thorin Mentrup

Ein Grund für den Erfolg des Duos, das zu einer Riege ausgezeichneter Sportlerinnen und Sportler der Kirchweyher Rhönradabteilung zählt, ist das Teamwork. „Wir werden von allen unterstützt“, erzählt die 17-jährige Hieke. Das Gefühl, bei der Weltmeisterschaft für Team Deutschland starten zu dürfen, sei „ganz besonders“ gewesen. Die Grundlage für ihren Startplatz haben beide im Training gelegt. „Wir haben in Kirchweyhe eine super Gruppe“, fühlt sich der 15-jährige Kremer, seit fünf Jahren Rhönradturner, sehr gut aufgehoben bei der SVK. In dieser Wohlfühloase haben sich beide zu Aushängeschildern ihrer Abteilung, ihres Vereins, aber auch des Deutschen Turnerbundes entwickelt. Die Erfolgsgeschichte der beiden Kirchweyher nötigte den Gästen und den anderen Sportlern im Ratsaal höchsten Respekt ab. Beide ernteten den längsten Applaus.

Ganz überrascht war Andrea Bothmer, als ihr Name bei der Auszeichnung zur Trainerin des Jahres aufgerufen wurde. „Hier gibt es so viele andere gute Trainer. Das hätte ich nie gedacht“, sagte sie. Dabei brauchte sie sich wahrlich nicht zu verstecken. Schließlich hatte Bothmer, die ihrer Sportart schon seit Jahrzehnten treu ist, die Korbballerinnen des TuS Sudweyhe bis zum dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft geführt. Um die Teilnahme beim Jahreshöhepunkt der Korbballerinnen kämpft sie auch dieser Tage in der Bundesliga Nord. „Ich hoffe, wir packen es.“

Als Mannschaft des Jahres wurde das Voltigierteam des RV Sudweyhe ausgezeichnet, das die Norddeutschen Meisterschaften gewonnen hatte. Die Finalteilnahme beim Deutschen Voltigierpokal rundete das so erfolgreiche Jahr des Teams um Nina Nürnberg ab.

All das zeigt schon: Die Sportler der Gemeinde sind nicht nur lokal, sondern auch bundesweit und manchmal sogar international erfolgreich. Turnerinnen, Triathleten, Judoka, Schwimmer oder Tischtenniscracks standen im Mittelpunkt. Weyhe ist eine Sport-Gemeinde. Das machte auch Bürgermeister Andreas Bovenschulte deutlich: Im kommenden Jahr flössen wieder mehrere Millionen Euro in den Sport. „Das ist ein ordentlicher Batzen, der zeigt, dass uns Sport in Weyhe nicht nur lieb, sondern auch teuer ist.“ Darüber freute sich auch Wolfgang Schaumann, Vorsitzender des Gemeindesportrings. Für ihn war es die letzte Sportlerehrung: Er wird sein Amt im April niederlegen.

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