Asia-Institution an B 6 ist zurück „Kleine Erholung“ der fernöstlichen Art

Neuer Name, neue Aufmachung: Aus dem Wok-In an der B 6 in Erichshof ist das Chá geworden. Auch das Konzept ist weiterentwickelt worden.
19.11.2018, 18:33
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„Kleine Erholung“ der fernöstlichen Art
Von Sebastian Kelm

Weyhe-Erichshof. Tausende Menschen kommen tagein tagaus mit dem Auto dran vorbei. Tausende Menschen fragten sich seit Juni, was es mit der Schließung, der Renovierung auf sich hat. Tausende wundern sich jetzt, wie es nach der Wiedereröffnung drinnen wohl ausschaut. Hunderte haben sich bereits selbst ein Bild gemacht in den vergangenen zwei Wochen. „Ja, es läuft gut“, sagt Xia Xiaping, der Geschäftsführer des Chá direkt an der B 6 in Erichshof, einer der meist befahrenen Pendlerstrecken in Bremen und umzu, mit einem zufriedenen Lächeln über den Neustart.

Er arbeitete vorher schon von Beginn an im Vorgänger-Restaurant Wok-In, seit dieses vor etwa zwölf Jahren den Betrieb aufnahm, bislang aber für seine Schwägerin. „Sie wollte sich mehr um die Familie kümmern, aber sie ist ab und zu noch hier“, erklärt er den Wechsel innerhalb der Familie. Apropos: Das gleichnamige Chá an der Martinistraße in Bremen gehört auch Verwandten, eine direkte Verbindung soll aber nicht bestehen. Einen familiären Hintergrund hat auch der Name. Der Geschäftsführer erklärt: „Chá kommt von Xia, so heißen wir alle. Aber das ist für Europäer zu schwer auszusprechen.“ Und was bedeutet das? Passenderweise sinngemäß „kleine Erholung“, wie er erklärt.

Aber nicht nur die Aufschrift draußen und auf den Speisekarten hat sich geändert. Drinnen ist kaum noch etwas, wie es einmal war: Die traditionell asiatisch anmutende Einrichtung musste einem schlichteren, eleganteren Ambiente weichen. Alles ist heller, offener, aber auch reduzierter, kühler. Drei große Räume gibt es: einen mit dem Büfett, einen mit der Bar und einen abgeschiedeneren Bereich, dazu ein Spielzimmer für die Kleinen – und Sitzplätze für insgesamt fast 150 Personen. „Ein paar Mal am Wochenende war alles voll, wirklich jeder Tisch“, gibt der 43-Jährige abermals freudig zu Protokoll.

Dann wendet er sich an die Stammkunden: „Wir möchten uns bedanken, dass sie uns treu geblieben sind.“ Aber natürlich sollen auch neue Gäste angelockt werden. Die können aus etlichen Gerichten aus der Speisekarte wählen, die meisten entscheiden sich ihm zufolge aber für das Büfett – abends auch mit Live-Cooking. Das Konzept: Auf dem Teller kann sich jeder aus mehreren frischen Zutaten – inklusive Känguru-Fleisch – etwas zusammenstellen, und es wird frisch für ihn zubereitet. Und dann wird das fertige Individual-Gericht auch – das eine Neuerung gegenüber vorher im Wok-In – an den Tisch gebracht.

„Die Speisen sollen auch mehr variieren als früher“, kündigt Xia Xiaping an. „Und die Auswahl ist größer.“ So gibt es auch jene kleinen chinesischen Teigtaschen, oft Dumplings genannt, oder aber typische Sesambällchen, gefüllt mit roter Bohnenpaste. Und Sushi, laut dem Chef stets frisch selbst zubereitet, findet sich in der Büfett-Auslage.

Für Anlaufschwierigkeiten wolle er sich stellvertretend für sein siebenköpfiges Team entschuldigen, so der Mann aus der Nähe von Shanghai. Die ganze Familie wohnt übrigens in Weyhe. „Die Kinder sind hier zur Schule gegangen“, erzählt er. Sie gehören also längst fest nach Erichshof, wie auch das Restaurant hier inzwischen eine echte Institution ist – nur jetzt eben mit leichten Veränderungen.


Das Chá an der Bremer Straße 34 in Weyhe-Erichshof hat täglich von 12 bis 15 und dann wieder von 18 bis etwa 22.30 Uhr geöffnet. Kontakt: 04 21 / 8 09 18 66.

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