Lions-Club Bremer Süden Auf der Suche nach neuen Wegen

Aufgrund der Corona-Pandemie verzeichnet der Lions-Club Bremer Süden seit zwei Jahren weniger Einnahmen. Mit neuen Wegen sollen aber doch Spenden für Projekte in der Region und weltweit generiert werden.
15.12.2021, 16:38
Lesedauer: 3 Min
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Von Niklas Golitschek

Weyhe/Landkreis Diepholz. Soziale Nähe trotz Mindestabstand und Kontaktbeschränkungen: Der Lions-Club Bremer Süden hat in den beiden Pandemiejahren zahlreiche Projekte im Landkreis Diepholz unterstützt. Durch Veranstaltungsabsagen und die fehlende Planungssicherheit sei die finanzielle Lage bei den Lions jedoch inzwischen angespannt, sagt Sprecher Jürgen Lemmermann. Umso glücklicher ist er nun über eine beträchtliche Spende des Edeka-Markts Husmann in Kirchweyhe.

Denn ob der Stand auf dem Weinfest, die Tombola auf dem Frühlingsmarkt oder Auftritte mit dem Imbissstand zu verschiedenen Anlässen auf dem Kirchweyher Marktplatz – wichtige Einnahmequellen wie diese blieben dem Lions-Club Bremer Süden seit Pandemiebeginn verwehrt. „Das ist das Problem: Seit fast zwei Jahren hat nichts mehr stattgefunden“, sagt Lemmermann. Das sei eben der Situation um die Coronavirus-Pandemie geschuldet.

Allein der soliden Haushaltsführung in den vergangenen Jahren sei es zu verdanken, dass der Club trotzdem noch aktiv war. In seiner Rückschau nennt Lemmermann etwa die Übernahme der Hotelkosten für eine Familie, deren Säugling in kritischem Zustand war und medizinisch behandelt werden musste. An dem neuen Transporter der Syker Tafel beteiligte sich der Lions-Club Bremer Süden ebenfalls, ebenso wie an einem Spendentransport in die Weyher Partnerstadt Madona in Lettland. Als sich eine Handwerkergruppe nach dem Hochwasser im Ahrtal auf den Weg machte, um dort zu helfen, konnte sie ebenfalls auf die Unterstützung des Clubs zählen.

Gemeinsam mit dem befreundeten Lions-Club aus Goor (Niederlande) zahlten die Lions Medikamente für an Aids erkrankte Kinder in einem Kinderheim in Nairobi (Kenia), sie verteilten mit der Bremer Bahnhofsmission 200 Weihnachtspakete an obdachlose und hilfsbedürftige Menschen. Von der Weihnachts-Kinder-Hilfsaktion „Familien in Not“ in Weyhe und Umgebung profitierten in diesem Jahr 200 Kinder; der Lions-Club steuerte einen fünfstelligen Betrag bei.

Die Bilanz kann sich also sehen lassen. Lemmermann weiß allerdings auch: „Wir müssen Lösungen für die Zukunft finden, sonst wird es eng.“ Denn bislang setzten die Lions darauf, durch Aktionen und Veranstaltungen Einnahmen zu generieren. „Das ist alles ehrenamtlich, was wir machen: Die Vorbereitung und die Durchführung“, betont Lemmermann. Das eingenommene Geld setze die Gruppe dann ein, um soziale Zwecke zu fördern.

Wie es weitergeht, könne er zurzeit allerdings nicht sagen. „Wir würden auf jeden Fall wieder Veranstaltungen machen und am Bisherigen anknüpfen“, stellt der Lions-Club-Sprecher klar. Doch aktuell seien den Mitgliedern die Hände gebunden. Angesichts des Infektionsgeschehens lasse sich nichts so einfach aus dem Boden stampfen, die Veranstaltungen bräuchten organisatorischen Vorlauf: „Wir stehen vor einer großen Wand und müssen einfach abwarten.“ Sitzungen des Clubs fänden nach wie vor statt und dort suchen die Mitglieder auch nach Alternativen.

Einen neuen Weg hat der Lions-Club Bremer Süden bereits im Frühjahr 2021 gefunden und nun eine erste Bilanz gemeldet. Seit neun Monaten bietet der Edeka-Markt Husmann in Kirchweyhe eine Pfandgeldspende für den Lions-Club Bremer Süden an. So sind nun 1495 Euro zusammengekommen, die Marktleiterin Manuela Kayser auf 1700 Euro aufrundete. „Neben einem herzlichen Dank an die Geschäfts- und Marktleitung von Edeka Husmann und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die tatkräftige Unterstützung vor Ort bei dieser Aktion geht natürlich auch ein großes Dankeschön an alle Kunden für ihre überaus große Spendenbereitschaft. Ohne sie wäre das tolle Ergebnis gar nicht möglich gewesen“, zeigt sich Lions-Club-Präsident Andreas Schreckenberg begeistert. Das Geld helfe, das Engagement für bedürftige Menschen in der Nachbarschaft in turbulenten Zeiten fortzusetzen.

Mit dem Lions-Club habe sie einen gleichgesinnten Partner gefunden, sagt Edeka-Marktleiterin Kayser: „Neben anderen sozialen Projekten möchte sich Edeka Husmann auch in der Gemeinde Weyhe sozial engagieren.“ Die Pfandgeldspende zeige, dass auch mit kleinen Beträgen etwas bewegt werden könne. 1300 Edeka-Kunden hätten sich an der Aktion beteiligt.

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