Antrag der Weyher SPD

Melde-App soll auf Probleme hinweisen

Die Straßenbeleuchtung bleibt dunkel, die Straße ist kaum noch befahrbar? Viele Leute diskutieren solche Missstände in Internetforen, statt die Gemeinde darüber zu informieren. Das will die Weyher SPD ändern.
03.05.2019, 18:41
Lesedauer: 1 Min
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Melde-App soll auf Probleme hinweisen
Von Sebastian Kelm
Melde-App soll auf Probleme hinweisen

Auch Schlaglöcher sollen bequem per App gemeldet werden können.

DPA

Weyhe. Bei kaputten Straßenlaternen zum Beispiel oder schlechten Radwegen: Die Verwaltung soll die Einführung einer interaktiven Anregungs- und Ereignismanagement-App prüfen. Das jedenfalls beantragt jetzt die Weyher SPD. Eine solche Melde-Anwendung für das Smartphone gibt es laut Fraktionsvorsitzendem Frank Seidel bereits in anderen Kommunen, etwa in Vechta. Er schlägt eine dreimonatige Testphase mit einem Anbieter vor, um dann die Erfahrungen damit im Fachausschuss auszuwerten.

Zum Hintergrund dieses Vorstoßes heißt es, die Jusos in Weyhe beschäftigten sich auch mit dem Thema der Digitalisierung und der digitalen Gemeindeverwaltung. Die App erscheint den Sozialdemokraten als geeignetes Mittel. Seidel: „Denn egal, was in der Gemeinde verbesserungsfähig ist, melden sich die Bürgerinnen und Bürger erfahrungsgemäß in erster Linie nicht über die Homepage oder per Telefon, sondern füllen insbesondere Facebookgruppen mit entsprechenden Beiträgen und beklagen dort einen gesichteten Mangel oder Verbesserungsmöglichkeiten, die in der Regel den Hauptadressaten – die Gemeinde – gar nicht erreichen.“ Dieses bisherige Nutzungsverhalten müsse berücksichtigt werden, wenn ein Meldesystem Erfolg haben soll. Über die Möglichkeit einer App könnten Probleme ohne großen Aufwand gemeldet werden. Er weiter: „Durch das Hinzufügen von Fotos und konkreten Ortsangaben mittels GPS sind die eingehenden Meldungen für die Verwaltung noch besser zu bearbeiten. Die Gemeinde kann mit der Anregungs- und Ereignismanagement-App zudem noch mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz schnell, einfach und kostengünstig umsetzen.“ Zur Anwendung erklärt Seidel, über ein Eingabefenster könne am Handy „ohne aufwendige Registrierung“ ein Anliegen aus einer Liste ausgewählt werden. Diese Meldung wäre durch Setzen einer Stecknadel auf einer Karte und dem Hinzufügen eines Fotos zu konkretisieren. Nach dem Absenden soll eine automatisierte Benachrichtigung per E-Mail über den Eingang bei der Verwaltung erfolgen. Die Hinweisgeber erhalten eine Rückmeldung über den Bearbeitungsstand.

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