Leiterin Kriminal- und Ermittlungsdienst Mit Erfahrung gegen Straftaten

Lange arbeitet Helga Stilke noch nicht in Weyhe, doch die Leiterin des Polizeikommissariats Weyhe hat sie bereits überzeugt. Seit Anfang April ist sie als Leiterin des Kriminal- und Ermittlungsdienstes tätig.
11.04.2019, 17:37
Lesedauer: 3 Min
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Von Stephen Kraut

Weyhe. Die ersten Tage hat Helga Stilke an ihrem neuen Einsatzort schon absolviert. „Sie hat bereits mit ihrem Blick von außen einige Abläufe hinterfragt“, freut sich Franziska Mehlan, Leiterin des Polizeikommissariats Weyhe, über das Engagement der neuen Leiterin des Kriminal- und Ermittlungsdienstes vor Ort. Zu Anfang April hat sie Lothar Sengelmann, der diesen Posten zuvor bekleidet hat, beruflich beerbt. Aber nicht nur aufgrund dieses „Blicks von außen“ hält Mehlan viel von Stilke, die gleichzeitig ihre neue Stellvertreterin wurde. Denn die 57-Jährige bringt eine Menge Erfahrung mit.

Bereits seit 1981 ist Stilke bei der Polizei, arbeitete an verschiedenen Einsatzorten und in unterschiedlichen Positionen, auch leitete sie die Polizeidienststelle in Ganderkesee zweieinhalb Jahre lang. Die vergangenen fünfeinhalb Jahre war die Erste Kriminalhauptkommissarin in Achim aktiv – ebenfalls als Leiterin des Kriminal- und Ermittlungsdienstes (KED). „Ich kenne die Tätigkeit deshalb und weiß um die tolle Vielfalt, die diese Aufgabe mit sich bringt“, betont Stilke. Auch sei sie deshalb sicher, dass ihr die damit einhergehenden Herausforderungen liegen. „Jetzt hoffe ich, dass mir die Bürger ebenfalls liegen, dann stehen weitere schöne Jahre bevor“, ergänzt sie. Gleichzeitig ist sich die 57-Jährige allerdings sicher, dass sie auch mit den Einwohnern der Gemeinden Stuhr und Weyhe, die nun in ihrem Aufgabenbereich liegen, zurechtkommen wird. „Man spricht bei Achim – und auch bei Weyhe, je nach Blickwinkel – immer von der 'anderen Weserseite', aber ich glaube, so unterschiedlich sind die Menschen gar nicht“, sagt Stilke. Auch die Nähe zu Bremen, die aus ihrer Sicht eine besondere Herausforderung bei der Arbeit darstellt, ändere sich nicht.

Ihre letzten Berufsjahre wollte die Ganderkeseerin gerne heimatnäher verbringen; als sie mitbekam, dass Sengelmanns Pension bevorsteht, brachte sie sich ins Spiel. „Ich bin auf dem Weg zur Arbeit immer hier vorbeigefahren“, erklärt sie zur Polizeidienststelle in Weyhe und betont: „Das Kommissariat und auch der Kriminal- und Ermittlungsdienst haben einen guten Ruf.“ Auch deshalb werde sie in Weyhe nicht alles gleich „umschmeißen“, versichert die neue Leiterin dieses Dienstes. „Ich möchte mir alles in Ruhe anschauen und dann vielleicht ein paar Kleinigkeiten anpassen“, kann sie sich vorstellen. Wichtig ist ihr dabei die Ausrichtung der Polizei als „Freund und Helfer“. „Ich habe schon den Anspruch, für die Bürger, aber auch für die Kollegen, ein verlässlicher Ansprechpartner zu sein“, sagt sie.

Für Sengelmanns Nachfolge habe man sich „sehr frühzeitig“ in Diskussionen begeben, berichtet Mehlan. „Es ist eher ungewöhnlich, jemanden von einer anderen Dienststelle zu holen“, erklärt sie dabei. Aber der hohe Anspruch an die Qualität des Kriminal- und Ermittlungsdienstleiters sowie Stilkes Wunsch des kürzeren Dienstwegs hätten den Ausschlag gegeben. „Außerdem hat sie schon in Achim die stellvertretende Kommissariatsleitung übernommen“, so Mehlan, der die Erfahrung auf diesem Posten ebenfalls sehr wichtig ist. Und auch, wenn Stilke erst seit Kurzem in Weyhe tätig ist, lobt die Kommissariatsleiterin doch deren Einsatz. „Sie wertet jeden Tag die eingegangenen Anzeigen aus und schaut, wo es Handlungsbedarf gibt“, berichtet Mehlan. So hätten zuletzt die Fahrraddiebstähle zugenommen, „Helga Stilke hat sich mit dem Einsatz- und Streifendienst besprochen und beispielsweise darauf hingewiesen, am Bahnhof verstärkt Präsenz zu zeigen“, nennt sie einen Fall. Zu ihrem Führungsstil sagt sie: „In Achim haben mir die Kollegen nach einer Weile gesagt, dass ich mehr Wert auf Kommunikation gelegt habe, als mein Vorgänger.“ Diese Absprachen seien ihr auch jetzt wichtig.

Stilke ist in ihrer Familie übrigens nicht die einzige Polizistin. Ihr Mann Jörn Stilke ist Leiter der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch, einer ihrer beiden Söhne folgte den beruflichen Spuren der Eltern. So verwundert Helga Stilkes Einschätzung bezüglich ihrer Arbeit auch nicht: „Ich würde immer wieder zur Polizei gehen“, betont sie. Und weiter: „Es gibt kaum einen Beruf, der so viele Facetten bietet.“ Eine neue erwartet sie nun in Weyhe.

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