Hollandmarkt in Leeste Buntes Treiben nach Corona-Pause

Der Hollandmarkt im Weyher Ortsteil Leeste findet nach pandemiebedingter Unterbrechung in diesem Jahr wieder statt. Der verkaufsoffene Sonntag beginnt am 28. August um 11 Uhr auf der Leester Straße.
11.08.2022, 16:09
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Buntes Treiben nach Corona-Pause
Von Wolfgang Sembritzki

Weyhe-Leeste. Zwei Jahre konnte der Hollandmarkt in Leeste aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Am Sonntag, 28. August, ist es jedoch wieder soweit: "Wir sind happy darüber, dass wir es wieder machen können", zeigt sich Carsten Hauch, Erster Vorsitzender der Leester Werbegemeinschaft, in Vorfreude. Das bunte Treiben auf der Leester Straße beginnt für die Schausteller um 11 Uhr, die Geschäfte öffnen um 13 Uhr.

Stand an Stand reiht sich dann über rund 600 Meter von der Einmündung zur Ladestraße bis zur Alten Poststraße. Über 50 Schausteller haben sich für den letzten Augustsonntag dieses Jahres bereits angekündigt, über 30 davon kommen direkt aus den Niederlanden, erklärt Michael Quittek, Zweiter Vorsitzender: "Das Interessante ist, dass die Holländer mit uns zusammenarbeiten." Beim Herbstmarkt wären sonst nur die eigenen Schausteller vor Ort gewesen.

Die Idee, in Leeste einen Hollandmarkt zu veranstalten, kam vor ungefähr fünf Jahren auf, erinnert sich Carsten Hauch. Seinerzeit habe er mit der damaligen Weyher Stadtmarketing-Beauftragten gesprochen. Ziel sollte es sein, dem Herbstmarkt, den es heute laut Hauch seit schätzungsweise 20 bis 25 Jahren gibt, wieder "Schwung" zu verleihen: "Wir wollten neue Attraktivität reinbringen." Spontan sei die Idee des Hollandmarktes gekommen: "Das war eine Hauruckaktion", blickt der Erste Vorsitzende zurück. "Einen Tag später wäre es zu spät gewesen" und die Aktion hätte wegen versäumter Fristen nicht stattfinden können. Die komplette Organisation des Marktes hatte dann auch innerhalb weniger Tage stehen müssen. 

Nun findet der Markt zum insgesamt vierten Mal statt, in den Jahren 2020 und 2021 funkte die Pandemie dazwischen. Hochburg für Hollandmärkte sei in der Regel Nordrhein-Westfalen, Weyhe sei daher für die Händler aus dem Nachbarland mit der weitesten Anreise verbunden. Klar war für Carsten Hauch allerdings: "Wenn wir das machen, dann auch mit unseren Schaustellern. Wir wollen sie nicht vor den Kopf stoßen." 

Das Programm und Angebot könnte am 28. August kaum vielfältiger sein: Unter anderem Käse, Wurst, Fisch, Obst und Poffertjes zählt Michael Quittek zur kulinarischen Verpflegung auf. Er selbst werde mit seiner rollenden Becksdose vor Ort sein und einen Biergarten an der Freiherr-vom-Stein-Straße aufbauen. Doch nicht nur für die Verpflegung ist gesorgt: Auch ein Programm für Kinder gibt es, etwa mit einem Trampolin oder einem Stand zum Pfeilwurf. Und natürlich lassen sich auch klassische holländische Holzschuhe erwerben, kündigt Quittek an.

Die Läden an der Hauptstraße werden zum Hollandmarkt auch ihre Türen öffnen, die Veranstaltung ist als verkaufsoffener Sonntag angelegt. Die Supermärkte bleiben allerdings geschlossen. Auch fliegende Händler werden durch die Straße ziehen und ihre Waren anbieten, erklärt Quittek. Wer Anfang Mai dieses Jahres in Bassum war, dürfte wohl einige Gesichter wieder erkennen: Es haben sich die selben holländischen Budenbetreiber angekündigt, die auch im Frühling in der Lindenstadt ausgestellt haben.

Dass der Termin in Leeste auf Ende August fällt, liegt laut Quittek einerseits daran, dass die niederländischen Aussteller ferienbedingt nur dann Zeit haben. Andererseits bestehe die Gefahr, dass bei einem späteren Termin, um dem Namen "Herbstmarkt" gerecht zu werden, wieder neue coronabedingte Einschränkungen gelten könnten. Daher soll die Zeit genutzt werden, zu der die Atmosphäre noch ohne Maske und Zugangsbeschränkungen genossen werden kann. Musikalische Beschallung werde es allerdings nicht geben, die angefragte Band habe abgesagt, bedauert Quittek. Ende des Hollandmarktes ist um 18 Uhr, wer mit dem Auto kommt, kann auf den Supermarktparkplätzen an der Ladestraße und der Leester Straße parken.

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