Erschließung "Südlich Henry-Wetjen-Platz"

Neue Rosen-Pergola und Rastmöglichkeit in Leeste

Rasten unter Rosen statt grauer Einöde aus Beton: Die erste Erschließung des Gebietes Südlich Henry-Wetjen-Platz in Leeste ist abgeschlossen. Erfolgt ist dies mit einem hohen Grünanteil und einer Pergola.
23.09.2021, 16:40
Lesedauer: 2 Min
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Neue Rosen-Pergola und Rastmöglichkeit in Leeste
Von Alexandra Penth

Weyhe-Leeste. Die erste Erschließung des Gebietes im südlichen Umfeld des Henry-Wetjen-Platzes in Leeste ist abgeschlossen. Zuletzt hatte dafür nur noch die Pergola am Verbindungsweg von der neuen Hildegard-von-Bingen-Straße gefehlt, der später einmal vorbei an der Kulturscheune durch den Leester Ortskern bis zum Bahnhof Leeste führen soll. Die aus Lärchenholz gefertigte Pergola mit Betonfundament und Metallpfeilern sollte eigentlich bereits im Mai fertig sein. "Das Holz konnte jedoch leider nicht geliefert werden", erklärt der für den Leester Ortskern zuständige Stadtplaner Christian Silberhorn.

So ist die Pergola nun in der vergangenen Woche aufgebaut und bepflanzt worden. Und die Sitzgelegenheiten unter der dreiteiligen Konstruktion, deren Mitte einen Durchgang zum neuen Parkplatz hinter dem Augenzentrum bildet, seien kurz darauf bereits von Spaziergängern angenommen worden, so Silberhorn. Die Erschließungsanlage mit ihrem Grünanteil von etwa 37 Prozent bezeichnet er als "außerordentlich gelungen". 

Denn Randbereiche um den Betonpflaster-Weg sind begrünt, genau wie Versickerungsbereiche. Und auch der Parkplatz mit 50 Stellplätzen hinter dem Augenzentrum, der in erster Linie für die Nutzer der Kulturscheune gedacht ist, hat viele grüne Inseln mit Blühpflanzen und Bäumen bekommen. So soll dort in Zukunft eine Art "grünes Dach" entstehen. "Parkplätze müssen keine Betonwüste sein", sagt Silberhorn. Das beweise die von seinem im vergangenen Jahr verstorbenen Kollegen Thomas Krause geplante Anlage hervorragend. "Ich glaube, er wäre sehr zufrieden, wenn er das jetzt sehen würde", sagt Silberhorn. 

Eibenhecken erstrecken sich über 110 Meter Richtung Henry-Wetjen-Platz. Ansonsten säumen 25 Amberbäume den Verbindungsweg, deren Blätter unterschiedliche Farben tragen. "Das wird ein langanhaltendes Farbspektakel im Herbst", sagt Silberhorn. Zwölf Winterlinden stehen zwischen den Parkplätzen, 33 Purpurerlen in den Versickerungsmulden. Zudem hat ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb aus Bruchhausen-Vilsen 4500 Staudenpflanzen gepflanzt. 1000 Blumenzwiebeln kommen dann noch einmal im Herbst in den Boden. Stetig sollen neue Pflanzen je nach Jahreszeit in Blüte stehen. Die Pflege des Areals übernimmt der Baubetriebshof der Gemeinde. "Ich hoffe, das hier ist beispielhaft auch für andere große Bauvorhaben in der Gemeinde", sagt Silberhorn. Rein funktionelle Flächen zur Versickerung könnten so ökologisch aufgewertet werden. Die Beton-Pflastersteine des Verbindungsweges mit gebrochenen Kanten finden sich bereits vor dem Augenzentrum wieder und sollen sich später auch an weiteren Stellen auf dem Henry-Wetjen-Platz fortsetzen. "Sodass man keinen Mix hat und es am Ende aussieht, wie aus einem Guss", beschreibt es Silberhorn. 

Die zu einer Seite offene Pergola ist auf knapp 50 Quadratmetern entstanden. "Wir wollten eine Möglichkeit zur Rast schaffen", erklärt der Stadtplaner. Rosen der Sorten "New Dawn" und "Sympathie" sind an verschiedene Stellen gesetzt worden, sodass sie bald auf die Konstruktion klettern und dort für ein bewachsenes Dach sorgen werden. Bewundert werden kann die Blütenpracht von den vier Sitzbänken mit Blick Richtung Verbindungsweg aus. 

Gekostet hat die Pergola etwa 25.000 Euro, laut Silberhorn stand der Gemeinde Geld aus der Städtebauförderung von Bund und Land zur Verfügung. "Dafür ist die Ortskernsanierung angetreten: um den Ort lebenswerter zu machen", lautet das Zwischenfazit des Stadtplaners, der betont, dass es ein gemeinschaftliches Projekt vieler Menschen ist. Er freue sich jedenfalls schon darauf, wenn im nächsten Jahr alles richtig erblüht – inklusive der Kletterrosen an der Pergola. "Das wird ein schönes Bild", ist Silberhorn sich sicher.

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