Neue Standesbeamtin in Weyhe

Die Neue unter den Ja-Sagern

Dass in Weyhe mehr geheiratet wird, zeigte sich bereits zu Jahresanfang. Ein neuer Trend sind Trauungen an Sonnabenden. Zur Entlastung der übrigen Standesbeamten ist nun Michelle Redler neu dabei.
02.06.2020, 15:02
Lesedauer: 2 Min
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Von Maike Plaggenborg
Die Neue unter den Ja-Sagern

Verstärkung im Team der Standesbeamten: Michelle Redler ist seit Ende April dabei, ihre erste Trauung steht aber noch bevor.

Maike Plaggenborg

Weyhe. Michelle Redler ist die Neue unter den Ja-Sagern. Seit Ende April verstärkt sie das Team der Standesbeamten in der Gemeinde Weyhe – vorrangig sonnabends. Die erste Zeremonie steht der passionierten Feuerwehrfrau allerdings noch bevor. Außerdem gibt es Neuigkeiten in Sachen Trauzimmer.

Und die wird vermutlich noch etwas auf sich warten lassen. „In der derzeitigen Situation zu heiraten, ist nicht so schön“, sagt der Standesbeamte Detlef Plate. Sechs Gäste dürfen zurzeit wegen der coronabedingten Einschränkungen ins Trauzimmer im Rathaus, 15 ins Martha-Schubert-Haus. In der Wassermühle müssen noch Plätze ausgemessen werden. Demnächst soll noch der Sudweyher Bahnhof als weitere Heiratsstätte dazukommen, aber er muss, so Plate, noch gewidmet werden, heißt: „Er wird seitens der Gemeinde offiziell als Standesamt deklariert.“ Voraussichtlich solle das dieses Jahr noch geschehen.

Die Nachfrage scheint da zu sein. In einer Bilanz zu Jahresanfang zeigte sich, dass auch in Weyhe der Bundestrend zu mehr Eheschließungen in der Wesergemeinde durchschlägt. Plate zufolge zeigt sich das für dieses Jahr zumindest für Hochzeiten an Sonnabenden. „Die Samstagstrauungen haben zugenommen“, sagt er. Deshalb kommt nun mit Michelle Redler Verstärkung ins Team der fünf aktiven Standesbeamten. Die 25-Jährige ist seit April 2019 im Fachbereich 3 (Ordnung und Soziales) für Asylbewerber- und Grundsicherungsfragen zuständig und das wird auch künftig ihr Hauptbereich bleiben, so Plate. Davor hat Redler, die in Eydelstedt aufwuchs, vier Jahre im Diepholzer Jobcenter gearbeitet. Ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten hat sie in der Liegenschaftsverwaltung in der Samtgemeinde Eydelstedt gemacht, wo sie für Grundstücke und Gebäude zuständig war.

Seit drei Jahren lebt sie nun in Weyhe, wo sie bereits einige Freunde hatte und ist seitdem auch in der Leester Feuerwehr, zu der sie ebenfalls bereits Kontakte hatte. Sie hat Erfahrungen als Betreuerin der Jugendfeuerwehr, in die sie selbst mit zehn Jahren eintrat und das Ehrenamt seitdem beibehalten hat. „Ich bin mit gar nichts anderem groß geworden“, sagt sie. Die Eltern wie auch die Schwester sind ebenfalls Teil der Feuerwehr. Redler investiert ihre komplette Freizeit in die Feuerwehr, wie sie sagt. Aktuell ist sie im Angriffstrupp und hat zuletzt einen Lehrgang zur Truppführerin gemacht. In der Weyher Wehr ist sie bereits fest etabliert: „Es ist wie eine große Familie.“ Wann ihre erste Trauung ansteht, ist noch ungewiss. Derzeit ist sie noch in der Vorbereitung, will sich verschiedene Traureden durchlesen und bei Trauungen dabei sein. Ob sie, wie Plate, auch Zeremonien auf Plattdeutsch anbietet, steht noch aus. Die niederdeutsche Sprache habe sie zuletzt in der Grundschule als Unterrichtsfach gehabt. So oder so: Ihre Haltung zur neuen Aufgabe ist klar: „Ich freue mich schon darauf.“

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