Mehr Platz für Radfahrer in Weyhe

Ein Streifen für mehr Sicherheit

Im Zuge der Sanierung der Straße Im Mühlengrunde zwischen Kirchweyhe und Sudweyhe durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat die Gemeinde Weyhe Platz für den Radverkehr geschaffen.
05.11.2020, 17:53
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Ein Streifen für mehr Sicherheit
Von Desiree Bertram
Ein Streifen für mehr Sicherheit

Ein Sicherheitsschutzstreifen soll eine verbesserte Verbindung für den Radverkehr ermöglichen.

Michael Galian

Weyhe. Nicht nur für Autofahrer, auch für Radfahrer und Fußgänger ist die Straße Im Mühlengrunde eine wichtige Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen Kirchweyhe und Sudweyhe. Seit Mai lässt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLSTBV) die Fahrbahn und Nebenanlagen der Landesstraße 334 sanieren. Die Arbeiten sind mittlerweile so gut wie abgeschlossen. Diese Zeit habe die Gemeinde Weyhe genutzt, um parallel die Situation für die Radfahrer, die dort unterwegs sind, zu optimieren, teilt Gemeindesprecher Sebastian Kelm mit.

„Die Planung dafür hat 2017 begonnen“, fügt Dierk Heitmann vom Fachbereich Bau und Liegenschaften hinzu. Der beidseitige Radverkehr ist ab sofort nutzbar und die Sperrung der Fahrbahn für Autos werde voraussichtlich Ende der kommenden Woche aufgehoben, so Heitmann weiter. „Wir freuen uns sehr, wenn die Strecke wieder offen ist – für Autos und auch Fahrradfahrer und Fußgänger. Jeder Tag, an dem die Sperrung vorbei ist, ist ein guter Tag“, betont Weyhes Bürgermeister Frank Seidel (SPD). Auch die Läden im Umkreis des Sanierungsbereichs sind von den baubedingten Straßensperrungen betroffen. Wenn diese aufgehoben und die Straßen wieder frei sind, sei auch die Freude bei den anliegenden Gewerbetreibenden groß.

Im Mühlengrunde hat es bisher nur einen Bereich für Fahrradfahrer gegeben: Den Radweg auf der Südseite, der in beide Richtungen nur für Fahrräder vorgesehen war. Auf der gegenüberliegenden Seite befand sich ein reiner Gehweg, der laut Margret Peters vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) häufiger auch von Radfahrern mitbenutzt worden sei. Nun wurde der Fußweg auf der Nordseite um einen zusätzlichen Sicherheitsschutzstreifen für Fahrradfahrer erweitert – auf einer Länge von rund 540 Metern.

Der Streifen soll dort insbesondere wegen der Enge und des Verkehrsaufkommens für mehr Sicherheit sorgen, erklärt Heitmann und zeigt auf den Anfang der gestrichelten Fahrbahnmarkierung: „Die Radfahrer werden hier sicher auf die Fahrbahn geleitet. Jeder kann so auf der richtigen Seite fahren.“ Wer unsicher ist, kann den Radweg auf der Südseite aber weiterhin nutzen und ihn wie gewohnt beidseitig befahren. Der nun neu geschaffene Bereich auf der Fahrbahn ist damit als Radweg in Fahrtrichtung ein Zusatzangebot.

Von der ursprünglich sechseinhalb Meter breiten Fahrbahn der Straße Im Mühlengrunde sind nun eineinhalb Meter für Radfahrer „reserviert“. Dabei handelt es sich um die Regelbreite für Sicherheitsschutzreifen, die Mindestbreite liegt bei 1,25 Metern. Fahrzeuge mit Standardmaßen können normal aneinander vorbeifahren. Bei größeren Fahrzeugen wie etwa Lastwagen müsse eventuell auf den Seitenstreifen ausgewichen werden, erklärt Heitmann. Durch Markierungen und Piktogramme auf dem Asphalt der Straße ist die Änderung für alle Verkehrsteilnehmer deutlich sichtbar markiert. Holger Opitz vom ADFC weist darauf hin, dass das Überfahren des Schutzstreifens ausschließlich in Ausnahmefällen gestattet sei und auf dem Streifen nicht gehalten werden darf. Zudem muss beim Überholen zwischen dem Auto und dem Radfahrer ein Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden.

Auch der Gehweg auf der Nordseite ist in diesem Zuge auf einer Länge von rund 360 Metern erneuert worden, da dieser vorher uneben war. Alles in allem liegen die Kosten bei rund 120 000 Euro, die von der Gemeinde Weyhe getragen werden, berichtet Kelm. Des Weiteren ist der reine Radweg auf der Südseite der Straße Im Mühlengrunde saniert worden. Für die dabei entstandenen Kosten komme das Land Niedersachsen auf.

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