Landesliga Bremen

Offensivspektakel am Bollmannsdamm

Der TSV Melchiorshausen gewinnt vor heimischer Kulisse mit 9:3 gegen den TSV Hasenbüren.
12.09.2021, 18:15
Lesedauer: 2 Min
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Offensivspektakel am Bollmannsdamm
Von Nastassja Nadolska

Die Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen: Bei angenehmen Fußballwetter sahen sie ein torreiches Spiel in der Fußball-Landesliga Bremen zwischen dem gastgebenden TSV Melchiorshausen und dem TSV Hasenbüren. Mit einem überaus deutlichen 9:3 (6:1)-Erfolg schickte das Team von Trainer Lars Behrens die Gäste nach Hause.

Was im ersten Spiel beim VfL 07 Bremen noch gefehlt hatte, war gegen Hasenbüren absolut vorhanden: eine effektive Chancenverwertung, die Lars Behrens in der vergangenen Woche noch vermisst hatte: „Gegen Hasenbüren hatten wir genau die Situationen, die ich sehen wollte. Wir hatten viele schöne Angriffe und haben den Fokus darauf gelegt, mit dem ersten Kontakt zu treffen“, war der TSV-Coach voll des Lobes. Gegen harmlose Hasenbürer legte Dominik Resow in der zehnten Minute mit dem Torefestival los. Zehn Minuten später traf Kevin Nienstermann innerhalb weniger Augenblicke gleich doppelt (21./22.). Ab der 28. Minute wurde es dann noch kurioser: Innerhalb von nur drei Minuten markierten die Melchiorshauser drei Tore. Abdessamad Sabbar setzte sich über die rechte Seite durch, flankte auf Nienstermann, der alleine vor dem Tor stand und auf 4:0 erhöhte (28.). Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff war es Sabbar selbst, der nach einer Flanke von Dominik Resow, der sich über links durchgesetzt hatte, den Ball ebenfalls ins Netz beförderte (29.). Lucas Heinemann, der sich den Abpraller von TSV-Keeper Dennis Ulrich schnappte, schraubte das Ergebnis auf 6:0 in die Höhe (30.). „Kevin hatte schon im Training eine wirklich gute Leistung gezeigt, und man hat gemerkt, dass es bei ihm läuft. Umso mehr freut es mich, dass er diese positive Energie auch in dieses Spiel mit reingebracht hat“, freute sich Lars Behrens über die vier Tore seines Schützlings. Nach einem Freistoß für Hasenbüren sorgte Lukas Müller für ein wenig Ergebniskosmetik (37.) Doch gestört hat es die Melchiorshauser in diesem Moment nicht, sodass sie zufrieden in die Pause gingen.

Nach Wiederanpfiff wirkten die Gastgeber zunächst nicht mehr so souverän. Vier Minuten waren gespielt, als Hasenbürens Sebastian Wegner zum 2:6 traf (49.). Im weiteren Verlauf wurde es nicht besser, was auch Behrens auffiel. „Ihr müsst mehr nach vorne spielen und nicht nach hinten“, forderte er seine Spieler auf. Diese wirkten etwas hektisch, was auch der Gegner merkte und daraus etwas Hoffnung schöpfte. „Dadurch sind wir tatsächlich etwas ins Straucheln gekommen“, beobachtete Behrens. Die Partie war jetzt von vielen, teilweise ziemlich harten Fouls der Gäste geprägt, wodurch es oft zu Unterbrechungen kam. Dennoch versuchten die Melchiorshauser spielerische Lösungen nach vorne zu finden und wurden in der 66. Minute belohnt – durch ein Eigentor von Hasenbürens Patrick Heinemann. Kevin Nienstermann dribbelte sich auf der rechten Seite durch und flankte, Heinemann wollte den Ball eigentlich klären, setzte ihn mit einem unfreiwillig schönen Schuss aber direkt ins eigene Tor – das 7:2.

Knappe zehn Minuten später sprach der Unparteiische Burak Öztekin den Gästen aus Hasenbüren einen Elfmeter zu. Kapitän Steffen Rosilius ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen und traf mit einem halbhohen Schuss nach rechts zum 3:7 (77.). Melchiorshausen ließ sich davon aber nicht beirren – im Gegenteil. Nach einer Flanke von Lucas Heinemann, die zunächst keinen Abnehmer zu finden schien, stand Dominik Resow an der richtigen Stelle und erhöhte mit einem strammen Schuss auf 8:3 (80.).

Den Schlusspunkt setzte schließlich Nienstermann mit dem 9:3 (87.). „Ich bin sehr zufrieden, und den Jungs tat dieses Spiel mit Sicherheit auch sehr gut“, bilanzierte ein zufriedener Lars Behrens, der sich danach zum traditionellen Spanferkel-Essen verabschiedete.

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