Jugendfußball

Sudweyhe verkauft sich sehr teuer

Die unverhoffte Chance Niedersachsenpokal haben die B-Junioren des TuS Sudweyhe sehr gut angenommen. Sie machten dem hohen Favoriten JFV Nordwest das Leben schwer und verloren nur mit 0:1.
15.08.2019, 12:25
Lesedauer: 2 Min
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Von Sven Hermann
Sudweyhe verkauft sich sehr teuer

Finn Kastens (links) und seine Sudweyher zeigten eine starke Leistung.

Vasil Dinev

Sudweyhe. Co-Trainer Oliver Köppener vom B-Junioren-Landesligisten TuS Sudweyhe brachte es vor Anpfiff der Erstrundenpartie des Fußball-Niedersachsenpokals gegen den zwei Klassen höher angesiedelten Regionalligisten JFV Nordwest auf den Punkt. „Das Wetter ist super und der Gegner ist geil“, war er voller Vorfreude auf den Vergleich, in dessen Genuss die Sudweyher recht unverhofft kamen. Da die beiden Finalisten und auch der dritte Halbfinalist des letztjährigen Bezirkspokals auf die Teilnahme am Niedersachsenpokal verzichteten, sprangen die Sudweyher ein und verkauften sich mehr als teuer. Nur mit 0:1 (0:1) musste sich der Underdog dem Favoriten nach 80 Minuten beugen.

„Warum sollten wir diese Gelegenheit nicht annehmen? Es war klar, dass wir ein Heimspiel haben. Das ist doch ein sogenanntes ‘On-top-Spiel’ für uns. Wir wollen es dem Gegner schwer machen und uns zur Wehr setzen“, sagte Köppener, der mit Co-Trainer Florian Maeße den im Urlaub weilenden Coach Jan Lehmkuhl vertrat. Zur Unterstützung hatte sie das Duo noch Benjamin Jacobeit ins Boot geholt.

Mit mächtig Dampf starteten die Gäste aus Oldenburg, hatten durch Marian Laurin Eilers früh die Chance zur Führung, doch TuS-Torhüter Timo Gundlach rettete (4.). Besser machte es zwei Minuten später Karim Bockau, der Gundlach aussteigen ließ und einschob. Bockau ist kein unbekannter in hiesigen Gefilden, wechselte der Angreifer, der in der vergangenen Saison 35 Treffer erzielte, doch erst in diesem Sommer vom Bezirksliga-Meister JSG Stuhr ins Oldenburger Leistungszentrum.

Es schien alles nach Plan zu laufen für die Gäste. Doch die Gastgeber wollten das Feld keineswegs kampflos räumen. „Die Jungs haben richtig gut gegen den Ball gestanden und gearbeitet“, bilanzierte Jacobeit, dessen Elf nach zwölf Minuten die erste eigene Tormöglichkeit kreierte. Nach Pass von Malte Brockmann zog Matthis Hillmann ab, doch sein Schuss landete über dem Querbalken. Danach sorgte ein Freistoß von Christos Maxidis für Verwirrung im JFV-Strafraum, die jedoch kein Sudweyher nutzen konnte (18.). Dazwischen lenkte Gundlach einen Schuss von Tom Gaida über die Latte (13.). Doch viel mehr ließ die athletische Abwehr der Gäste auch nicht zu. „Im letzten Drittel fehlten uns die Galligkeit, der Mut, die letzte Konzentration und Schwung, um Gefahr zu verbreiten“, registrierte Jacobeit.

„Wir haben das Spiel beherrscht, immer wieder nach vorne getrieben und eigentlich nie Zweifel am Sieg aufkommen lassen. Doch die Sudweyher haben uns die Aufgabe sehr schwer gemacht“, analysierte JFV-Coach Tim Körner. Im zweiten Abschnitt gab es kaum noch Gelegenheiten für beide Teams. Bockaus Kopfball landete über dem Gehäuse (71.), später scheiterte er am Außennetz (80.). In den letzten zehn Minuten versuchten die Sudweyher zunächst mit zwei, dann sogar mit drei Spitzen zum Ausgleich zu kommen – doch ohne Erfolg. „Wir haben dieses Spiel bis zum Schluss offen gehalten. Die Jungs sind ans Limit gegangen“, lobte Köppener.

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