Kammerkonzert in der Felicianuskirche Ein Bonbon für Freunde des Barocks

Das Kammerkonzert zum Tag des offenen Denkmals hat in der Kirchweyher Felicianuskirche Tradition. Dort dürften Freunde des Barock am 13. September auf ihre Kosten kommen.
02.09.2020, 17:27
Lesedauer: 2 Min
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Von Anke Bayer-Thiemig

Barockmusik aus Deutschland und Frankreich bringen Kantorin Elisabeth Geppert an der Orgel, Blockflötistin Ursula Bederke und Margarete Thyssen, ebenfalls Blockflöte, aber auch Gambe, am Sonntag, 13. September, 17 Uhr, in der Felicianuskirche zu Gehör. Das Kammerkonzert zum „Tag des offenen Denkmals“ hat schon Tradition in Kirchweyhe, der übrigens in diesem Jahr unter dem Motto: „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken“ stattfindet. Damit rückt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ein Thema in den Fokus, das alle etwas angeht: Den bewussteren Umgang mit unserem Planeten, unseren Ressourcen und unserem eigenen Handeln.

Was das Trio zu bieten hat, ist vom Allerfeinsten, verspricht Elisabeth Geppert. Dabei werden sowohl die Kuhn-Orgel auf der Empore als auch die Truhenorgel im Altarraum gespielt, kommen nicht nur eine Vielzahl von unterschiedlichen Flöten in verschiedenen Tonlagen zum Einsatz, es erklingt auch das königliche Instrument Gambe, früher Botschafter für die Musik am Übergang von der Renaissance zum Barock. Einige Stücke wird Kirchenvorsteherin Petra Müller gesanglich begleiten.

Die Musikerinnen interpretieren heitere Werke von Georg Friedrich Händel (1685-1759), Georg Philipp Telemann (1681-1767) und Johann Sebastian Bach (1685-1750). Nebenbei erwähnt waren die drei Zeitgenossen nicht nur beste Freunde, sondern übten als Komponisten auch Einflüsse untereinander aus. Alle hielten sehr viel voneinander. Von den drei größten Vertretern des musikalischen Hochbarock ist aber Telemann zu Lebzeiten zweifelsohne der berühmteste gewesen.

Zu hören sind am Sonntag unter anderem Telemanns virtuose Triosonate d-Moll, die Musikerinnen entfalten mit Georg Friedrich Händels klangschönen Triosonate in F-Dur ausdrucksvollen Glanz. Dazu entführt die Bachkantate „Jesu, dir sei Preis“ in die Hochphase barocker Zeit. Damit versprechen die Interpreten mehr als das Übliche und Bekannte. Für Musikfreunde sicher ein spannendes musikalisches Erlebnis, das sich in der Felicianuskirche gut entfalten kann. Die Kirche bietet mit ihren hohen Räumen und der ansteigenden Decke, den großen Fenstern und dem Altarraum eine hervorragende Akustik.

Das Programm verspricht viele musikalische Leckerbissen und ist vielseitig und breit gefächert, Werke des Franzosen Joseph Bodin de Boismortier (1689-1755) und „Engels Nachtegaeltje“ des blinden niederländischen Musikers und Blockflötenvirtuosen Jacob van Eyck (1590-1657) aus dem Jahr 1644 runden die Auswahl der Werke ab. Gemeinsam, aber auch in unterschiedlichen Konstellationen treten die Protagonisten auf. Längst haben die Verantwortlichen der Felicianuskirche reichlich Erfahrungen zu Konzerten unter Corona-Bedingungen sammeln können, die selbstverständlich eingehalten werden. Trotzdem machen die Verantwortlichen noch mal darauf aufmerksam, dass der Einlass nur mit Mund- und Nasenschutz möglich ist. Geppert, Bederke und Thyssen, die sich teils aus Studienzeiten und aus gemeinsamen Konzerten kennen, sind voller Vorfreude auf das Konzert. Und es sei schon mal vorausgeschickt: Das Dabei-sein-Wollen wird sich sicher lohnen.


Karten sind für zwölf Euro (fünf Euro für Schüler und Studenten) ausschließlich an der Abendkasse ab 16.15 Uhr erhältlich.

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