Fußball TSV Weyhe-Lahausen: Ein Sieg für die Seele

Lahausens B-Juniorinnen beenden ihre Durststrecke beim 3:0-Erfolg über die SG Rodenberg. Das Spiel wird vom Wind geprägt, doch der TSV wählt die richtige Taktik.
09.03.2020, 13:57
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Von Thorin Mentrup

Weyhe. Max Hurdalek war erleichtert: „Ich bin froh, dass sich die Mädchen endlich belohnt haben“, sagte er nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg der von ihm trainierten B-Juniorinnen des TSV Weyhe-Lahausen über die SG Rodenberg in der Fußball-Niedersachsenliga. Es war im zwölften Spiel der dritte Sieg für die TSV-Talente und ein Erfolg für die Seele. Schließlich hatten die Lahauserinnen seit dem 26. Oktober auf einen Dreier warten müssen.

Das Duell der beiden Kellerkinder entwickelte sich schnell zu einem vom Wind beeinflussten Spiel: In der ersten Hälfte musste der TSV gegen die stürmischen Böen ankämpfen, in der zweiten wusste er sie dagegen im Rücken und konnte sie zu seinem Vorteil nutzen. Dementsprechend agierten die Gastgeberinnen auch taktisch: Vor der Pause spielten sie eher zurückgezogen, nach dem Seitenwechsel dagegen stellten sie die Gäste sehr hoch zu. „Wir mussten das so machen“, fand Hurdalek, dessen Elf tatsächlich im zweiten Durchgang deutlich mehr Abschlüsse für sich verbuchte. Enorm wichtig sei aber der Führungstreffer vor der Pause gewesen, quasi mit der einzigen richtigen Chance, die Lahausen hatte. Über mehrere Stationen ließen die Gastgeberinnen den Ball durch ihre Reihen laufen, bis sich auf rechts die Lücke für Nina Hurdalek auftat. Deren Hereingabe fand Alena Dittrich, die am langen Pfosten zunächst Torhüterin Birte Lustfeld anschoss, im zweiten Versuch dann aber erfolgreich war (7.). Imponierend war in der ersten Hälfte vor allem die Abwehrarbeit der Gastgeberinnen. „Wir haben überhaupt nichts zugelassen“, registrierte Hurdalek keine Chance der mit nur elf Spielerinnen angereisten Gäste.

Offensiv setzte Lahausen mit Beginn des zweiten Durchgangs wesentlich mehr Akzente. Nach wenigen Sekunden feuerte Finja Stange bereits den ersten Warnschuss ab. Der TSV hatte nun Feldvorteile, wurde allerdings trotz Windunterstützung lange Zeit nur sporadisch gefährlich. Deshalb fiel der zweite Treffer ein Stück weit aus dem Nichts. Nina Hurdalek verwertete eine Flanke Luna Moczinskis mit dem Kopf zur Vorentscheidung (67.). Elsa Berisha machte wenige Minuten später per Abstauber alles klar (71.) und stellte damit den höchsten Saisonsieg ein. Der Auftritt insgesamt machte Hurdalek stolz: „Nach der bitteren Niederlage in Büppel tat das richtig gut. Es war eine starke Leistung von allen, unsere Taktik ist gut aufgegangen. Jetzt können wir entspannt schauen, was Cloppenburg am kommenden Wochenende hier anbietet.“ Dann wollen die TSV-Talente endlich eine Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte der Niedersachsenliga schlagen.

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