Digitalisierung von Schulen

Weiterer Schritt Richtung digitale Schule

Die KGS Leeste hat einen weiteren Schritt Richtung Digitalisierung gemacht: Von nun an wird ab der siebten Klasse aufwärts mit Ipads gelernt.
13.10.2021, 15:20
Lesedauer: 2 Min
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Weiterer Schritt Richtung digitale Schule
Von Wolfgang Sembritzki

Weyhe-Leeste. Rein ins digitale Zeitalter: Die siebten Klassen der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Leeste bestreiten ihren Schulalltag fortan zwar nicht ausschließlich, jedoch weitgehend mit Ipads. "Wir haben den ganzen Unterricht auf den Einsatz von Ipads angelegt und sind nun in der Lage, zeitgemäßen Unterricht abzuhalten", freut sich Schulleiter Michael Krutschke. Die neue Ausrüstung soll die Medienkompetenz der Kinder verbessern. Hefte und Stifte würden aber dennoch nicht komplett aus dem Schulalltag verbannt, es werden auch weiterhin Mappen geführt.

Schulpersonal und Förderkreis freuten sich, dass nun kurz vor den Herbstferien das künftige Lernmaterial eingetroffen ist. Die Gesamtkonferenz der KGS habe schließlich beschlossen, dass ab Jahrgang sieben verbindlich mit Ipads im Schulbetrieb gelernt werde. Auch in einigen achten Klassen und weiteren Jahrgängen lernen die Schüler bereits vereinzelt mit den Tablets. Künftig sollen die Flachrechner in jedem Jahr zwischen Schuljahresbeginn und Herbstferien verteilt werden, um langfristig alle Schüler ab der siebten Klasse auszustatten, so Krutschke.

Kauf aus eigenen Mitteln

Bezahlt werden müssen die Geräte weitgehend aus eigener Tasche. "Wir schenken die Geräte nicht", so der Schulleiter. Manche Eltern kauften das Ipad am Stück, manche bekämen sie über das Bildungs- und Teilhabeprogramm gestellt. Der Förderkreis habe zudem die Möglichkeit einer Finanzierung geschaffen, bei der das Tablet über vier Jahre abgezahlt werde. Auch Leihgeräte gebe es.

Für die Ipads als Arbeitsmittel habe man sich entschieden, da diese eine verhältnismäßig lange Lebensdauer hätten, so Krutschke. Das sei auch vonnöten, schließlich müssten die Kinder je nach Schulzweig bis zu sieben Jahre damit arbeiten. Bei der Anschaffung der doch eher kostspieligen Tablets schlage positiv zu Buche, dass die Kinder unter anderem keinen Taschenrechner mehr kaufen müssten, auch Hefte und Stifte würden weniger. Und: "Sie müssen keine Bücher mehr schleppen", betont der Schulleiter. Die meisten Lerninhalte gebe es bereits digital. Sollte ein Gerät kaputt gehen oder anderweitig gewartet werden müssen, ist auch dafür gesorgt. Es gebe eine "kulante Versicherung", über die sich abgedeckte Schäden abwickeln ließen. Zudem gebe es für Fehlfunktionen ein Ticketsystem, über das die Schüler Hilfe anfordern können. "Wir sind da recht professionell aufgestellt", resümiert Krutschke.

Lehrkräfte wurden geschult

Das zeige sich auf der anderen Seite des Tablets. Auch die Lehrkräfte seien mit Schulungen entsprechend auf den Unterricht mit Ipads vorbereitet, hätten seit rund zwei Jahren interne und externe Fortbildungen besucht, um bestmöglich auf die Vermittlung von Lerninhalten via Tablet vorbereitet zu sein. Mittlerweile nutze über die Hälfte des Kollegiums selbst Ipads, um in den digitalisierten Unterricht hineinzuwachsen. Der Schwerpunkt liege nun auf der Entwicklung in den kommenden Jahren, da mindestens bis Jahrgang zehn alle Schüler mit Tablets arbeiten sollen. Die fünften und sechsten Klassen sollten zwar "irgendwann" folgen, so der Schulleiter, konkrete Pläne gebe es dazu allerdings noch nicht.

Falk Brozio, Vorsitzender des Förderkreises und selbst ehemaliger Schüler der KGS Leeste, ist begeistert: "Das ist ein Meilenstein in der Entwicklung dieser Schule", sagte er. Er freue sich vor allem über das "motivierte Kollegium", das sich auf den digitalen Unterricht eingestellt hat: "Das geht genau in die Richtung und hilft den Kindern nur."

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