Fußball-Kreisliga Wiesner rettet Lahausen einen Punkt

Der TSV Weyhe-Lahausen erkämpft sich ein Remis beim Spitzenreiter TuS Wagenfeld. Für Trainer Friedhelm Famulla war es der Auftakt zur Abschiedstour.
03.03.2019, 19:56
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup

Kein Sieger im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga: Dank einer guten Leistung hat sich der TSV Weyhe-Lahausen beim Klassenprimus TuS Wagenfeld ein 1:1 (0:1)-Unentschieden erkämpft. Christian Wiesner glich in der Schlussphase die Wagenfelder Führung durch Roman Esanus umstrittenen Handelfmeter kurz vor der Pause aus. Am Rande der Partie gab TSV-Coach Friedhelm Famulla bekannt, am Saisonende sein Amt niederzulegen.

„Ich fühle mich nicht so wohl, wie ich es mir erhofft hatte“, verriet Famulla den Grund für seinen Rücktritt in einigen Monaten. Die Chemie passe nicht so perfekt. All das hatte er unter der Woche auch der Mannschaft und der Führung der Fußballabteilung dargelegt und damit frühzeitig klaren Tisch gemacht. „So etwas kann vielleicht noch einmal beflügeln“, hoffte er mit Blick auf das gemeinsame Ziel Bezirksliga-Aufstieg.

Falsch lag er mit dieser Vermutung offenbar nicht, denn die Lahauser waren dem Spitzenreiter nicht nur ebenbürtig, sondern lange Zeit auch die gefährlichere Elf. Dabei spielte der TSV so, wie man es gar nicht von ihm kannte: Er begann defensiv eingestellt. „Eine Folge der Testspielniederlagen. Da haben wir einfach zu viele Gegentore kassiert“, hatte Famulla die Lehren aus den Begegnungen gegen Bruchhausen-Vilsen (2:5), Heiligenfelde (2:4) und Bassum (1:6) gezogen. Lahausen erwartete die Angriffe der Gastgeber gut gestaffelt, zog sich bis zur Mittellinie zurück und lief die Wagenfelder durch Moritz Anton, Dominik Jacobi, Tobias Marquardt, Christian Wiesner oder Tarek Azeldin gezielt an. So machten die Gäste das Spielfeld sehr eng. Darauf fand der TuS keine Antwort, die überwiegend langen Bälle verpufften. Bei Ballgewinn schaltete die Famulla-Elf schnell um und erarbeitete sich so auch die erste Gelegenheit. Anton scheiterte jedoch an Torhüter Thorben Klöcker (7.). Bei der folgenden Ecke kam Silviu-Cornel Hadär frei zum Kopfball, doch Rainer Cording klärte auf der Linie. „Wir haben gut gespielt, aber aus unseren Chancen vor der Pause zu wenig gemacht“, monierte Famulla. Sein Team hatte durch Azeldins Kopfball eine weitere hochkarätige Chance (33.).

Eine Wagenfelder Führung zeichnete sich wahrlich nicht ab. Dennoch jubelten kurz vor der Pause die Gastgeber. Dominik Jacobi hatte den Ball aus kurzer Distanz an den Arm bekommen, Schiedsrichter Nico Harzmeier entschied auf Strafstoß, den Roman Esanu verwandelte. „Für mich ist das nie Elfmeter“, sagte Famulla. „Wenn wir durch so ein Ding verlieren, wäre das für uns wirklich extrem unglücklich gewesen.“

Dieser Ärger blieb ihm und seinem Team erspart. Zum einen wegen einer tollen Parade Felix Eichhorns gegen Jannik Klänings Kopfball (60.), zum anderen wegen des Willens seines Teams, das nach der Pause nie aufsteckte, auch wenn es lange auf Chancen warten musste. Aufregung gab es dennoch reichlich, weil Hadär im Strafraum zu Fall kam, aber kein Pfiff ertönte (59.). „Die Berührung hört man“, ärgerte sich Erste-Herren-Koordinator Jens Lohmann. Am Ende aber machte er sich wie alle Lahauser zufrieden auf die rund eine Stunde lange Heimfahrt, denn wieder einmal stellte Angreifer Christian Wiesner seinen Torriecher unter Beweis. Clever schlich er sich in Position und versenkte eine Hereingabe volley ins linke Eck zum Endstand, der den Lahausern einen guten Start in die Restrunde bescherte und ihnen alle Optionen im Aufstiegskampf offen hält.

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