Mit dem Kreissportbund Diepholz

Hineinschnuppern in neue Trendsportarten

Sport und Spaß am Wieltsee: Gemeinsam mit den Wiking Faltbootwanderern aus Weyhe hat der Kreissportbund am Wieltsee Trendsportarten vorgestellt und ein breites Angebot organisiert.
26.09.2021, 13:31
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Jürgen Juschkat

Weyhe. Einst zählten Schleuderball, Schlagball, Völkerball oder Großfeld-Handball zu den Trendsportarten, heute gehören Stand-Up-Paddling (SUP) und Ultimate-Frisbee dazu. Der Kreissportbund Diepholz hat unter dem Motto „Go-Sports Weyhe“ in Zusammenarbeit mit den Wiking Faltbootwanderern als Ausrichter am Sonnabend einen Kennenlerntag ausgerichtet, um die neuen Trendsportarten einfach einmal zu erleben. „Die Initiative hat der Kreissportbund ergriffen, der schon seit mehreren Jahren an unterschiedlichen Standorten den Sport vorstellt“, erklärte Claudia Gerkens, die Vorsitzende der Faltbootwanderer.

Weil der Wassersport noch nie berücksichtigt wurde, kam die boomende Sportart nunmehr zu ihrem Recht. Die Gastgeber, die ihr Areal am Wieltsee haben, stellten ihre Kajaks und auch SUP vor. Die Sportregion Diepholz-Nienburg hatte zur Ergänzung andere Sportangebote mitgebracht. Zwei weitere Vereine beteiligten sich an diesem Kennenlern-Event: Zum einen die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die sich um die Sicherheit am und auf dem Wasser kümmerte, und der FTSV Jahn Brinkum, der durch die Sparte Ultimate Frisbee vertreten war. Der Präventionspartner Barmer testete an einer T-Wall Reflexe. Jede volle Stunde wurden Sportpreise verlost. „Es geht um Koordination, Geschicklichkeit und Schnelligkeit“, hieß es. „Man wird drinnen schon nass“, warnte KSB-Sportreferent Tjarden Lohmeier-Kraus bei der Vorstellung einer großen Gummikugel, die auf dem Wasser dümpelte und auf mutige Tester wartete.

Es gab am Sonnabend ein breit gefächertes Sportangebot bei den Wikingern, die bislang weitgehend solide durch die Corona-Zeit gekommen sind: „Wir hatten keinen Mitgliederabfluss, sondern haben sogar neue Mitstreiter bekommen“, freute sich Claudia Gerkens, die seit rund neun Jahren an der Spitze des mehr als 70 Mitglieder zählenden Vereins steht. Die Hälfte der Vereinsangehörigen kommt aus nahen Bremer Stadtteilen – so aus Arsten, Habenhausen und Kattenturm, ebenso wie aus dem niedersächsischen Umland aus Syke und Riede. Klassische Kajak-Touren, aber auch Fahrten auf den Flüssen der Umgebung gehören zum Vereins-Programm.

Seit vier Jahren bietet der Verein darüber hinaus das SUP-Board-Fahren, welches nunmehr vorgestellt wurde. Einzeln oder mit bis zu sieben Personen auf dem XXL-Board durften Interessierte diesen Trendsport ausprobieren. Dass dabei auch mal jemand im Wasser landete, war schon eher eine Ausnahme. „Das Wasser ist gar nicht mal so kalt“, erzählte ein Mann, der mit einem umgelegten Handtuch gerade aus dem Bereich der Anlegestelle kam. Plötzlich ein lauter Zwischenruf: „Aber nicht ohne Schwimmweste!“. Da wollte sich doch tatsächlich jemand ohne diese ins Kanu setzen.

„Man muss aufpassen, wenn man nicht gegenlenkt“, stellte Lohmeier-Kraus beim Stand-Up-Paddling XXL fest, „auf dem Baggersee gibt es einen klaren Zug raus zur Weser.“ Er erlebte selbst auch die Trendsportarten. „Es war wackelig, hat aber Spaß gemacht“, gestand der junge Mann aus Sulingen, der bei der Organisation unter anderem von Sportreferentin Theresa Bortfeldt und David Beider (Bassum), den Vorsitzenden der Sportjugend, unterstützt wurde. „Es geht auch kniend“, erklärte Theresa Bortfeldt, als ein Interessent sich nicht so recht auf dem Board aufrichten konnte oder wollte.

Attraktiv für die Kleinsten war der Mini-Sportabzeichen-Parcours mit den Figuren Hoppel und Bürste, der schon eine kleinmotorische Herausforderung darstellte. Bälle, Ringe, Hütchen, ein Torbogen und Netze gehörten zu den Utensilien. Schließlich erhielten die Kids auch ein Sportabzeichen, wenn sie alles absolvierten.

Eine Riesen-Dartscheibe, vier Meter im Durchmesser, fiel auf dem Areal am Wieltsee durch ihre Größe besonders auf. Mit Klett-Bällen konnte auf die Wand mit den Zahlen geworfen oder geschossen werden. Das versuchte auch die zweijährige Johanna aus Bremen. „Noch näher ran“, riet Beider der Kleinen, die den für sie überdimensionalen Ball hochwarf und die Scheibe am untersten Rand traf. Als sie mit Begeisterung bei der Sache war, hielt der Vater die Aktion mit dem Handy fest. „Solch eine Veranstaltung ist wertvoll, weil alle Jugendlichen angesprochen werden, fremde Sportarten und Vereine kennenzulernen. Die Trendsportarten machen den Sport bunter“, erklärte Beider.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+