„Summer In The City“ in Weyhe endet

Zwei Regionalmatadore zum Abschluss

Auch in ihrer dritten Auflage waren die „Summer In The City“-Konzerte auf dem Kirchweyher Marktplatz ein voller Erfolg. Am Donnerstag fanden sich beim letzten Abend bis zu 4000 Menschen auf dem Gelände ein.
09.08.2019, 17:15
Lesedauer: 2 Min
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Von Niklas Golitschek
Zwei Regionalmatadore zum Abschluss

Wednesday Nine um die Weyherin Sarah Stockhausen eröffneten den letzten "Summer In The City"-Abend in diesem Jahr.

Janina Rahn

Weyhe-Kirchweyhe. Zum Abschluss war es noch einmal richtig voll. Geschätzt mehr als 3000 Besucher fanden sich am Donnerstagabend auf dem Kirchweyher Marktplatz ein, um beim letzten Abend von „Summer In The City“ Wednesday Nine und Ann Doka zu lauschen und sich nach Feierabend bei Umtrunk und Speisen mit Freunden zu treffen.

Ein Heimspiel war das für Sarah Stockhausen, Frontfrau der Rockband Wednesday Nine. Die Weyherin trat zum ersten Mal vor heimischem Publikum auf. Mit rockigen Liedern wie „Eye Of The Tiger“ oder „Smoke On The Water“ heizte sie mit ihrem Quintett zum Auftakt ein. „Wir hatten schon viele Auftritte in Bremen und ich kannte Summer In The City“, sagte Stockhausen. Für die vor drei Jahren gegründete Band war es daher naheliegend, auch einmal die Open-Air-Kulisse des Weyher Marktplatzes für einen Auftritt zu nutzen. Offenbar hat sich das gelohnt. „Das hat richtig viel Spaß gemacht“, bilanzierte Stockhausen nach dem Konzert. Auch die anfänglichen Bedenken angesichts des Wetters verflüchtigten sich schnell: Musste die Bühne nach den Regenschauern noch vom Wasser befreit werden, kam pünktlich zu Beginn wieder die Sonne hinter der Wolkendecke hervor. Für die Ärztin und ihre Band war so ein rundum gelungener Abend möglich. „Das ist eine Riesenfläche und viele Leute sind hier“, freute sie sich über die Atmosphäre.

Noch voller wurde der Kirchweyher Marktplatz im weiteren Verlauf des Abends. Mit Ann Doka und ihrer Band stand dann der letzte Höhepunkt dieser „Summer In The City“-Saison auf dem Programm. Die Wahlbremerin war zuletzt auch im ZDF-Fernsehgarten zu sehen, wo sie ihr Lied „Only If“ vorstellte. Auch aus dem Radio dürfte die Preisträgerin des Rock-und-Pop-Preises 2018 einigen bekannt gewesen sein. Dort wurde Ann Doka als beste Country-und-Pop-Sängerin ausgezeichnet. Ihre Qualitäten stellte sie auch auf dem Kirchweyher Marktplatz unter Beweis und überzeugte mit tiefgründigen Texten sowie stimmigen Melodien. Zu ihren selbst geschriebenen Stücken konnte sie dann auch immer etwas über die Entstehung erzählen. „Broken“ beispielsweise hatte sie während eines Aufenthalts in Nashville geschrieben, „Home Is Where You Are“ kam ihr in den Sinn, als die gebürtige Hessin noch regelmäßig zwischen Bremen und Frankfurt am Main pendelte und sich fragte: Was ist eigentlich Zuhause? Damit kam Ann Doka auch beim Publikum sichtlich gut an.

Angesichts dieser überzeugenden Auftritte – auch in den Vorwochen – und der glücklichen Wetterlage fiel es Weyhes Wirtschaftsförderer Dennis Sander denkbar leicht, ein positives Fazit zu ziehen: „Es war ähnlich wie in den Vorjahren, auch die Zusammenarbeit mit den Standbetreibern verlief reibungslos.“ Er hatte zudem den Eindruck, dass in diesem Jahr noch etwas mehr Besucher zu den „Summer In The City“-Abenden in ihrer dritten Auflage kamen als im Vorjahr. Zwischen 12 000 und 15 000 dürften es gewesen sein. Genaue Zahlen liegen nicht vor. „Es gibt ja keine Absperrungen. Das ist uns auch wichtig: ein offenes Format ohne Eintritt“, erläuterte Sander. Die Einschätzung der Resonanz decke sich mit denen der Standbetreiber.

Inzwischen habe sich bei allen Beteiligten auch eine gewisse Routine eingespielt. Rückmeldungen seien dabei beherzigt worden: Um den Müll zu reduzieren, setzten die Veranstalter in diesem Jahr erstmals auf Mehrwegbecher und ein Pfandsystem. Durch die positive Resonanz müsse Ines Mannott vom Stadtmarketing dann gar nicht mehr so viel Akquise betreiben wie noch zu Beginn. „Inzwischen gibt es auch Empfehlungen unter den Musikern“, sagte Sander. Eben durch diese Netzwerke habe sich in den drei Jahren eine musikalische Vielfalt bei „Summer In The City“ entwickelt. Kein Wunder, dass Sander auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr hofft: „Es ist unser Zugpferd bei den Veranstaltungen.“

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