Gleisarbeiten bei der Museumsbahn Arbeiten gehen zügig voran

Selbst vom Regen lassen sich die Ehrenamtlichen der Museums-Eisenbahn nicht beeindrucken. Sie arbeiten fleißig auf den Saisonstart hin. Vieles ist schon abgehakt, aber einiges auch noch zu erledigen.
27.02.2022, 16:54
Lesedauer: 2 Min
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Arbeiten gehen zügig voran
Von Micha Bustian

Bruchhausen-Vilsen. Umfangreiche Gleisbauarbeiten sind gegenwärtig auf dem Bahnhofsgelände der Museums-Eisenbahn in Bruchhausen-Vilsen zu beobachten. Der Grund: Noch vor dem Start in die neue Saison möchte der Deutsche Eisenbahn-Verein (DEV) in die Jahre gekommene Gleisabschnitte erneuern. Bereits in diesen Tagen wird ein Gleiskörper vor der Fahrzeughalle von Grund auf saniert. Es betrifft das Gleis 18 mit Weiche 15 auf einer Gesamtlänge von 50 Metern. Dafür fand sich ein Team von zwölf Personen bei der Kleinbahn ein, berichtet DEV-Pressesprecher Martin Thies.

Schon im Vorfeld hatte Werkstattleiter Ralf Hormann mit Hilfe eines Minibaggers das Gleisbett ausgehoben und eine dünne Kiesschicht aufgetragen. "Dann konnten die schweren neuen Gleisschwellen aus Kunststoff mit einem Radlader passend in die richtige Position eingeschoben werden, während die alten Holzschwellen durch eine Fachfirma entsorgt wurden", so Martin Thies weiter. Die erforderlichen Schraubenlöcher seien zuvor in die neuen Schwellen vorgebohrt worden, sodass die Gleise verlascht, ausgerichtet und verschraubt werden können. Was noch fehlt: Anschließend wird der komplette Gleiskörper mit feinen Flusskies verfüllt und gestopft.

Ralf Hormann motivierte gemeinsam mit Jens Böcker, zuständig für den Gleisbau, viele freiwillige Helfer, sich tatkräftig an dem Gleisbau zu beteiligen. Das Echo fiel positiv aus. Das Ergebnis: Die laufenden Arbeiten gehen zügig voran. Selbst das regnerische und windige Wetter hinderte das Team nicht, die erforderlichen Arbeitsschritte vorzunehmen, sodass der Zeitplan eingehalten wird, zog Guido Tschigor von der DEV-Bahnmeisterei ein positives Zwischenresümee.

Zuversichtlich blickt man bereits auf weitere Projekte, die noch anstehen. Dazu zählt ein etwa 100 Meter langes Streckengleis, das sich kurz hinter dem Gartencafé im Kurvenbereich an der Bollenstraße in Bruchhausen-Vilsen befindet. "In diesem Abschnitt müssen allein 150 Schwellen Anfang April erneuert werden", so Robert Angerhausen, eins der aktiven Mitglieder im Verein, das auch regelmäßig als Lokführer im Einsatz ist. Nicht unerwähnt bleiben darf laut Martin Thies die sogenannte Rentnerrotte, die unter der Leitung von Jürgen Werder in Eigenregie den verbleibenden Boden aus Gleis 18 sowie weiteren Abraum mit dem Gleiskraftwagen zum Bahnhof nach Arbste bringen wird. Dort werden auch die noch fehlenden Schachtbauteile für die Erhöhung des Bahnsteiges angeliefert werden, so Guido Tschigor.

Darüber hinaus tut sich eine Menge in der Werkstatt. Auch wenn die Corona-Pandemie viele Arbeitseinsätze unmöglich machte und weitere personelle Engpässe zur Folge hatte, wurden wichtige Projekte im Lok- und Fahrzeugbestand angepackt. "Erfreulicherweise steht die Mallet-Lok inzwischen auf ihrem Rädersatz", berichtet Martin Thies. Bis es soweit war, mussten erhebliche Vor- und Messarbeiten vorgenommen werden. Auch Ersatzteile mussten, soweit sie zu bekommen waren, angefordert sowie weitere Bauteile passgenau angefertigt werden. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten präsentiert sich Wagen 12 frisch lackiert. Für den künftigen Büfettwagen müssen noch viele weitere handwerkliche Arbeiten vorgenommen werden. Das trifft besonders für den Innenausbau zu.

Fleißig gewerkelt wird laut Martin Thies an den drei Dampfloks "Hoya", "Hermann" und "Plettenberg". Auf hochwertiges Material aus Stahl, das dringend benötigt wird, muss aufgrund von langen Lieferzeiten allerdings gewartet werden. Das behindert vor allem die notwendigen Kesselarbeiten.

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