Lions-Club Syke-Hunte-Weser Gutes tun mit Sammeleiern

Der Lions-Clubs Syke-Hunte-Weser startet eine Ostereier-Aktion. 500 Zinn-Eier, von Helmut Nordhausen mit der Spraken-Mühle bemalt, sollen verkauft werden. Der Erlös fließt in Starterpakete für Fünftklässler.
02.03.2020, 18:07
Lesedauer: 2 Min
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Von Bärbel Rädisch

Bruchhausen-Vilsen. Getreu dem Motto „We Serve“ – Englisch für „Wir dienen“ – starten die „Löwinnen“ des Lions-Club Syke-Hunte-Weser jetzt eine Aktion mit Ostereiern als Sammelobjekte. Die erste Auflage, 500 Glückseier aus Zinn, ziert ein Motiv der Sprakener Mühle in Schwarme, gemalt vom 95-jährigen Künstler Helmut Nordhausen. Unterstützt werden mit dem Verkauf Kinder aus bedürftigen Familien mit einem Starterpaket bei Eintritt in die fünfte Klasse.

Erstmalig griffen die hiesigen Lions-Damen diese Ostereier-Idee auf, die es in anderen Regionen schon gibt. Nicolin Niebuhr, die zukünftige Präsidentin, lief offene Türen ein bei der amtierenden Amtsträgerin Christina Mamarvar und der Past-Präsidentin Heike Mumm. Als Motivgeber kam der Bruchhausen-Vilser Künstler Nordhausen ins Gespräch. Niebuhr hatte ein Mühlenmotiv im Kopf und wurde in Nordhausens Archiv fündig. Die Wahl fiel auf ein Aquarell der Sprakener Mühle in Schwarme. Der Künstler stellte es dem Lions-Club kostenlos zur Verfügung. Weitere werden folgen.

Nun prangt 2020 erst einmal das Konterfei des dreistöckigen Galerieholländers auf 500 Metalleiern. 1856 errichtete der Vollmeier Carsten Niebuhr auf Gesuch der Bürger in Großen- und Kleinenborstel die Mühle. „Zufällig stieß ich bei einer Sichtung auf den entfernt verwandten Namensvetter als Mühlenbesitzer. Das gab allerdings bei der Wahl nicht den Ausschlag“, erklärt Niebuhr lachend. Als einzige Mühle im Landkreis verfügt die Sprakener Mühle über ein Krühwerk. Das ist ein sogenannter Steert, womit der Mühlenkopf in den Wind gedreht werden kann. Per Windkraft wurde bis 1948 gemahlen, bis 1960 mit Motorkraft und bis 1972 elektrisch. In den 1990er-Jahren wurde das Äußere der Mühle restauriert.

Weiterer Kaufanreiz: Jedes dritte bis vierte Metallei, das sich leicht öffnen lässt, verbirgt im Inneren eine Überraschung, und zwar Einkaufs- oder Warengutscheine im Wert von fünf bis zehn Euro. Dank zahlreicher Sponsoren konnte eine größere Zahl von Eiern „befüllt“ werden als gedacht. „Nun dürfen mehr Fünftklässler, die es nötig haben, mit Unterstützung rechnen“, freuen sich die Löwinnen. Im Blumenhaus Knake in Bruchhausen-Vilsen hatte das Verkaufsteam die kleinen Kunstwerke jüngst in Szene gesetzt, um schon einmal auf den Beginn der Aktion aufmerksam zu machen.

Helfen, sich gesellschaftlichen Problemen stellen, uneigennützig Lösungen finden, das war der Ansatz des Chicagoer Kaufmanns Melvin Jones in den 1920er-Jahren, auf dessen Initiative sich der Lions-Club entwickelte. Inzwischen haben sich weltweit 1,3 Millionen, in Deutschland fast 53 000 Mitglieder, der Idee des Gründers angeschlossen. Einer der Grundsätze: „Kein Club soll die finanzielle Bereicherung seiner Mitglieder zum Ziel haben.“ Das Streben nach gemeinnütziger Arbeit ist bis heute ein wichtiger Grundsatz.

Nicht nur Gutes tun die Käufer der Sammeleier, die für fünf Euro zu erwerben sind – Mit ein bisschen Glück gehören sie auch zu den Gewinnern eines Preises aus dem Inneren. Angeboten werden die Eier bis Mitte April in Asendorf bei Fahrzeughaus Tankstelle Stelter, Alte Heerstraße 2, in Bruchhausen-Vilsen bei Blumenhaus Knake, Sulinger Straße 38, Buchhandlung Böhnert, Bahnhofstraße 44, Kaffeehaus Orlamünde, Bahnhofstraße 49, im Raiffeisenmarkt, Am Gaswerk 4 a. In Kirchweyhe gibt es die Zinn-Eier im Teekontor am Markt, Am Marktplatz 6, in Leeste bei Liten Villa, Alte Poststraße 2, in Schwarme im Eiscafé Elba, Hoyaer Straße 25. Außerdem sind die Ostergeschenke ebenfalls in Syke bei Mein Café und Herrlichkeiten, Hermannstraße 2, und bei Nesemann, Bahnhofstraße 11, erhältlich.

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