Hüttenwirt Der Klang der Berge

Er singt von der Bergen, kommt aber aus dem Emsland. Insofern hatte Schlagersänger Sanny keine Eingewöhnungsprobleme beim Hüttenwirt in Scholen.
28.06.2021, 17:09
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Von Richard Reiners

Bruchhausen-Vilsen. „Ab 1000 Meter sagt man Du“ – Ein Schlager aus der neuen CD „So jung sind wir heute“ von Sanny Santtier verführt den Hörer unweigerlich in die Welt der Berge. Am späten Sonntagnachmittag begab sich der Schlagerstar jedoch in die ihm sicherlich nicht unvertraute Tiefebene von Bruchhausen-Vilsen, in den Ortsteil Scholen. Nicht unvertraut, weil der Sänger in Weener an der Ems zuhause ist. In der Kulisse eines mit Rotstein erbauten und mit einem grünen Tor versehenen Scheunengiebels sowie einem gemütlichen, auf gebührenden Abstand eingerichteten „Hüttengarten“ eröffnete Sanny die Saison mit einem Open-Air-Schlager-Café beim Hüttenwirt Hermann Heimbucher.

Der rührige Gastwirt und seine Frau Uta hatten zu Kaffee, Kuchen und einem musikalischen Schlagernachmittag nach vorheriger Anmeldung geladen. Viele Freunde der Volksmusik waren der Einladung gefolgt. „So schön ist Volksmusik“, so hieß dann auch der instrumentale Einstieg in diesen Nachmittag. Bevor aber Sanny sein Programm startete, fand er für Heimbucher rührende und lobende Worte für den Mut des Scholener Gastwirtes. „Nach so einer schwierigen Zeit, insbesondere für die Gastronomie und uns Künstler, kann man Hermann für sein Engagement, an seinen Veranstaltungskonzepten festzuhalten, nur ein riesiges Lob aussprechen“, so der sympathische Sänger, der inzwischen zu Heimbucher eine innige Freundschaft aufgebaut hat.

Dass Heimbuchers musikalische Gäste immer eine besondere Qualität haben, sieht man nicht nur an den Auftritten von Saso Avsenik mit seinen Oberkrainern und anderen namhaften Künstlern. Nein, auch mit Sanny hat er einen professionellen Interpreten nach Scholen geholt. Lieder wie „So jung sind wir nur heute“ oder „Ein ganz besond'rer Tag“, interpretiert er mit einer glasklaren Stimme in einer schwungvollen Schlagerrhythmik, genau so wie die gefühlvollen Balladen „Die Hymne der Berge“ und „Sie ist gegangen, um zu bleiben“. Sein Repertoire erstreckt sich vom fetzigen Alpensound über den Schlager bis hin zu romantischen Balladen. Angereichert mit einer stets höflichen und fachlich kompetenten Moderation erlebten die Besucher einen musikalischen Leckerbissen.

„Ein guter Song ist mehr als nur ein Lied. Ein guter Song ist Verbundenheit zwischen Melodie und dem Künstler“, ist auf der Homepage des Künstlers zu lesen. Das hat Sanny, der immerhin seine Aufnahmen in keinem geringeren Tonstudio als dem der bekannten „Kastelruther Spatzen“ produziert, am Sonntag in Scholen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Den Friseursalon seines Vaters hat er nach der Verpflichtung einiger Hotelketten zeitig verlassen. Sein sängerisches Talent blieb nicht unentdeckt. Nun gastiert er mit den Volksmusikgrößen auf namhaften Bühnen dieser Republik. Zeit für einen Gastauftritt für seinen Freund und Hüttenwirt Hermann Heimbucher, wird er auch in Zukunft finden, wie er sagt.

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