Landtagswahl Niedersachsen Wahlkreis 39: Brigitte Stöver tritt für die Basis an

Am 9. Oktober wählt Niedersachsen einen neuen Landtag. Der WESER-KURIER stellt daher die Kandidaten des Wahlkreises 39 vor. Diesmal: Brigitte Stöver (Die Basis).
06.10.2022, 16:27
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Wahlkreis 39: Brigitte Stöver tritt für die Basis an
Von Ivonne Wolfgramm

Welche inhaltlichen Schwerpunkte vertreten Sie?

Brigitte Stöver: Mit Unternehmern vor Ort die Arbeitsplätze stabilisieren, sichern, ausbauen. Was bedarf es? Selbstständigkeit bewahren und ausbauen. Gespräche über Zulieferbetriebe, Logistik, Energie, Finanzen, Produktion führen und Handlungsspielräume ausloten. Was kann das Unternehmen von sich aus leisten, wo ist Bedarf, Hilfe zur Selbsthilfe. Und das auf kurzen, sprich, direkten Wegen!

Kinder und Jugendliche möchte ich mehr gefördert wissen. Lehrkräfte fehlen in weiten Teilen des Bundeslandes. So auch im ländlichen Raum. Ich möchte die Bildung innerhalb kürzester Zeit auf ein höheres Niveau bringen. Unter Einbeziehung der Lehrer, Eltern, Psychologen, Betreuer. Nicht zu vergessen ist die Inklusion und angemessene Förderung der Kinder anderer Nationen. Die Kinder und Jugendlichen müssen auf das spätere Berufsleben und Leben in der Gesellschaft vorbereitet werden. Sie sind die gesuchten Fachkräfte von morgen und unsere Zukunft.

Zudem muss die Grundversorgung gesichert werden. Ist die Versorgung mit Lebensmitteln, Energie und Medizin beziehungsweise Ärzten gesichert? Können die Bürger alles bezahlbar nutzen? Wie ist ggf. auf Alternativen zurückzugreifen? Eine Prioritätenliste erstellen. Preise deckeln. Welche Maßnahmen sind jetzt wichtig?

Wie wollen Sie sich für den Wahlkreis 39 in Hannover einsetzen?

Im Landtag setzte ich mich für die Stärkung des ländlichen Raumes ein: die Unternehmen und Landwirte sowie den vor- und nachgelagerten Bereich regional stärken. Hier gilt es, dass eine Sicherheit der Planung gewährleistet wird. So es auf Landesebene möglich ist, möchte ich in die Regularien der EU eingreifen. Regional wissen Unternehmer und Landwirte, basierend Ihrer hochkarätigen Ausbildung, Beratung und langjähriger Praxis am besten, was sie wie tun müssen, um effektiv produzieren zu können. Meine Ausbildung ist landwirtschaftlich geprägt. Wir hier in Niedersachsen sind unter anderem Agrarland. Und dieses möchte ich auch erhalten wissen, um die Menschen ernähren zu können.

Die Kinder sind parallel mein Hauptanliegen. Die Fehlentwicklungen der letzten Jahre haben zu einem Mangel an Vermittlung des Lernstoffes geführt. Sind die Lehrpläne zu überarbeiten? Inwieweit ist eine Förderung im Elternhaus möglich? Schauen, ob es Erfahrungen aus anderen Bundesländern mit anderen Schulformen gibt.

Die Auszubildenden fehlen in den Betrieben. Jugendliche praxisnah unterrichten. Praktika verstärkt und umfangreicher in den Schultag integrieren, um die Berufsfindung zu erleichtern. Auch hier partizipiere ich von meinen Ausbildungen als landwirtschaftliche Hauswirtschaftsleiterin, sowie als Dorfhelferin. Die Begleitung und Förderung meiner Kinder, sowie die frühere Arbeit als Elternvertreter in Bücken und Hoya festigen meinen Wunsch, hier tätig zu werden.

Wie schätzen Sie Ihre Verankerung im Wahlkreis ein?

Bodenständig. Hier ist meine Heimat. Ich bin ein Kind der Region, mit der ich verwurzelt bin. Seit Herbst 2021 vertrete ich die Basisdemokratische Partei Deutschland Die Basis im Samtgemeinde- und Stadtrat Hoya.

Welche Aufgaben möchten Sie in Ihrer Fraktion übernehmen?

Wir haben in unserer Partei Die Basis die vier Säulen: Freiheit, Machtbegrenzung, Achtsamkeit und Schwarmintelligenz. Meine Erfahrungen mit der „Schwarmintelligenz“ lässt mich zurückgreifen auf gelernte, praxisnahe Erfahrungen.

Mein Motto lautet: "Ich bin ja auch Imkerin." Ich beobachte immer wieder, wie Bienen in Ihrem Volk arbeiten: „Die Arbeiterinnen lernen, wie sie in Gemeinschaft die Brut versorgen, den Bienenstock aufbauen, reinigen, verteidigen und die Königin leiten“. Das Volk ist in dieser Gemeinschaft für das Fortbestehen zuständig.

Daher will ich die Stimmen der Menschen – des Volkes –, unter Einbeziehung der vier Säulen unserer Partei: in Freiheit, mit Machtbegrenzung, durch Achtsamkeit und Schwarmintelligenz, in das Parlament tragen.

Wenn Ihre Partei in den Landtag einzieht, was sollte sofort umgesetzt werden?­­

Die Stimme des Bürgers beziehungsweise des Wählers – also der Menschen im Lande – muss in die politische Entscheidungsfindung in Niedersachsen Einzug finden. Deshalb setzt die Basisdemokratie auf die „digitale“ Beteiligung aller Bürger, bzw. Wähler, um politische Entscheidungen jeglicher Art regional, kommunal und landesweit zu begründen. Der Abgeordnete muss Instrument seines Wählers sein.  

Zur Person

Brigitte Stöver

Alter: 62

Wohnort: Hoya

Parteizugehörigkeit: Die Basis

politisch aktiv seit: 2021

Info

Am 9. Oktober wählt Niedersachsen einen neuen Landtag. Der WESER-KURIER aus diesem Anlass die Kandidaten des Wahlkreises 39 (Nienburg-Nord) vor, zu dem auch die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen gehört, und stellt ihnen allen die gleichen Fragen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+