Kindergarten Löwenzahn

Freundliche Übernahme

Die Arbeiten gehen flott voran am neuen Kindergarten Löwenzahn, die im April vor einem Jahr gestartet sind. Mittlerweile können schon zwei Gruppen dort residieren. Insgesamt sollen es 86 Kinder werden.
26.06.2020, 16:46
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Von Rita Behrens
Freundliche Übernahme

Torsten Lüllmann erledigt letzte Feinheiten, ehe alle 86 Kinder in den neuen Kindergarten einziehen können.

Vasil Dinev

Bruchhausen-Vilsen. Für alle Mitarbeiterinnen, Kinder und deren Eltern des Kindergartens Löwenzahn in Bruchhausen-Vilsen gab es jetzt einen doppelten Grund zur Freude. Einerseits konnte das neue Domizil Am Friedbruchgraben von zwei Kindergruppen bezogen werden und andererseits profitierten alle von der regulären Öffnung nach den bisherigen coronabedingten Einschränkungen.

Soweit bezugsfertig eingeräumt, können die Drei- bis Sechsjährigen inzwischen in einigen der freundlich gestalteten Räume unter der Obhut ihrer Erzieherinnen zusammen froh gelaunt spielen. Das ist einer zügigen Bauphase zu verdanken, die im April 2019 begann und jetzt abgeschlossen ist. An dieser konnten auch die Kinder gewissermaßen teilhaben, so zum Beispiel bei der Grundsteinlegung vor gut einem Jahr. Insgesamt war es ihnen möglich, die Bauarbeiten und die Entstehung des Bauwerkes quasi als Beobachter mitzuerleben. Des Öfteren führte der Weg dorthin, um sich bereits im Vorfeld mit dem neuen Gebäude vor Ort anzufreunden, wie Anja Marcks, die Leiterin des Kindergartens berichtet, aber jetzt sei es ihr „wichtig, das Haus mit Leben zu füllen“. Die beiden Integrationsgruppen sind vorübergehend noch im Landschulheim Wöpse untergebracht, bis sie ebenfalls hierher umziehen können.

Abgesehen davon geht es für die neu untergebrachten Kinder doch noch täglich zum altbekannten Spielplatz, denn die Außenanlage, insbesondere der offene Bereich zum Spielen, der an das Gelände der Waldorfschule grenzt, muss noch angelegt werden. Marcks rechnet damit, dass alles bis nach den Sommerferien fertig wird. Aber schon jetzt begeistert sie diese „schöne Aussicht“ und die naturverbundene Lage.

Gleichwohl könnten Besucher bereits aktuell in der lichtdurchfluteten Eingangshalle einen sinnlichen Eindruck über die Innenarchitektur und kreative Gestaltung bekommen: Helligkeit und Rundungen sind offensichtlich grundlegend. Der Blick wird wie von selbst auf die runden Säulen mit den farbigen Glas-Mosaiken gezogen, des Weiteren auf die kreisrunden Fenster, die ebenfalls mit originellen gläsernen Mosaiken gestaltet sind. Die Wahl der jeweiligen Farbspektren Gelb-Orange-Rot und Grün-Blau ermöglicht zugleich eine kindgerechte Orientierung im Gebäude. Die dekorativen Elemente sind in Zusammenarbeit mit der Asendorfer Kunstwerkstatt Artenreich angebracht worden. Zudem sollen die schlicht-neutralen Sanitärräume mit diesem Material und den gleichen Farben aufgepeppt werden. Im Gespräch wird deutlich, dass die Ideen mit anthroposophischem Hintergrund der Kindergarten-Leiterin oftmals handlungsleitend für die Umsetzung waren.

Auch die hufeisenförmige Gebäudeform und damit Anordnung der Räume im Inneren sind darauf zurückzuführen. Für Marcks verbinden sich damit positive Empfindungen wie „Geborgenheit, Ankommen und Sicherheit“. Weiterhin stünden Kreativität und ästhetische Bildung im Sinne einer musikalischen und kunstorientierten Pädagogik im Fokus. Wodurch zeitgemäße Erziehungsziele anvisiert werden. Des Weiteren bliebe die Sprachförderung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit den Familien ein relevanter Aspekt frühkindlicher Erziehung. Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ fördere die alltagsintegrierte sprachliche Bildung des örtlichen Kindergartens Löwenzahn nicht nur bis Ende 2020, sondern weiterhin zunächst bis 2022.

Für vier Gruppen mit insgesamt 86 Kindern ist der Neubau ausgelegt. Zwei Regel- und zwei Integrationsgruppen finden ausreichend Platz zum Ausleben ihrer Spielfreude und zur kindgerechten Förderung. Aber auch für Ruheräume ist gesorgt, und eine Mensa für das gemeinsame Mittagessen steht zur Verfügung. Mit Begeisterung werden sich die Löwenzähnchen sicherlich – kompetent angeleitet – in ihrer Küche aufhalten, deren Ausstattung an der Größe der kleinen Nutzer ausgerichtet ist. Hier kann zum Beispiel gemeinsam ein Geburtstagskuchen gebacken werden. Wie aus gebotener Distanz sichtbar, fühlten sich schon am ersten Tag sowohl die Kinder als auch die pädagogischen Fachkräfte in den sehr hell und freundlich gestalteten Räumlichkeiten wohl. Nichtsdestotrotz gibt es an mancherlei Stellen noch einiges einzurichten beziehungsweise einzuräumen.

Ein Einweihungsfest wird es noch geben, sobald das möglich wird, verspricht Marcks. Denn zurzeit gelten noch die Corona-Vorgaben auch im Wirkungsbereich der Kinderbetreuung. Momentan ist es den Eltern noch nicht gestattet, ihre Kinder in das Gebäude zu begleiten oder dort direkt mit den Erzieherinnen in Kontakt zu treten. Noch ist nicht alles Gewohnte erlaubt, doch man ist "froh über den Neustart und wird nach der Eingewöhnungsphase – und nach Corona – richtig durchstarten,“ erklärt Kirsten Stengler als Stellvertreterin. „Die Kinder waren neugierig und haben gleich gespielt.“ Darin sind sich beide einig. Die Aussage „Total schön!“ sei gefallen, auch der Wiedererkennungseffekt habe für die gute Laune eine Rolle gespielt.

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