Landkreis Diepholz

Impftermine für Berufsgruppen gestrichen

Wegen der Aussetzung des Corona-Impfstoffs von Astra-Zeneca müssen im Landkreis Diepholz bereits vergebene Impftermine für Berufsgruppen ausfallen. Nicht betroffen sind die Impfungen der über 80-Jährigen.
15.03.2021, 18:02
Lesedauer: 2 Min
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Impftermine für Berufsgruppen gestrichen
Von Esther Nöggerath
Impftermine für Berufsgruppen gestrichen

Im Landkreis Diepholz müssen einige bereits vergebene Impftermine ausfallen (Symbolbild).

Björn Hake

Landkreis Diepholz. Die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca werden vorerst ausgesetzt. Das hat das Bundesgesundheitsministerium am Montagnachmittag entschieden. Das hat auch Auswirkungen auf die Impf-Strategie des Landkreises Diepholz. „Dadurch bricht unser Plan natürlich zusammen“, erklärt Landrat Cord Bockhop. Betroffen sind davon in erster Linie die Impfungen für priorisierte Berufsgruppen. Die dezentralen Impfungen der über 80-Jährigen in den Kommunen, die Ende der vergangenen Woche mit dem Auftakt in Barenburg angelaufen sind, sollen unterdessen uneingeschränkt und wie geplant stattfinden, da dort ohnehin ausschließlich mit dem Biontech-Impfstoff geimpft wird.

Dagegen können bereits vergebene Impftermine für priorisierte Berufsgruppen wie medizinisches Personal, Lehrkräfte, Kindertagespflegepersonen und Erzieher vorläufig nicht stattfinden, teilt Landkreis-Sprecherin Mareike Rein mit. „Dies gilt auch für den zweiten Impftermin.“ Aufgrund der geringen Vorlaufzeit könnten auch keine Terminabsagen an Einrichtungen und Einzelpersonen verschickt werden. „Sobald die Impfungen wieder aufgenommen werden können, erhalten die priorisierten Berufsgruppen weitere Informationen“, kündigt Rein an.

Hintergrund des Ganzen ist die Entscheidung der Bundesregierung, die Impfungen mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff nach einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts wegen möglicher Nebenwirkungen vorsorglich auszusetzen. „Die weiteren Untersuchungen des Paul-Ehrlich-Instituts und der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA bleiben für eine Fortsetzung der Impfkampagne abzuwarten“, so Rein weiter.

Derweil hat Niedersachsen auch noch eine Änderung der Landesverordnung beschlossen, um kurzfristige Veränderungen in Kindertagesstätten, der Großtagespflege und Schulen zu vermeiden. „Wenn die 100er-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, setzt ein Wechsel zurück zur Notbetreuung in Kitas beziehungsweise ein Szenarienwechsel an Schulen nun grundsätzlich eine Allgemeinverfügung des jeweiligen Landkreises voraus“, erklärt Mareike Rein. Es obliege also der Kreisverwaltung, einzuschätzen, ob die Überschreitung der 100er-Inzidenz von Dauer sei. „Damit Eltern und Kinder rechtzeitig informiert werden können und die notwendige organisatorische Vorbereitung geleistet werden kann, würde ein solcher Wechsel jeweils erst zum übernächsten Werktag erfolgen“, teilt die Landkreis-Sprecherin mit.

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