Landkreis Diepholz Weihnachtsmärkte mit Einschränkungen

Nur mit Einlasskontrolle und Abzäunung können Weihnachtsmärkte derzeit in Niedersachsen stattfinden. Landrat Cord Bockhop fordert praktikablere Corona-Regelungen für die Märkte.
22.10.2021, 15:07
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Weihnachtsmärkte mit Einschränkungen
Von Esther Nöggerath

Landkreis Diepholz. Weihnachtsmärkte haben es in diesem Jahr trotz der fortgeschrittenen Corona-Schutzimpfungen nicht leicht. Denn auch wenn die Veranstaltungen grundsätzlich wieder möglich sind, gibt es doch eine ganze Reihe von Vorschriften der Landesregierung, an die sich die Organisatoren halten müssen: Die Zahl der Besucher ist begrenzt und muss gesteuert werden, es gilt die 3G-Regel, die vor Einlass kontrolliert werden muss, außerdem müssen Abstände zwischen den Ständen eingehalten werden, um größere Personenansammlungen zu vermeiden. "Das ist der aktuelle Rahmen, der vorgegeben ist", erklärt Landrat Cord Bockhop. Etwas anderes könne die Kreisverwaltung aktuell den Organisatoren nicht zusagen, auch wenn sie gerne würde. Denn die vorgegebenen Regelungen stoßen beim Landrat auf Unverständnis. "Die Leute gehen ja nicht auf den Weihnachtsmarkt, um hinter vorgehaltener Hand zwei Glühwein runterzukippen", so Bockhop. "Mir leuchtet es nicht ein, wie ein Markt unter diesen Regelungen ablaufen soll. Das ist lebensfremd hoch drei."

Praktikabler fände der Landrat es, wenn die Kommunen öffentliche Flächen für ihre Weihnachtsmärkte ausweisen könnten, auf denen die 2G- oder 3G-Regel eingehalten werden muss, allerdings ohne Einzäunung. Mit stichprobenartigen Kontrollen könnte man dann überprüfen, wer gegen die Vorschrift verstößt und denjenigen dann im Zweifelsfall auch mit einem Bußgeld bestrafen. "Wenn man wirklich 100 Prozent kontrolliert, das funktioniert nicht", sagt Bockhop. Denn da würde sich rasch ein kleinerer Stau bilden. Letztlich gilt aber auch im Landkreis Diepholz die Landesverordnung. Der Landrat zeigt sich aber optimistisch, dass sich die Regelungen auch auf Landesebene eventuell noch ändern könnten. "Ich bin gespannt, was sich da im Laufe des Monats November noch ergibt", so Bockhop, der hofft, dass der ein oder andere Veranstalter dann noch genug Zeit hat, um entsprechend planen und organisieren zu können.

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