Vier neue Ladesäulen

Mit Ökostrom in die Zukunft

Gute Nachrichten für Fahrer von Elektro-Autos: In der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen gibt es vier neue Ladesäulen. Alle werden ausschließlich mit Ökostrom gespeist.
10.08.2020, 17:10
Lesedauer: 2 Min
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Mit Ökostrom in die Zukunft
Von Micha Bustian
Mit Ökostrom in die Zukunft

Ein weiterer Schritt ins Zeitalter der Elektromobilität: Christa Gluschak (von links), Frank Oentrich, Bernd Bormann, Eileen Schöne, Hermann Karnebogen und Johann-Dieter Oldenburg bei der Einweihung der Ladesäule in Schwarme.

Avacon

Bruchhausen-Vilsen. Die Verfügbarkeit öffentlicher Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen ist jetzt auf einen Schlag deutlich gestiegen. Für die Samtgemeinde errichtete der Netzbetreiber Avacon in Asendorf, Martfeld, Schwarme und Bruchhausen-Vilsen insgesamt vier Ladesäulen. Präziser: in Asendorf auf dem Parkplatz bei Uhlhorns Gasthof, Alte Heerstraße 23; in Bruchhausen-Vilsen hinter dem Gebäude des Tourismus-Service, Bahnhof 2; in Schwarme auf dem Parkplatz des NP-Marktes, Hoyaer Straße 13; und letztlich in Martfeld nahe des Hallenbades, Schulstraße 1.

Eine offizielle Inbetriebnahme wollten sich die Vertreter von Gemeinde und Avacon nicht nehmen lassen, auch wenn die vier Ladesäulen technisch bereits seit einiger Zeit betriebsbereit sind. Damit wollten die Verantwortlichen auch ein Zeichen zu setzen, dass es mit der Elektromobilität vorangeht – „bundesweit und natürlich auch in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen“, wie es Eileen Schöne vom Kommunalmanagement der Avacon ausdrückte. So kamen in Schwarme Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann, Schwarmes Bürgermeister Johann-Dieter Oldenburg, Christa Gluschak, Leiterin der Stabstelle Regionale Entwicklung der Samtgemeinde, sowie Hermann Karnebogen und Eileen Schöne von der Avacon zusammen. Auch die Eigentümer des Geländes am NP-Markt in Schwarme, Bernd und Frank Oentrich, waren vor Ort. Bernd Bormann betonte, dass die Samtgemeinde mit den Ladesäulen einen Beitrag leisten will, die Ladeinfrastruktur gerade auch in eher ländlich geprägten Gebieten voranzubringen. Dort sei das Ladenetz noch ausbaufähig. „Wir freuen uns, dass die seit vielen Jahren bewährte und gut frequentierte Schnelladesäule der Avacon im Dillertal an der Bundesstraße 6 nun gemeindeeigene Geschwister bekommen hat“, brachte es der Samtgemeindebürgermeister auf den Punkt. „Seitens der Gemeinden wollen wir mithelfen, dass die entsprechenden Lademöglichkeiten bereits vorhanden sind, wenn Elektromobilität den Durchbruch schafft“, sagte Johann-Dieter Oldenburg. Er erwartet, „dass Elektroautos in den nächsten Jahren zunehmend aus der Marktnische fahren, in der sie sich derzeit noch befinden.“

„Die Zulassungszahlen steigen bereits erkennbar“, ergänzte Christa Gluschak. Aus Sicht der Leiterin der Stabstelle Regionale Entwicklung der Samtgemeinde wird perspektivisch eine wachsende Zahl öffentlich zugänglicher Lademöglichkeiten benötigt, auch als Angebot für Touristen. Das aktuelle Projekt sei ein gutes Beispiel für eine gelungene Kooperation, sagte Hermann Karnebogen. „Es haben sich unterschiedliche Partner gefunden, die gemeinsam die E-Mobilität voranbringen wollen.“

Die vier von der Avacon errichteten Stromtankstellen bieten jeweils eine Ladeleistung von zweimal 22 Kilowatt Wechselstrom, die gleichzeitig genutzt werden können. Bei der Entwicklung und Umsetzung dieser Ladelösungen arbeitet die Avacon eng mit der Firma Charge.ON zusammen. Diese Gesellschaft des E.ON-Konzerns wird die Samtgemeinde als Eigentümer unterstützen. Charge.ON hat für die Ladesäule einen Ökostromliefervertrag abgeschlossen. Die Nutzer laden also klimaverträglichen grünen Strom.

Zur Finanzierung der Ladesäulen nutzte die Samtgemeinde ein Förderprogramm des Bundes zum Ausbau der Elektromobilität. Ziel der Bundesregierung ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur mit deutschlandweit 15 000 zusätzlichen Ladesäulen. Voraussetzung für die Förderung ist unter anderem, dass die Ladesäulen öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien beliefert werden.

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