Planungsausschuss Flächennutzungspläne aktualisiert

Der Planungsausschuss der Samtgemeinde tagte am Donnerstagabend. Dabei ging es um zwei Flächennutzungspläne in Süstedt, die aktualisiert werden mussten.
24.11.2022, 15:44
Lesedauer: 2 Min
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Flächennutzungspläne aktualisiert
Von Ivonne Wolfgramm

Bruchhausen-Vilsen. Den Preis für die kürzeste Sitzung wird der Planungsausschuss für seine Zusammenkunft am Donnerstagabend zwar nicht erhalten, dennoch behandelten die Mitglieder die beiden Beschlussvorlagen in aller Kürze. Bei beiden Punkten ging es um Flächennutzungspläne (FNP): einmal die 106. FNP-Änderung (SO Pferdehof Süstedt) und zum anderen der 117. FNP (WEA Süstedter Bruch).

106. FNP-Änderung (SO Pferdehof Süstedt): Bei dieser Änderung handelte es sich um eine Aktualisierung des Plans. Aufgenommen in den FNP wurde eine weitere Teilfläche nördlich des Süstedter Bachs. Diese war bislang als Waldfläche deklariert, „ich kann mich aber nicht erinnern, wann dort zuletzt ein Wald existiert hat“, sagte Bauamtsleiter Torsten Beneke dem Gremium. Der Landkreis Diepholz hätte darauf aufmerksam gemacht. So sollte die entsprechende Teilfläche in den bestehenden Flächennutzungsplan aufgenommen werden - in Absprache mit der Landkreisverwaltung, wie Beneke betonte: „Wir bilden ab, was vor Ort existiert.“ Einwände gab es von den Ausschussmitgliedern nicht. Sie nahmen die Beschlussvorlage einstimmig an.

117. FNP (WEA Süstedter Bruch): In diesem Punkt galt es, den Aufstellungsbeschluss zu fassen. Die Samtgemeinde hat die 102. FNP-Änderung im August dieses Jahres aufgestellt. Mit dieser FNP-Änderung wurden „Sonstige Sondergebiete mit der Zweckbestimmung Windenergieanlagen und landwirtschaftliche Nutzungen“ als Vorrangstandorte für Windenergieanlagen dargestellt. Gleichzeitig beinhaltet der Flächennutzungsplan auch eine Ausschlusswirkung für Windenergieanlagen (WEA) im übrigen Außenbereich der Samtgemeinde. Die als Sondergebiete deklarierten Flächen wurden anhand eines Standortkonzepts ermittelt. Ein Kriterium war die Berücksichtigung von Wohngebäuden und deren Abstände zu Windkraftanlagen.

Bei der Abgrenzung des Änderungsbereichs 4 der 102. Flächennutzungsplanänderung wurde ein ehemaliges Schleusenwärterhaus, das bisher als Wohnhaus genutzt wurde, berücksichtigt und mit einem 400-Meter-Abstand geschützt. Daher hat der Änderungsbereich 4 an der Westgrenze eine kreisrunde Abgrenzung. Der Eigentümer des Häuschens hat nun beim Landkreis Diepholz die Nutzung des Gebäudes als Wohnraum aufgegeben. Aus diesem Grund entfallen die Schutzabstände zu den Windkraftanlagen. Der Investor der Windenergieanlagen beabsichtigt für diesen Bereich, weitere Anlagen aufzustellen. Aus diesem Grund müsse die Planung aktualisiert werden und das Areal als „Sonstiges Sondergebiet mit der Zweckbestimmung Windenergieanlagen und landwirtschaftliche Nutzungen“, wie Torsten Beneke informierte.

Bernd Schneider (Grüne) begrüßte im Namen seiner Fraktion diesen Schritt: „So können wir der Windkraft mehr Raum geben. Die Fläche wurde ja bereits als geeignet bezeichnet.“ Hauke Sander (UWG) interessierte sich indes mehr für die künftige Nutzung des denkmalgeschützten Schleusenwärterhäuschens. „Welche Nachnutzung ist vorgesehen?“ Eine direkte Antwort konnte der Bauamtsleiter nicht liefern. „Es wird nicht verfallen“, sicherte er zu und merkte an, dass die Frage der Nachnutzung für den Flecken sicherlich interessant sei. Aus Sicht der Samtgemeinde sei jedoch von Bedeutung, dass der Hinderungsgrund für die Windenergieanlage eher im Vordergrund stünde. Ausschussmitglied und Fleckenbürgermeister Lars Bierfischer (SPD) betonte: „Ich bin froh, dass wir dieses Thema nun zum Abschluss bringen können. Schließlich sind die ersten Gespräche darüber schon fünf Jahre her.“ Mit einem einstimmigen Beschluss folgten auch die restlichen Ausschussmitglieder. Das letzte Wort hat allerdings der Samtgemeinderat, der am 15. Dezember tagt.

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