Neues Programm der VHS „So machen wir weiter“

Die Volkshochschule im Landkreis Diepholz hat ihr neues Programm herausgebracht.
08.01.2020, 18:05
Lesedauer: 2 Min
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Von Sarah Essing

Landkreis Diepholz. 288 Seiten dick ist der neue Katalog der Volkshochschule (VHS) des Landkreises Diepholz. Insgesamt 923 Kurse finden sich darin, 89 mehr als im jetzt auslaufenden Wintersemester. „Im Sommersemester ist das Programm immer etwas umfangreicher, allein wegen der Sommerakademie“, will Thomas Hermenau, Pädagogischer Leiter der Kreis-VHS, dem nicht zu viel Bedeutung beimessen. Dennoch ist er hochzufrieden mit dem Angebot. „Das finden wir gut.“

Gut sei dies vor allem, weil die Ausfallquote, die die Kreis-VHS Diepholz vorzuweisen hat, gering sei. In diesem Wintersemester lag sie bei 19,1 Prozent. „Das ist eine sehr gute Quote“, unterstreicht Hermenau bei der Vorstellung des neuen Programms am Mittwoch in Syke. Sie weise darauf hin, dass die Kreis-VHS ein umfangreiches Programm zu bieten habe, und dass dieses Programm gut angenommen werde. Der Rückschluss daraus: „So machen wir weiter.“

Und weiter geht es mit dem neuen Semester ab 1. Februar. Die Programmhefte liegen bereits an öffentlichen Orten aus, Anmeldungen für die Kurse sind bereits im Internet unter www.vhs-diepholz.de möglich. Weiter geht es auch mit Kooperationen, die die Kreis-VHS vielerorts eingegangen ist. Diese Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, Einrichtungen und Bildungsträgern werde in vielen Bereichen gepflegt, sagt Hermenau. Doch vor allem im Bereich der Grundbildung sei sie geradezu unerlässlich, betont die pädagogische Mitarbeiterin dieses Fachbereichs, Lisa Blankenhorn. Durch diese Kooperationen sei es besser möglich, „einfach vor Ort zu sein“. Als ein erfolgreiches Beispiel für eine derartige Kooperation nannte sie die Gruppe „Wir spielen Deutsch“ im Mehrgenerationenhaus in Barnstorf. Dabei werde in Gruppen spielerisch das Lesen und Schreiben der deutschen Sprache gelernt. „Das Konzept hat sich gut bewährt, sodass wir nun im Mehrgenerationenhaus in Stuhr eine zweite Gruppe anbieten werden“, sagt Lisa Blankenhorn. Dort treffen sich Interessierte immer mittwochs ab 18.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei und es sind noch Plätze frei. Darüber hinaus gibt es zwei größere Themenbereiche, der sich das Programm der VHS widmet. Das sei zum einen das Kriegsende vor 75 Jahren, dem eine Lesung mit Zeitzeugen gewidmet ist, sowie der kunsthistorische Blick auf den Maler Felix Nussbaum, der im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Dazu passe aber auch das Training gegen Stammtischparolen mit Klaus-Peter Hufer, der einen Vortrag zu dem Thema halten wird, so Anna-Katharina Bechtoldt. Sie ist nun Fachbereichsleiterin für Kultur und Gesellschaft. Beide Bereiche wurden zusammengeführt und sollen noch stärker vernetzt werden, teilt Hermenau mit.

Der andere größere Themenbereich: Nachhaltigkeit und Ökologie. In Kooperation mit der Agenda 21-Bürgerstiftung wurde die Veranstaltungsreihe „Mut machen zum Handeln“ ins Leben gerufen. In Vorträgen, Filmen und Kursen dreht sich alles um die Frage, wie es gelingen kann, das eigene Leben klimaschonender zu gestalten. Etwa mit einem Vortrag zu weniger Plastik in Körperpflegeprodukten oder was man mit Resten in der Küche machen kann. Besonders heraus hebt Anna-Katharina Bechtoldt in dieser Reihe eine Lesung mit Imke Müller-Hellmann hervor. In ihrem Buch „Leute machen Kleider“ berichtet die Autorin über die globale Bekleidungsindustrie. Darüber hinaus warten zahlreiche Mitmachangebote – verstärkt auch generationenübergreifend – in diesen Fachbereichen auf Interessenten.

Ungebrochen hoch ist im Gesundheitsbereich die Nachfrage nach Yoga-Kursen, berichtet Hermenau weiter. Er sei daher sehr froh, dass es ihnen gelungen sei, zumindest im Norden des Landkreises drei neue Yogalehrer zu gewinnen. Für den südlichen Landkreis werden hingehend noch weitere gesucht.

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