Fußball Neue Position, neuer Abwehrchef

Luca Rother hat sich beim SV Bruchhausen-Vilsen II zum Leistungsträger entwickelt. Und das obwohl er auf einer für ihn ungewohnten Position spielt.
23.03.2021, 14:37
Lesedauer: 3 Min
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Neue Position, neuer Abwehrchef
Von Jannis Klimburg

Bruchhausen-Vilsen. Manchmal dauert es seine Zeit, bis ein Mensch sich an eine neue Situation gewöhnt. Mit Veränderungen kommt eben nicht jeder auf Anhieb zurecht. So war es auch bei Luca Rother. Der Fußballakteur des SV Bruchhausen-Vilsen II spielte seine ganze Karriere lang im Mittelfeld, zwischenzeitlich sogar als Stürmer. Und das sogar mit einer Menge Erfolg, steuerte er doch einige Treffer zum Aufstieg der Reserve in die Kreisliga bei. Doch plötzlich hatte sein Trainer Ben Weber eine Vision, er wollte nach dem großen Triumph die Defensive stabilisieren und schulte Rother somit zum Innenverteidiger um. „Erst war ich davon nicht angetan, guckte etwas bedröppelt aus der Wäsche. Doch mittlerweile fühle ich mich hinten ganz wohl, würde sogar nicht mehr mit anderen Spielern die Position tauschen wollen“, lächelt Luca Rother zufrieden.

Ben Weber scheint damit, einen Glücksgriff gelandet zu haben. Denn relativ zügig konnte sich Rother auf der für ihn ungewohnten Position akklimatisieren und entwickelte sich somit zum Abwehrchef. „Er wollte hinten mehr Ruhe haben, jemanden der das Spiel aus der Defensive aufbaut“, verrät Rother bezüglich der Pläne des Trainers. Mittlerweile ist Rother aus der Viererkette gar nicht mehr wegzudenken. Und der 23-Jährige möchte dort auch gar nicht mehr weg. „Ich bin viel lauffauler als viele andere Spieler, deswegen passt die Position doch ganz gut zu mir“, scherzt er. „Schließlich muss ich im Mittelfeld viel mehr Kilometer abspulen. So habe ich das Spielgeschehen vor mir. Das passt ganz gut.“

Anfangs beim TSV Weyhe-Lahausen

In Weyhe geboren, erlernte Luca Rother das Kicken in Lahausen. Früh wurde er für die Kreisauswahl nominiert, suchte in der C-Jugend eine neue Herausforderung beim TuS Sudweyhe. Doch als seine Familie nach Bruchhausen-Vilsen weiterzog, war erst einmal Schluss mit dem runden Spielgerät. „Da hat Fußball nicht mehr so eine wichtige Rolle gespielt, ich hatte zu dem Zeitpunkt andere Prioritäten“, verrät Rother. „Jetzt ärgere ich mich auch darüber. Weil ich mir die verpasste Zeit nicht wiederholen kann.“ Drei Jahre später feierte Rother sein Comeback – und zwar in der A-Jugend des SV Bruchhausen-Vilsen unter der Leitung von Patrick Tolle, der momentan noch die Bezirksliga-Truppe des Vereins trainiert. Beim Übergang in den Seniorenbereich war es für den Lehramtsstudenten ein Hin und Her. Zu Beginn versuchte Rother sein Glück in der ersten Herren, entschied sich dann aber dazu, lieber in der Reserve zu kicken.

„Ich habe zum Glück dann schnell wieder reingefunden. Weiterhin bin ich offen dafür, wenn die erste Herren anfragt, ob ich mitspielen möchte“, betont Rother. Ab dem Sommer werden die Karten beim SV Bruchhausen-Vilsen sowieso neu gemischt. Denn dann übernimmt Thorsten Klein das Traineramt von Patrick Tolle. „Wenn sich die Möglichkeit ergibt und der neue Trainer mich spielen sehen will, werde ich die Chance auch ergreifen. Nur ist es auch wichtig für mich, dass ich meine Spielzeit bekomme, sonst werde ich schnell unzufrieden“, meint Rother.

Rother fühlt sich pudelwohl

Gedanken über seine Zukunft macht sich Luca Rother derzeit aber noch nicht. Auch wenn momentan nicht gespielt wird, fühlt er sich im Verein sehr wohl. „Der Zusammenhalt ist hier enorm, es herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre. Und man merkt, dass für die Leute hier die Heimspiele sonntags immer ein Höhepunkt sind“, bekräftigt der Innenverteidiger, der nicht unbedingt überrascht ist ob der hervorragenden Tabellenplatzierung.

Momentan rangiert der SV Bruchhausen-Vilsen II auf dem dritten Rang in der Kreisliga. „Wir haben schon sehr viel Qualität im Kader, konnten das eben auch oftmals auf den Platz bringen. Auch wenn wir sogar noch mehr Punkte hätten sammeln können. Meistens ist das bei uns eine mentale Sache.“

Großen Anteil an dem Erfolg hätte seiner Meinung nach natürlich der Trainer. „Ben arbeitet sehr akribisch und ist wie ich auch total ehrgeizig. Er macht sich extrem viele Gedanken, wie er das Training gestalten soll. Im Spiel erkennt er dann unsere Schwächen und baut entsprechende Übungen in die Einheiten mit ein, damit wir uns weiter verbessern“, lobt Rother seinen Coach.

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