Fußball-Kreispokal Der TuS Sudweyhe II fliegt aus dem Wettbewerb raus

Das Team von Trainer Sascha Westerkamp ist gegen den TSV Drentwede in der ersten Runde des Pokals ausgeschieden. Die anderen Kreisligisten kamen hingegen weiter, teilweise sogar ohne zu spielen.
15.08.2022, 17:20
Lesedauer: 4 Min
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Der TuS Sudweyhe II fliegt aus dem Wettbewerb raus
Von Nastassja Nadolska

In der ersten Runde des Krombacher-Kreispokals gab es am vergangenen Wochenende direkt die erste Überraschung: Der Kreisligist TuS Sudweyhe II schied gegen den TSV Drentwede aus der zweiten Kreisklasse nach der 2:3-Niederlage direkt wieder aus. Der SV Mörsen-Scharrendorf machte es zwar bis zum Schluss spannend, setzte sich aber im Elfmeterschießen mit 7:5 durch. Der TV Stuhr musste hingegen gar nicht erst antreten, um weiterzukommen.

TSV Drentwede – TuS Sudweyhe II 3:2 (2:2): „Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll. Man darf nicht alles schlecht reden, aber dieses Spiel hätte man nicht anpfeifen dürfen“, sagte TuS-Coach Sascha Westerkamp. Der Platz sei aus seiner Sicht nicht bespielbar gewesen. „Das Feld war voll mit Löchern“, betonte Westerkamp, dem die Gesundheit seiner Spieler wichtiger gewesen war als ein Sieg. „Wir haben zahlreiche angeschlagenen Spieler, die aus ihrer Verletzung gerade erst wieder raus sind. Da war mir der Sieg ehrlich gesagt egal“, machte der Sudweyher Coach klar. Allgemein sei die Situation laut Westerkamp sehr grenzwertig gewesen. „Die Gegner haben sich schon ziemlich danebenbenommen.“ Nach 25 Sekunden gingen die Gäste aus Sudweyhe durch Justin Pakleppa in Führung. Drei Minuten später folgte der Ausgleich durch Drentwedes Marius Meyer (4.). Die Gastgeber stellten nach 20 Minuten durch den Treffer von Lukas Möllering die erneute Führung wieder her, ehe Marvin Brüggemann quasi mit dem Pausenpfiff ausglich (45.).

Im weiteren Verlauf schlug Lukas Möllering erneut zu und traf zum entscheidenden 3:2. „Meines Erachtens konnten die Gegner keinen Fußball spielen. Dennoch waren wir mit den langen Bällen überfordert“, beobachtete Westerkamp, dessen Team in der Folge ein Abseitstor aberkannt wurde. Außerdem verschossen seine Mannen einen Elfmeter. „In diesem Spiel hatten wir wirklich alles dabei“, sagte Westerkamp, für den es an diesem Dienstag mit der Ligapartie gegen den TSV Weyhe-Lahausen weitergeht. Wie der Gegner drauf ist, kann der TuS-Coach nur schwer einschätzen. Die Ansetzung des Derbys findet er aber eher unglücklich. „So ein Spiel am ersten Tag anzusetzen, finde ich schade, aber vielleicht kommt es uns entgegen. Ich bin guter Dinge, vor allem wenn es um ein Derby geht“, blickte Westerkamp optimistisch auf diese Partie.

SG Ehrenburg – TV Stuhr 0:5 W: Warum diese Partie ausgefallen ist, konnte Marvin John nicht sagen. „Wir haben nur eine Mitteilung erhalten, dass der Gegner nicht antreten wird“, ergänzte der Stuhrer Trainer. Eine direkte Absage aus Ehrenburg gab es allerdings nicht. „Ich könnte mir vorstellen, dass einige im Urlaub sind und sie deswegen nicht angetreten sind. Dennoch hätte man sich melden können“, sagte John und ergänzte: „Was ich mir natürlich auch vorstellen kann, ist, dass sie nicht antreten wollten, weil sie 'nur' in der dritten Kreisklasse spielen. Dabei ist die Personallage bei uns sehr mau. Uns fehlen aktuell 14 Spieler, die aber nach und nach zurückkommen. Ich bin immer ein Fan davon, so etwas spielerisch zu lösen. Es wäre für Ehrenburg die Chance gewesen.“

TSV J. Ströhen – SV Bruchhausen-Vilsen II 0:1 (0:1): Der Fußball-Kreisligist SV Bruchhausen-Vilsen II tat sich bei der Mannschaft aus der dritten Kreisklasse ziemlich schwer. Doch das Team aus dem Luftkurort erledigte seine Hausaufgabe und kam mit dem einzigen Treffer in dieser Partie durch Steve Prehn in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+4) eine Runde weiter.

SG Barrien/Ristedt – SC Twistringen II 0:4 (0:1): Die Zweitvertretung der Blaumeisen machte es mit dem 4:0-Erfolg gegen das Team aus der dritten Kreisklasse dagegen deutlich. Für den ersten Treffer zeichnete Till Eric Thiede verantwortlich (36.). In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer erst in der Schlussphase weitere Tore. Dennis Kuhangel erhöhte vom Punkt auf 2:0 (70), ehe Noah Luckas (76.) und Nico Landwehr (90.+3) das Ergebnis standesgemäß auf 4:0 hochschraubten.

TV Heiligenloh – TVE Nordwohlde 0:5 (0:2): Auch in dieser Partie setzte sich der Favorit aus der Fußball-Kreisliga durch. Nach 20 Minuten war Mats-Ollig Kordes erfolgreich und brachte seine Nordwohlder in Führung. Jan-Hendrik Soller, der zum 5:0-Erfolg insgesamt drei Tore beisteuerte, traf zunächst in der 42. Minute zum 2:0. Nach Wiederanpfiff durfte er noch zwei weitere Treffer bejubeln (75./80.). Den Schlusspunkt setzte Christian Franz (83.).

TSV Schwarme – TSV Bassum 1:2 (0:1): Der Bezirksliga-Absteiger TSV Bassum ließ erst wenige Minuten vor dem Abpfiff durch den Treffer von Mika Bade zum 2:1 (83.) den Knoten platzen. Zuvor entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Spiel. Die ersten beiden Tore fielen innerhalb kürzester Zeit. Zunächst brachte Philipp Stünkel seine Bassumer kurz vor der Pause mit 1:0 in Führung (45.+1). Nach Wiederanpfiff schlugen die Gastgeber aus Schwarme zurück und glichen durch Marlon Frese (46.) aus. Dann passierte lange nichts, ehe Bade seine Bassumer mit dem Tor zum 2:1 erlöste.

SV Friesen Lembruch – SV Mörsen-Scharrendorf 5:7 n.E.: In den ersten 20 Minuten zeigten die Gäste aus Mörsen einen guten Auftritt und gingen durch Andre Nienaber frühzeitig in Führung (8.). „Nach der Getränkepause gab es dann einen Bruch bei uns, wir sind überhaupt nicht mehr ins Spiel gekommen. Die Gegner waren zwischenzeitlich sogar besser als wir“, berichtete SVMS-Coach Friedhelm Famulla. Durch einen verwandelten Elfmeter von Nico Winkelmann glichen die Gastgeber zum 1:1 aus (36.).

In der zweiten Halbzeit schlug aber erneut Torjäger Andre Nienaber zu – 2:1 (65.). In der Schlussphase leisteten sich die Gäste einen dicken Patzer, wodurch Lembruch zum 2:2 ausgleichen konnte (85.). „Nach einem katastrophalen Querpass im Mittelfeld kam der Gegner zum Konter“, ärgerte sich Famulla. In den letzten Minuten hätten seine Mörser das Spiel noch entscheiden können. Moritz Stöber spielte zunächst einen Gegner und dann den Torwart aus, doch der Winkel war zu spitz, sodass ein Gegenspieler den Schuss noch blocken konnte. „Im Elfmeterschießen haben wir dann alle Bälle reingemacht. Insgesamt war es ein schwächeres Spiel von uns, trotzdem haben wir gewonnen. Es gab schon Phasen, in der wir so ein Spiel verloren hätten. Dieses Mal war es aber anders“, betonte Friedhelm Famulla.

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